Fotoblog – Fotografie Tipps und Tutorials https://www.pixolum.com/blog Fri, 13 May 2022 12:29:46 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0 Neues oder gebrauchtes Foto-Equipment kaufen – die Vor- und Nachteile https://www.pixolum.com/blog/fotografie/neues-oder-gebrauchtes-foto-equipment https://www.pixolum.com/blog/fotografie/neues-oder-gebrauchtes-foto-equipment#respond Fri, 13 May 2022 12:29:46 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=46454 Es gibt definitiv eine Reihe von Steckenpferden, die sich deutlich günstiger betreiben lassen als die Fotografie. Zumal das kunstvolle Komponieren mit Licht viele dem „Kauf-Virus“ anheimfallen lässt. Es zeichnet sich dadurch aus, seine Ausrüstung ständig verbessern und erweitern zu wollen. Angesichts der teils happigen Preise, die Bodys, Objektive und das Drumherum aufrufen, und dem Vorhandensein von zahlreichen Verkaufsportalen und Fotografen aller Fähigkeitsstufen, stellt sich vielen eine wiederkehrende Frage: Kaufe ich Equipment neu oder gebraucht? Wir helfen, ein wenig Licht in die Sache zu bringen.

Kamera testen
stock.adobe.com © Sergey Ryzhov

Fotografieren und der Equipment-Kauf: ein Automatismus?

Fotografie ist eine jener Beschäftigungen, bei der sich bei vielen Menschen mit der Zeit eine Menge Ausrüstung ansammelt und für die sie viel Geld ausgeben. Dabei fängt die Sache meist harmlos an: Der angehende Fotograf kauft sich einen ganz klassischen Kit aus Body und Objektiv. Typischerweise von einem der grossen Hersteller, die solche Einsteigerangebote führen.

Nun sind solche Kits zwar gut abgestimmt und definitiv dazu geeignet, in die Welt der Fotografie einzusteigen. Aber in aller Regel handelt es sich dabei um Kompromisse – zumindest aus Sicht eines in Sachen Fähigkeiten und Ambitionen allmählich höhersteigenden Fotografen.

  • Bei vielen Kit-Kameras handelt es sich um solche mit Crop-Sensor. Der ist sicherlich nicht per se „schlecht“, aber eben nicht ganz so optimal wie ein Vollformat-Sensor. Beispielsweise bedingt er, immer in Sachen Brennweite umrechnen zu müssen, selbst wenn mechanische Kompatibilität zu Vollformat-Objektiven gegeben sein mag.
  • Kit-Bodys sind in aller Regel der Consumer-Class zugehörig. Das heisst, es mangelt ihnen meist an vielen Features, die man mit wachsenden Fähigkeiten meistens haben möchte oder wenigstens gut gebrauchen kann. Beispielsweise die Abwesenheit physischer Schalter und Regler, weshalb vieles in Menüs verborgen ist.
  • Die Kit-Objektive sind zwar ebenfalls sicherlich nicht schlecht, aber meist weit davon entfernt, die „Crème de la Crème“ der Optik-Baukunst zu sein. Nicht vergessen: Bei Kits geht es meist darum, ein für Einsteiger attraktives Paket zu einem günstigen Preis zu schnüren.
Kamera Equipment kaufen
Unter echtem Kaufrausch leiden die wenigsten Fotografen. Bei den meisten ist die grosse Equipment-Menge einfach notwendig. (stock.adobe.com © Jacob Lund)

Eins führt zum Anderen

Irgendwann kommt der Moment, an dem der Kit-bewährte Anfänger befindet, er müsse seine Ausrüstung um ein Teleobjektiv ergänzen. Wurden dann mit dem langen Rohr genügend Erfahrungen gesammelt, stören sich viele am ständig nötigen Objektivwechsel. Somit ist ein zweiter Body attraktiv.

Dazu kommt die Erkenntnis, dass die Aufklappblitze auf solchen Kameras arg limitieren. Es folgt dementsprechend der Kauf eines Aufsteckblitzes – schliesslich gibt es diesbezüglich heutzutage überraschend Gutes für schmales Geld.

Natürlich bedeuten zwei Kameras dann doppelten Stromverbrauch. Also her mit zusätzlichen Akkus; und wo man dann schon dabei ist, vielleicht ein Akkugriff. Der hält gleich zwei Energiespeicher und macht Hochkant-Aufnahmen komfortabler.

Mit all diesen Sachen ist jedoch die bisherige Kameratasche völlig überfordert, deswegen ein adäquater Ersatz her. Dann meldet sich die Kreativität und befindet, ein ordentliches Stativ für Langzeitaufnahmen wäre ebenfalls eine höchst sinnvolle Ergänzung – natürlich mit Funkfernbedienung, damit garantiert nichts verwackelt.

Nach einiger Zeit, in der ein solcher Fotograf seine Ausrüstung blind beherrschen gelernt hat, kommt dann vielleicht der Moment, an dem entweder „sein“ Kamerahersteller ein neues Modell lanciert oder er für sich befindet, dass seine Wahl einer Crop-Kamera eine Sackgasse war. Also alles auf Anfang und sich nach Vollformatgeräten umgesehen – inklusive weiter Teile der bisherigen Ausrüstung, weil diese nicht mehr kompatibel ist.

Was wir hier skizzieren, ist definitiv keine Übertreibung, sondern vielmehr der typische „Werdegang“ eines Fotografen. Zumal dieses Szenario mit dem Vollformat-Kauf noch längst nicht abgeschlossen ist.

Es ist einfach so: Fotografie….

  • hat viele verschiedene Stile, die alle ein entsprechendes Equipment benötigen, um sich adäquat handhaben zu lassen. Fotografen jeder Erfahrungsstufe probieren gerne aus oder wollen sich alle Optionen offenhalten, um in andere Genres schnuppern zu können.
  • kennt eine sehr lange Lernkurve, die jedoch bei Weitem nicht von jedem Ausrüstungsgegenstand bis zum Ende mitverfolgt werden kann.
  • ist gerade in der digitalen Ausprägung von beeindruckenden und recht kurzfristigen Entwicklungsschritten gekennzeichnet.
  • hat viel nötiges und optionales Equipment, das immer einen gewissen Reiz ausübt.
  • zeichnet sich durch oftmals hohe Preise aus. Ein anständiges Objektiv vom namhaften Hersteller mit guter Blendenzahl durchbricht spielend leicht die tausend-Euro-Schallmauer. Allerdings steht hinter den Preisen steht wenigstens immer entsprechende Qualität. Mehr Geld nur für einen bekannten Namen zahlt man in der Fototechnik in aller Regel nicht – ungleich zu vielen anderen Zeitvertreiben.

Natürlich gibt es einige Fotografen, die glauben, wenn sie der Fotografie nur genügend Geld entgegenwerfen, würden ihre Fähigkeiten automatisch steigen. Für die Masse wirklich ambitionierter Künstler handelt es sich bei dieser Kaskade von Käufen jedoch nicht um blossen Kaufrausch, sondern um die Befriedigung echter fotografischer Bedürfnisse.

Sich eine Ausrüstung kaufen und mit ihr bis ans Lebensende ohne Tausch und Zukauf glücklich werden, ist für die meisten eine Illusion. Das gilt selbst dann, wenn die Basis-Ausrüstung sinnvoll zusammengestellt wird und dadurch Fehlkäufe vermieden werden. Die Ansprüche an die Technik wachsen mit den Fähigkeiten und Anforderungen, dementsprechend ist der (regelmässige) Ausrüstungskauf vielfach eine reine Notwendigkeit. Ergänzend liefert der technische Fortschritt einen dritten Anreiz in Form von neuen Möglichkeiten.

Der Knackpunkt an der Sache ist jedoch folgender: Alles, was man zum Fotografieren gebrauchen kann, findet sich ständig in brandneuer und gebrauchter Ausführung am Markt. Da jeder Fotograf bestrebt ist, sein persönliches Preis-Leistungs-Verhältnis einzuhalten, ist für die meisten beides eine brauchbare Option. Bloss sind die reinen Kosten nur einer von vielen Vor- und Nachteilen, den neue und gebrauchte Gegenstände ins Feld führen können.

Ausrüstung neu kaufen

Einfach recherchieren, dann ins Geschäft gehen oder einen Online-Handel aufsuchen und brandneu kaufen. Das ist die erste Option von zweien. Doch betrachten wir einmal, wie sich dies in der Praxis auswirkt.

Die Vorteile

Vorteile neue Kamera kaufen
Das Neueste vom Neuen, garantiert ohne Vorbesitzer. Der stärkste Vorteil des Neukaufs.
(stock.adobe.com © Andreas Koch)
  • Neu ist neu. Es gibt keine Gebrauchsspuren, keinen Verschleiss. Niemand muss sich fragen, wie wohl jemand mit der Ausrüstung bislang umgegangen ist. Bis auf unwahrscheinliche Fehler bei Herstellung und Transport, ist neue Ausrüstung deshalb immer eine Beruhigung fürs Gewissen und bei pfleglicher Behandlung gut für ein sehr langes Leben.
  • Neukauf bedeutet sehr umfassende Verbraucherrechte. Jeder gewerbliche Händler muss eine Gewährleistung auf die gekaufte Ware Ist also etwas nicht so, wie es sein soll, hat der Käufer ein Recht auf Behebung, Ersatz oder sogar Erstattung. Das ist im Obligationenrecht (OR) festgehalten – dem Fünften Teil des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs. Obendrein gibt es meist durch die Hersteller noch zusätzliche Garantien und mitunter sogar die Option, für einen Zusatzbetrag weiteren Schutz zu kaufen.
  • Neukauf bietet durch die gewerbliche Natur von Händlern oftmals sehr breit aufgestellte Optionen, sich in Sachen Herstellern und Modellen umzusehen und wenigstens im Ladengeschäft auszuprobieren. Einige Händler bieten sogar Programme, bei denen die Ausrüstung für eine gewisse Zeit testweise genutzt werden kann, bevor der Kauf endgültig abgeschlossen ist.
  • Händler bieten oft eine breite Palette an – von A wie Ausrüstung bis Z wie Zubehör. Dementsprechend gibt es die Gelegenheit, bei einem Neukauf gleich mehrere Neuerwerbe in einer Tour zu erledigen. So kann man sich beispielsweise mit zusätzlichen Kabeln für die Digitalkamera und einem neuen Kamerakoffer eindecken oder das eigene Equipment um eine Actionkamera für Aufnahmen von sportlichen Aktivitäten über und unter Wasser zu ergänzen.
  • Gerade bei brandneu lancierten Stücken ist der Neukauf sogar für einige Zeit die einzige Option, weil es eine Weile dauern kann, bis sich die ersten Käufer wieder davon trennen.

Das heisst: Neukauf ist bei ehrlicher Betrachtung nicht nur eine reine Feelgood-Option, weil man dabei garantiert der Erstbesitzer ist. Es ist oftmals aus verschiedenen Gründen eine sinnvolle Vorgehensweise, speziell in den besonders schnelllebigen Nischen der Fotografie, in der die Neuerungen oft im Takt weniger Monate veröffentlicht werden. Allerdings wollen wir diese Variante nicht nur loben. Sie hat definitiv ihre Nachteile.

Die Nachteile

Vintage Kameras
Ein oft vergessener Nachteil: manche Sachen gibt es einfach nicht mehr neu – oft seit vielen Jahren. (stock.adobe.com © alfonstr)
  • Neu ist während des Produktionszeitraumes immer die teuerste Option. Das gilt in der Fotografie ebenso wie bei allen anderen Käufen. Kein Vorbesitzer und neueste Technik haben eben buchstäblich „ihren Preis“. Bei gerade erst veröffentlichtem Equipment sind die Preise besonders hoch. Einige Monate nach der Markteinführung werden sie dagegen vielfach geringer.
  • So umfassend die Verbraucherschutzrechte sind, sie enden dort, wo das Produkt lediglich den Fotografen nicht persönlich überzeugt. Wer neu kauft und dann feststellt, dass er doch nicht so zufrieden ist, ist der Kulanz des Händlers ausgeliefert. Längst nicht alle nehmen bei Nichtgefallen die Ausrüstung wieder zurück; hierzu gibt es keine rechtliche Verpflichtung. Noch dazu gibt es keinen Anspruch auf eine Bargeldauszahlung. Oftmals gibt es stattdessen Gutscheine, womit dann die Alternative ebenfalls nur bei diesem Händler erworben werden kann.
  • Wer neu kauft, muss mit seiner Ausrüstung in gewissem Masse am Puls der Zeit bleiben. Denn sofern es sich nicht um solches Equipment handelt, das modellunabhängig genutzt werden kann (beispielsweise über standardisierte Blitzschuhe oder das Stativgewinde), gibt es für ältere Geräte oftmals kein brandneues Zubehör zu kaufen. Zumindest aber werden Käufer gezwungen, teils lange zu suchen, bis sie NOS finden – New Old Stock, also Neuware, die jedoch aus alten Lagerbeständen stammt.
  • Wenn Hersteller neue Ausrüstungsgegenstände herausbringen, dann sind diese fraglos eine Verbesserung der vorherigen Modelle. Allerdings geht der preisliche Aufschlag, den viele Hersteller und Händler gegenüber dem Vorgänger verlangen, oftmals über das hinaus, was die Verbesserung bei ehrlicher Betrachtung wert ist.

Es mag wirklich angenehm sein, der erste zu sein der, beispielsweise, die Packung eines Objektivs öffnet und diesen wunderbaren „Neu-Geruch“ wahrnimmt. Allerdings muss das eigene Konto es definitiv gestatten, sich diese Vorgehensweise leisten zu können.

Ausrüstung gebraucht kaufen

Neuware gibt es nur von den Herstellern selbst und von Händlern. Bei Gebrauchtwaren haben wir es jedoch mit einem deutlich grösseren Spektrum zu tun: Gewerbliche Händler spielen hierbei ebenso mit wie fotografierende Profis, die ihre Ausrüstung verkaufen und eine Menge Privatleute.

Die Vorteile

DSLM
Spiegellose DSLMs haben auch den Gebrauchtmarkt aufgemischt – ohne Spiegel kann hier schliesslich nichts mechanisch verschleissen. (stock.adobe.com © structuresxx)
  • Seit der Einführung der Digitalfotografie ist die Zahl an Foto-Fans sprunghaft angestiegen – einfach, weil das ganze Prozedere des Entwickelns wegefallen ist. Das heisst, der Markt ist jederzeit mit Ausrüstung in sämtlichen Ausprägungen und Anforderungsstufen gut gefüllt und es gibt viele Optionen, seine Sachen rasch zu finden. Dazu tragen nicht zuletzt verschiedenste allgemeine und spezialisierte Internetportale bei.
  • Speziell Profifotografen tendieren oft dazu, ihr Equipment relativ schnell wieder zu veräussern, weil sie ständig die grösstmögliche Leistungsfähigkeit benötigen. Deshalb gibt es hier die Chance, verhältnismässig neue Ausrüstung aus den oberen Leistungsspektren für einen teils guten Preisnachlass zu bekommen.
  • An jedem Tag gibt es Menschen, die das Fotografieren aus verschiedenen Gründen an den Nagel hängen. Daraus ergibt sich die Chance, nicht nur sehr attraktive Schnäppchen zu machen, sondern vielleicht eine ganze Ausrüstung zusammen zu erwerben.
  • Denken wir an die Fehlkäufe: Viele Menschen kaufen sich fotografische Neuware, nur um nach einiger Zeit deren doch nicht so passende Eignung festzustellen. Nimmt der Händler sie nicht mehr zurück, wird sie oft gebraucht weiterverkauft – wobei „gebraucht“ dann oft nur theoretischer Natur ist.
  • Sehr vieles in der (digitalen) Fotografie unterliegt keinem wirklich messbaren Verschleiss, sieht man von Spiegelreflexkameras und Akkus ab. Wurde die Ausrüstung pfleglich benutzt, gibt es deshalb keinen Grund zur Sorge, sie könnte durch den Zahn der Zeit oder Abnutzung verschlissen sein.
  • Bei sehr neuen gebrauchten Teilen gibt es oftmals die Option, Garantie und/oder Gewährleistung vom Vorbesitzer zu übernehmen.
  • Insbesondere auf klassisches Equipment bezogen, finden sich hier oft Liebhaberschätzchen, die anderswo weder für Geld noch gute Worte zu bekommen sind.
  • Es gibt (neben Fahrzeugen) kaum ein Feld, in dem sich so viele gewerbliche Händler finden, die mit gebrauchter Ware handeln. Oftmals sind es sogar dieselben, die auch neues Foto-Equipment verkaufen. Dementsprechend prüfen solche Profis natürlich sehr genau, was sie ankaufen, und setzen es gegebenenfalls sogar instand. Auf diese Weise ist der Gebrauchtkauf kaum weniger riskant als der Neukauf.

Nicht zuletzt muss natürlich ein wichtiger Faktor bedacht sein: Beim Kauf von Neuwaren im Geschäft ist das Feilschen oft nur eine Theorie. Viele Kunden trauen sich nicht oder sind sich dessen gar nicht bewusst. Dabei ist es mit ein paar einfachen Kniffen möglich, den Preis zu drücken.

Ausserdem gibt es so manche Menschen, die ihr Foto-Equipment unter Wert verkaufen. Oftmals, weil sie schlicht nicht wissen, was sie realistisch dafür verlangen könnten. Nirgendwo ist es deshalb so gut möglich, noch einen echten „Schnapper“ zu machen.

Die Nachteile

Kamera fällt herunter
Manche Schäden lassen sich nur aufwendig herausfinden. Speziell Privat-Gebrauchtkauf hat deshalb immer ein gewisses Risiko. (stock.adobe.com © andov)
  • Ganz konkret auf Spiegelreflextechnik bezogen, haben damit ausgerüstete Bodys ein echtes Verfallsdatum, das sich an den Auslösevorgängen orientiert. Je nach Einstufung des Geräts, sprechen wir vom mittleren fünf- bis unteren sechsstelligen Bereich zwischen zirka 25‘000 bis 50‘000 und 150‘000 bis 250‘000 Auslösungen. Danach leiert die Spiegelmechanik aus, wird unpräzise und benötigt mindestens eine fachmännische Justierung. Bei digitalen Kameras lässt sich der Wert meistens auslesen, bei analogen Kameras dagegen nicht. Zumal gerade Profis im „Dauerfeuer-Modus“ derartige Werte selbst bei recht neuen Kameras problemlos binnen kurzer Zeit erreichen. Denken wir an einen Pressefotografen. Von einem Termin bringt er leicht tausend Aufnahmen mit.
  • Jeder Verkäufer kann eine pflegliche Benutzung beteuern. Ob er seine Stücke jedoch wirklich so behandelt hat, kann man nie wirklich wissen. Viele Schäden lassen sich zwar feststellen, aber es bleibt ein kleiner Unsicherheitsfaktor.
  • Bei Privatverkäufen gibt es keine Gewährleistung. Das gilt selbst dann, wenn ein Profifotograf sein Equipment verkauft; er ist ja schliesslich kein gewerblicher Händler.
  • Zwischen der Theorie günstiger Gebrauchtpreise und der fotografischen Realität klaffen oft Welten. Gerade weil vieles keinem nennenswerten Verschleiss unterliegt, gibt es hier eine oft überraschend grosse Preisstabilität. Tatsächlich kann es (gerade bei Objektiven) oft nur einen verhältnismässig geringen Preisunterschied zwischen einem mehrere Jahre alten Exemplar und dem gleichen Modell in brandneuem Zustand geben. Manche herausragenden Stücke steigern sogar noch ihren Wert – insbesondere nach Produktionseinstellung.
  • Wer gebrauchtes Foto-Equipment bei professionellen Händlern kauft, der zahlt meistens mehr als bei Privatleuten. Denn natürlich wollen die Händler einen Gewinn machen. Ausserdem wissen sie im Gegensatz zu manchen Privatiers sehr genau, was sie verlangen können.

Der Gebrauchtkauf ist also immer eine zweiseitige Medaille, bei der oftmals nicht einmal die Sache mit dem günstigeren Preis so richtig zum Tragen kommt. Das leitet dann über zu unserem finalen Kapitel.

Tipps für den Kauf

Neues Objektiv auspacken Frau
Moderne, hochwertige Objektive haben praktisch keine Alterungserscheinungen. Sie eignen sich deshalb vornehmlich für den Gebrauchtkauf. (stock.adobe.com © yamasan)

Eine pauschale Aussage im Sinne einer konkreten Empfehlung für oder gegen den Neu- beziehungsweise Gebrauchtkauf ist unmöglich zu treffen. Jeder Fotograf hat andere Erwartungen und ein anderes Budget.

Was wir aber tun können, ist, eine ganze Reihe von Tipps für den Kauf insgesamt zu geben.

  • Grundsätzlich weder das eine noch das andere von vornherein ausschliessen, sofern es sich um nach wie vor produzierte Ausrüstung handelt.
  • Der Kamera-Body ist wichtig, aber er ist bei Weitem nicht so wichtig, wie vor allem viele Anfänger annehmen. Gerade heute haben wir längst ein Level von Lichtempfindlichkeit und Auflösung erreicht, an dem einige Jahre alte Modelle wirklich keinen gigantischen Nachteil mehr bedeuten.
  • Insbesondere vor dem Kauf fundamentaler Bestandteile (Body und Objektive) sollte die Frage stehen, was man überhaupt möchte. Sicherlich ist es sinnvoll, von Anfang an auf Vollformat zu setzen, ein Muss ist das jedoch nicht. Vielmehr sollten die eigenen Ansprüche die Kaufumstände diktieren.
  • Keine Entscheidung ohne Recherche. Das heisst, Neu- und Gebrauchtpreise vergleichen, mit anderen Besitzern sprechen und eruieren, was hier im besten Sinn „preiswerter“ ist.
  • Keine Panikkäufe. Insbesondere moderne Ausrüstung wird andauernd verkauft, es gibt also keinen Grund, bei „diesem einen Stück“ kopflos zuzuschlagen, weil man Angst hat, es wäre das einzige seiner Art.
  • Immer etwas Geduld bei neuen Veröffentlichungen. Clevere warten einige Monate, bis die Preise sinken und etwaige Modellkrankheiten ans Licht gekommen sind.
  • Neukäufe immer nur bei seriösen Händlern mit guter Reputation. Gerade ab dem Leistungsmittelfeld bieten typische Elektronik-Discounter weder genügend Beratung noch Auswahl.
  • Ein hochwertiger Body mit mittelmässigen Objektiven ist immer schlechter als ein mittelmässiger Body mit hochwertigen Objektiven. Lieber beim Body zurückhalten und dafür bei den Linsen etwas mehr ausgeben.
  • Grundsätzlich die Kamera zum Objektivkauf mitnehmen und die Kombination vor Ort ausgiebig testen, am besten mit Hilfe von Test-Prozeduren, etwa speziellen Testkarten. Bei wirklich alten Objektiven zudem genau auf Pilzbefall und sich lösenden Linsenkleber achten – einfarbig helle Oberfläche fotografieren und genau das Bild betrachten.

Zudem gilt ganz grundsätzlich: Keine Angst. Die allermeisten Foto-Ausrüstungsgegenstände werden pfleglich behandelt. Wurden sie es nicht, lässt sich dies mit etwas Recherche selbst von Laien herausfinden. Es gibt deshalb keinen Grund, dem Neukauf mehr oder dem Gebrauchtkauf weniger zu vertrauen. Ein cleverer Fotograf hält sich immer alle Optionen offen und kauft dort neu oder gebraucht, wo es für seine Ansprüche am besten erscheint.

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6 Kamera Objektive erklärt | Welches macht als nächstes Sinn? https://www.pixolum.com/blog/fotografie/kamera-objektive https://www.pixolum.com/blog/fotografie/kamera-objektive#respond Fri, 08 Apr 2022 14:05:09 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=12657 Es gibt so viele verschiedene Kamera Objektive, dass sogar Profifotografen sie oft nicht alle kennen. Ein guter Überblick lohnt sich aber, da du mit verschiedenen Objektivtypen ganz neue Möglichkeiten entdecken kannst. In diesem Artikel stelle ich dir alle Objektiv-Typen vor – inklusive ihrem Einsatzzweck.

kamera objektiv objektive
Die große Vielfalt der Kamera Objektive kann eine Entscheidung schwer machen.

Kamera Objektiv Typen im Überblick

Bevor ich dir die Details der verschiedenen Kamera Objektive genauer erkläre und wir überlegen, welches für dich das geeignete ist, schau dir einmal die folgende Übersicht an. Damit du diese verstehst, solltest du bereits wissen, was die Brennweite und Tiefenschärfe ist.

In dieser Tabelle siehst du, dass die Brennweite über den Objektivtyp entscheidet. Und je nach Brennweite ergibt sich dann auch das optimale Einsatzgebiet.

Brennweite Objektiv Typ Einsatzbereich
8-24 mm Fisheye / Fischauge (Ultra-Weitwinkel) Panorama-Aufnahmen, Stadtansichten, Landschaften, Architektur, abstrakte Fotos
24-35 mm Weitwinkelobjektiv Innenaufnahmen, Landschaften, Architektur, Waldaufnahmen
35, 50, 85, 135 mm Standard-Festbrennweiten
50 mm = Normal-Objektiv
Portraits, Hochzeiten, Street- und Dokumentarfotografie
55-200 mm Zoomobjektiv Portraits, Hochzeiten, Wildlife-Fotografie
50-200 mm Makroobjektiv Ultra-Detailfotografie (Schmuck, Natur…)
100-600 mm Teleobjektiv Sport-, Wildlife-, Astrofotografie

Welches Kamera Objektiv solltest du als Nächstes kaufen?

Einerseits mag es merkwürdig erscheinen, dass so viele (Hobby-)Fotografen trotz der großen Menge an passenden Objektiven nur das kameraeigene Kit-Objektiv verwenden. Es ist allerdings verständlich, wenn man bedenkt, wie verwirrend und überfordernd der Auswahlprozess eines Kamera Objektivs sein kann. Ich möchte dir mit diesem Artikel helfen, den Schritt über das Kit-Objektiv hinaus zu tun – es lohnt sich!

Das Kamera Objektiv ist unbestritten der wichtigste Teil deines Setups und kann deine Bilder – zum Guten oder zum Schlechten – enorm beeinflussen. Das Objektiv entscheidet, in welcher Form deine Aufnahme auf den Kamerasensor trifft und welche Fotos am Ende verwertbar sind. Die meisten Fotografen sind sich einig:

Lieber eine mittelmäßige Kamera mit einem hochwertigen Objektiv, als eine Profikamera mit einem schlechten Objektiv!

Allerdings ist nicht nur die Qualität des Materials und die Konstruktion entscheidend. Auch die verschiedenen Eigenschaften der unterschiedlichen Objektiv Typen nehmen großen Einfluss auf deine fotografischen Werke. Deshalb ist es unbedingt wichtig zu wissen, zu welchen Gelegenheiten du welches Objektiv einsetzen solltest.

Entdecke neue kreative Möglichkeiten

Wenn du das gelernt hast, wird dir sicher einiges klarer sein: Statt einem merkwürdigen Glasobjekt mit unverständlichen Zahlen und Abkürzungen wirst du ein kreatives Werkzeug sehen, das dir größere Freiheiten verschafft. Du wirst verstehen, warum ein Objektiv mehr kosten kann als ein Auto, aber auch viel günstigere und trotzdem hochwertige Alternativen kennenlernen.

Wenn du bis jetzt nur mit dem mitgelieferten Kit-Objektiv deiner Kamera gearbeitet hast, beschaffe dir – sobald du das nötige Budget zur Verfügung hast – unbedingt eine schnelle Standard-Festbrennweite oder ein Telezoomobjektiv. Wenn du dir aber etwas genauere Gedanken über deine Ausrüstung machen möchtest, befasse dich erst einmal mit dem Charakter deiner Bilder. So kannst du herausfinden, wie verschiedene Objektive deine Fotos beeinflussen und wie sie deine Fähigkeiten in der Zukunft verbessern können.

Die Beschriftungen am Kamera Objektiv

kamera objektiv beschriftung
Auf einem Kamera Objektiv finden sich jede Menge kryptischer Angaben… (@Markus Spiske, Pexels)

Der erste Blick auf ein Kamera Objektiv kann ziemlich verwirrend sein. Die Beschriftung, bestehend aus Buchstaben und Zahlen, ist oft so lang wie ein ganzer Satz. Sie beinhaltet alle möglichen Informationen über technische Daten und Konstruktion des Objektivs. Die wichtigsten Parameter sind dabei die Brennweite, die maximale Blende, das Objektivbajonett und das Format.

#1 Brennweite

Die Brennweite, angegeben in mm, beschreibt den Zoomabstand und damit den Bildausschnitt. Je höher die Zahl, desto größer ist die Zoomwirkung. Eine geringe Brennweite ergibt also ein größeres Blickfeld. Zur Orientierung: Eine Brennweite von 30-50 mm auf einer Vollformat-Kamera entspricht in etwa dem Blickfeld des menschlichen Auges. Eine geringere Brennweite erweitert die Szene, während sich eine höhere auf einen kleineren Bereich konzentriert.

Wenn auf einem Objektiv nicht nur ein Wert, sondern ein Bereich der Brennweite angegeben ist (z.B. 24-80 mm), handelt es sich um ein Zoomobjektiv. Das bedeutet, dass die Brennweite des Objektivs individuell veränderbar ist – Zoom. Gibt es jedoch nur eine Zahl (z.B. 50 mm), spricht man von einer Festbrennweite. Bei der Arbeit mit einem solchen Objektiv übernimmst du die Zoom-Funktion quasi mit deinem eigenen Körper, indem du deinen Abstand zum Objekt nach Bedarf veränderst. Im Allgemeinen gelten Festbrennweiten als qualitativ hochwertiger, da bei der Herstellung einer Zoomkonstruktion meist Kompromisse gemacht werden müssen. Trotzdem gibt es auch einige Zoomobjektive, die einige Festbrennweiten in ihrer Qualität übertreffen.

Umrechnen der Brennweite

Ein wichtiger Aspekt der Brennweite ist ihre unterschiedliche Wirkungsweise im Verhältnis zum Format, d.h. der Sensorgröße der Kamera. In diesem Artikel gehen wir generell von einer Sensorgröße von 35 mm aus – wenn deine Kamera einen kleineren Sensor besitzt, musst du die Werte also entsprechend umrechnen.

Eine Vollformatkamera erfordert keine Umrechnung, hier erhältst du das zu erwartende Blickfeld. Wenn deine Kamera allerdings einen APS-C Sensor besitzt (wie z.B Nikon DX DSLRs, Sony NEX u.a.), musst du von einem Crop Faktor von 1.5 ausgehen. Das heißt also: Um die Brennweite des Objektivs auf einen 35 mm Sensor umzurechnen, musst du den Wert mit 1.5 multiplizieren. Einige Kameras haben allerdings etwas abweichende Crop Faktoren:

  • Canon APS-C: 1.6
  • Micro Four Thirds: 2.0
  • Nikon 1 Serie: 2.7

Folgende Brennweite würde also tatsächlich herauskommen, wenn du ein 35 mm Objektiv mit diesen Kameramodellen verwendest:

  • APS-C (z.B. Canon 70D): 35 x 1.6 = 56 mm
  • Micro Four Thirds (z.B. Olympus OM-D E-M1): 70 mm
  • Nikon 1: 95 mm

#2 Maximale Blende

Die maximale Blende gibt an, wie viel Licht bei der weitesten Einstellung in das Objektiv einfallen kann. Je größer die maximale Blende, desto mehr Licht kann ins Objektiv gelangen. Die Bezeichnung der maximalen Blende kann etwas verwirrend sein. So muss man zunächst wissen, dass der Wert niedriger wird, je größer die maximale Blende ist:

Blendenspektrum
Die Blendenreihe.

Außerdem gibt es mehrere Möglichkeiten, sie zu beschreiben:

  • f/2.8
  • F2.8
  • 1:2.8

Diese drei Varianten beschreiben dieselbe maximale Blende. Objektive mit einer größeren maximalen Blende (also mit niedrigerem Wert) eignen sich auch für Aufnahmen bei schwächerem Licht, ohne dass du den Blitz verwenden musst. Außerdem verleihen sie deinen Bildern eine ästhetisch geringe Tiefenschärfe.

Einige Zoomobjektive lassen sich nicht nur in ihrer Brennweite, sondern auch in ihrer maximalen Blende verändern. Die beiden Werte sind dabei voneinander abhängig: Ein 18-200 mm f/3.5-5.6 Zoomobjektiv hätte beispielsweise bei 18mm eine maximale Blende von f/3.5. Bei 200 mm allerdings würde der Wert f/5.6 betragen.

#3 Objektivbajonett

Achte beim Kauf eines Objektivs unbedingt darauf, dass es sich korrekt auf deine Kamera montieren lässt! Diese Verbindungsstelle nennt sich Objektivbajonett bzw. Mount (engl.). Die meisten Hersteller entwickeln ihre Objektive so, dass sie nur auf markeneigene Kameras passen, manchmal sogar nur auf Modelle der entsprechenden Serie. Eine Ausnahme dazu bilden die Micro Four Thirds Objektive (MFT-Objektiv), die sowohl mit Olympus- als auch mit Panasonic-Kameras kombiniert werden können. Außerdem stellen einige weniger prominente Marken Objektive her, die auf Kameras verschiedener Hersteller passen.

Bevor du dich für ein neues Objektiv entscheidest, finde also heraus, über welches Objektivbajonett deine Kamera verfügt.

Objektivbajonette für DSLRs

  • Nikon F-Mount
  • Canon EF
  • Canon EF-S
  • Pentax K
  • Sony Alpha (A)

Objektivbajonette für spiegellose Kameras

  • Canon EF-M
  • Fujifilm XF
  • Nikon 1
  • Sony E
  • Samsung NX
  • Pentax Q

#4 Format

Wie schon erwähnt, unterscheiden sich Kameras in der Größe ihrer Sensoren (alle Sensorgrössen findest du hier im Überblick). Hier aber schon einmal ein Einblick:

sensorgrösse verschiedene sensorgrössen
Sensorgrössen spielen bei der Objektivwahl auch eine Rolle.

Achte deshalb darauf, dass das vom Objektiv erzeugte Bild groß genug ist, um den Sensor auszufüllen. Auch wenn Kamera und Objektiv vom selben Kamera-Hersteller sind, heißt das nicht, dass sie automatisch zusammenpassen.

Ein Beispiel: Nikon DSLRs gibt es sowohl mit Vollformat- als auch mit APS-C Sensoren. Auf beide lassen sich F-Mount Objektive montieren. DX Objektive jedoch produzieren etwas kleinere Bilder, die zwar für eine APS-C, nicht aber für eine Vollformat-Kamera ausreichen. FX Objektive eignen sich wegen des größeren Bildformats sowohl für Vollformat- als auch für APS-C und sogar Nikon 1 Kameras. Der Grund, warum dennoch Objektive speziell für kleinere Sensoren produziert werden, ist ganz einfach: Sie sind kleiner, leichter und damit auch handlicher.

#5 Größe und Gewicht

Natürlich sind Qualität und Verwendungszweck die wichtigsten Argumente für den Kauf eines Objektivs. Dennoch können auch praktische Gesichtspunkte wie Größe und Gewicht eine Rolle bei der Entscheidungsfindung spielen. Dabei ist der ausschlaggebende Faktor die Brennweite: Je länger diese ist, desto größer und schwerer ist meist das Objektiv. Auch die Blende spielt eine – wenn auch geringere – Rolle, da die Konstruktion mit zunehmender Größe des Maximalwertes komplizierter und damit auch schwerer wird. Außerdem gilt: Je mehr zusätzliche Funktionen (z.B. geräuschlose Fokussierung, interne Fokussierung…), desto schwerer wird das Objektiv.

Praktisch aber teuer: Leichte Objektive

Wenn du ohne Stativ arbeitest, ist ein leichteres Objektiv natürlich praktischer. Mit ihm kannst du dich freier bewegen und deine Arme werden nicht so schnell müde. Manchmal sind schwerere Objektive jedoch künstlerisch notwendig. In diesem Fall kann dir ein Stativ weiterhelfen, es schränkt allerdings deine Bewegungsfreiheit ein.

Auch wenn du auf Reisen bist, können Größe und Gewicht deiner Objektive einen großen Unterschied machen. Aus diesem Grund haben einige Hersteller extra-leichte Versionen größerer Objektive entwickelt, die allerdings etwas kostspieliger sind.

Die 5 wichtigsten Kamera Objektiv Typen

Lass uns nun versuchen, etwas Ordnung in die riesige Auswahl der Kamera Objektive zu bringen. Sie werden meist nach ihrer Brennweite, oder in einigen Fällen auch nach ihrer spezifischen Funktion in Kategorien unterteilt. Im Folgenden möchte ich dir die gebräuchlichsten Objektive, ihre Eigenschaften und ihre Verwendung vorstellen.

Festbrennweiten

kamera objektiv street fotografie
Zum Beispiel in der Street Fotografie finden Standard-Festbrennweiten häufig Anwendung. (@Lisa Fotios, Pexels)

Wie du bereits weißt sind Festbrennweiten Objektive mit einer festgelegten Brennweite. Das bedeutet: Eine 35 mm Festbrennweite ergibt immer eine Perspektive von 35 mm, ermöglicht also keine Zoomfunktion. Das bedeutet, dass du deinen eigenen Abstand zum Objekt verändern musst, um den Bildausschnitt und die Größe des Motivs zu beeinflussen.

Einsatzgebiete

Festbrennweiten werden in allen Bereichen der Fotografie eingesetzt, besonders gerne in folgenden Genres:

Übliche Brennweiten

  • 24 mm
  • 35 mm
  • 50 mm
  • 85 mm
  • 135 mm
  • 200 mm

Vorteile und Nachteile

Positiv
  • Schärfere Bilder als Zoomobjektive
  • Geringeres Gewicht
  • Geeignet für schwächeres Licht
  • Anwendbar in verschiedensten Bereichen
Negativ
  • Keine Zoomfunktion
  • Oft werden mehrere Objektive benötigt

Zoomobjektive

kamera objektiv hochzeit
In der Hochzeitsfotografie ist ein Zoomobjektiv der perfekte Begleiter.

Der größte Vorteil der Zoomobjektive ist ihre Flexibilität. Sie lassen dich deinen Blickwinkel verändern, ohne dass du dich dabei selbst bewegen musst und fokussieren mithilfe einer einzigen Einstellung auf mehrere Brennweiten. Eins der beliebtesten Zoomobjektive ist das Canon 70-200 mm, das jede Brennweite in diesem großen Bereich ermöglicht. Ein Bonus ist außerdem, dass der Fokus (im Autofokus-Modus) beibehalten werden kann, während du zoomst. Das bedeutet, dass du schneller reagieren kannst und so nie eine tolle Aufnahme verpasst!

Einsatzgebiete

Auch Zoomobjektive werden in vielen Bereichen der Fotografie gerne eingesetzt. Hier einige Beispiele:

  • Hochzeitsfotografie
  • Portraits
  • Natur- und Wildlife-Fotografie

Übliche Brennweiten

  • 17-40 mm
  • 24-105 mm
  • 70-200 mm

Vorteile und Nachteile

Positiv
  • Zoomfunktion dank mehrerer Brennweiten
  • Keine Positionsänderung notwendig
  • Sehr vorteilhaft für Hochzeiten, Portraits und Wildlife
Negativ
  • Schwer
  • Geringere Schärfe im Vergleich zur Festbrennweite
  • Meist weitere Blende (nicht unter f/2.8), deshalb kein Bokeh-Effekt

Weitwinkelobjektive

kamera objektiv weitwinkel
Ein Weitwinkelobjektiv dient vor allem zum Erfassen von weiten Landschaften.

Wie der Name schon sagt, ermöglichen Weitwinkelobjektive eine breitere Perspektive, d.h. einen größeren Bildausschnitt. Vor allem in der Landschaftsfotografie werden sie deshalb sehr gerne verwendet, um möglichst viel von der Szenerie einfangen zu können. Es gilt: Je kürzer die Brennweite, desto weiter der Blickwinkel. Ein Problem der Weitwinkelobjektive ist allerdings die relativ starke Verzerrung (vor allem von Gesichtern). Sie kann jedoch bis zu einem gewissen Grad bei der Nachbearbeitung behoben werden. Weitwinkelobjektive sind vielseitig einsetzbar und meist relativ erschwinglich.

Einsatzgebiete

Hier nur einige Einsatzmöglichkeiten der vielseitigen Weitwinkelobjektive:

  • Landschaftsfotografie
  • Street-Fotografie
  • Reisefotografie
  • Architektur- und Immobilienfotografie

Übliche Brennweiten

  • 14 mm
  • 20 mm
  • 21 mm
  • 24 mm
  • 28 mm
  • 35 mm

Vorteile und Nachteile

Positiv
  • Geringes Gewicht
  • Super zum Mitnehmen auf Wanderungen etc.
  • Geeignet für weite Landschaften und Panoramen
  • Bessere Tiefenschärfe, daher besserer Fokus
Negativ
  • Geringe Tiefenschärfe nicht gut möglich, daher kein Bokeh-Effekt oder ästhetische Unschärfe
  • Unter Umständen stark verzerrte Bilder

Teleobjektive

Der „Special Effect“ der Teleobjektive ist ihre Fähigkeit, Objekte aus weiter Entfernung einzufangen. Teleobjektive gibt es sowohl mit fester Brennweite als auch als Zoomobjektive. Sie eignen sich besonders für Natur- und Wildlife-Fotografie – stell dir einmal vor, du willst einen hungrigen Löwen fotografieren, dabei allerdings nicht unbedingt direkt vor seiner Nasenspitze Platz nehmen… Aber auch in anderen Gebieten werden die Teleobjektive gerne verwendet.

Einsatzgebiete

Übliche Brennweiten

  • 70-300 mm
  • 100-400 mm
  • 300 mm
  • 400 mm
  • 600 mm

Vorteile und Nachteile

Positiv
  • Toll geeignet für Wildlife-, Sport- und Astrofotografie
  • Keine Positionsänderung notwendig
  • Geringe Tiefenschärfe, also ästhetisch verschwommener Hintergrund
Negativ
  • Meist schwer
  • Stativ wird benötigt, da bei grosser Brennweite Verwackelungen auftreten
  • In Kombination mit tiefen Blendenwerten sehr teuer

Fisheye-Objektive

kamera objektiv fisheye
Das Fisheye-Objektiv verleiht deinen Bildern eine ganz einzigartige Wirkung.

Fisheye-Objektive fallen in die Kategorie der Ultra-Weitwinkelobjektive. Sie ergeben eine sehr spezielle Optik und werden deshalb vor allem in der abstrakten Fotografie eingesetzt. Sie erfassen einen sehr großen Bildausschnitt, der jedoch vor allem an den Rändern extrem verzerrt wird. Die Verzerrung wird durch eine spezielle Konstruktion noch absichtlich verstärkt, was zu der einzigartigen Bildwirkung beiträgt. Fisheye-Objektive ähneln in ihrer Optik tatsächlich einem Fischauge und ergeben einen Panorama-Blick von 100-180 Grad.

Hast du’s gewusst?

Fisheye-Objektive werden auch häufig als Überwachungskameras eingesetzt, da sie den größtmöglichen Bereich erfassen!

Einsatzgebiete

  • Abstrakte Fotografie
  • Landschaftsfotografie (mit speziellem Effekt)

Übliche Brennweiten

  • Alle Bereiche zwischen 8 und 24 mm

Vorteile und Nachteile

Positiv
  • Ultra-großes Blickfeld, Panorama-Wirkung
  • Sehr gut für enge Räume oder Landschaften geeignet
  • Das perfekte Objektiv für abstrakte Fotografie
Negativ
  • Sehr speziell, nicht für Portraits geeignet
  • Extreme Verzerrung

Makroobjektive

kamera objektiv makro
Vor allem in der Natur findest du tolle Motive für Makroaufnahmen. (@Pixabay, Pexels)

Genau gegenteilig zu den (Ultra-)Weitwinkelobjektiven sind Makroobjektive für extreme Nahaufnahmen konzipiert. Sie erfassen Details wie feine Insekten-Härchen, Wassertröpfchen auf Pflanzen oder auch Nahaufnahmen von Diamantringen. Ihr spezieller Zweck ist dabei die größengetreue Abbildung (1:1) deines Objekts. Mit einem anderen Objektiv kannst du auf so geringe Entfernung einfach keinen vergleichbaren Fokus erreichen.

Einsatzgebiete

  • Naturfotografie
  • Portraits
  • Hochzeitsfotografie

Übliche Brennweiten

  • Eine große Auswahl von Festbrennweiten zwischen 50 und 200 mm

Vorteile und Nachteile

Positiv
  • Ermöglichen extreme Detailaufnahmen (Natur, Hochzeit, Schneeflocken etc.)
  • Vergrößern das Objekt bis zu 5x
  • Sehr hohe Bildqualität
Negativ
  • Eingeschränkte Verwendung, da sehr speziell (nicht unbedingt geeignet für allgemeine Fotografie)
  • Tendenziell eher teuer
  • Möglicherweise Probleme mit der Fokussierung (langsamer Fokus, längere Verschlussgeschwindigkeit)

Fazit: Kamera Objektiv Typen

kamera objektiv auswahl
Vielleicht bist du inzwischen schon etwas schlauer, was die Auswahl der Kamera Objektive angeht.

Hier also noch einmal in Kürze zusammengefasst, was du vor dem Kauf eines neuen Kamera Objektivs beachten solltest:

  1. Brennweite
  2. Maximale Blende
  3. Objektivbajonett
  4. Format
  5. Größe und Gewicht

Zwischen folgenden Kategorien kannst du dabei wählen:

  • Standard-Festbrennweite
  • Zoomobjektiv
  • Weitwinkelobjektiv
  • Teleobjektiv
  • Fisheye-Objektiv
  • Makroobjektiv

Wenn du dir trotzdem noch nicht sicher bist, kannst du die meisten Objektive auch ganz einfach mieten und ausprobieren. Es gibt unter Fotografen geteilte Meinungen über die verschiedenen Objektive, je nach Betätigungsfeld und individuellen Bedürfnissen. Dein ganz persönlich perfektes Objektiv findest du am besten, indem du dir Zeit lässt und mehreres ausprobierst. Versuche, diesen Prozess zu genießen und wähle dann, was am besten zu dir und deiner Persönlichkeit passt! Waren diese Tipps hilfreich und konntest du vielleicht sogar schon ein neues Objektiv wählen? Lass es uns doch in den Kommentaren wissen!

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7 Fotografie Projekte für mehr kreative Energie https://www.pixolum.com/blog/fotografie/kreative-foto-projekte https://www.pixolum.com/blog/fotografie/kreative-foto-projekte#respond Sun, 20 Feb 2022 12:50:45 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=12880 Irgendwann gehen einem die Fotografie Projekte und Ideen aus! Kein Wunder: Nach dem 1000sten Foto deines Apfelbaums, Hundes, Kindes oder ist dir sicher auch schon einmal langweilig geworden. Wir sind zwar von unendlich vielen Lebewesen, Gegenständen und anderen potenziellen Motiven umgeben – diese Flut der Möglichkeiten macht es aber oft schwer, neue Inspiration zu finden. Um dir damit weiterzuhelfen, habe ich eine Liste von kreativen und einzigartigen Fotografie Projekten zusammen gestellt. Lies selbst!

kreative fotografie projekte
Ein Fotoprojekt kann dir helfen, neue Inspiration und kreative Energie zu gewinnen.

#1 101 Fremde

fotografie projekte fremde
Es kann sehr reizvoll und besonders sein, eine fremde Person zu fotografieren.

Viele Fotografen sind schüchtern und verstecken sich deshalb gerne hinter ihrer Kamera. Es lohnt sich aber sehr, für spannende Fotografie Projekte aus der Komfortzone herauszutreten. So auch für dieses Projekt: Hier brauchst du definitiv eine gewisse Portion Mut, wirst aber garantiert mit tollen Ergebnissen belohnt!

So geht’s

Die Idee ist die folgende: Du trittst an eine Person heran, die du überhaupt nicht kennst und fragst, ob du sie fotografieren darfst. Wenn sie einverstanden ist, unterhaltet ihr euch kurz, damit du eine gewisse Vorstellung von ihrem Hintergrund bekommst. Wenn ein gutes Portrait entstanden ist, kannst du es, zusammen mit ein paar Informationen über die Person, in die „101 Strangers“ Gruppe auf Flickr oder Instagram mit dem Hashtag hochladen. Das wiederholst du dann 99-mal mit immer unterschiedlichen Menschen.

Auf diese Weise erhältst du nicht nur 101 neue, spannende und ganz unterschiedliche Motive, sondern kannst Menschen eine Freude machen und vielleicht sogar den ein oder anderen wertvollen Kontakt knüpfen. Natürlich musst du die Fotos nicht hochladen und kannst stattdessen dein eigenes privates Fotoprojekt durchführen. Es kann allerdings auch schön und inspirierend sein, Rückmeldungen von der Gruppe zu erhalten und die Werke deiner Kollegen zu sehen. Hier findest du einen Erfahrungsbericht zum „101 Strangers“-Projekt.

#2 365 Tage

Dieses Projekt ist sicher das bekannteste und beliebteste auf der Liste. Vielleicht hast du ja selbst schon einmal davon gehört. Das 365 Tage Projekt gibt es in einer Vielzahl von Variationen. Die häufigste: 365 Tage Selbstportraits. Dabei ist die einzige Regel, dass du selbst den Auslöser betätigen musst (Selfie oder Fernauslöser) und zumindest ein Teil von dir auf dem Foto zu sehen sein muss. Das klingt zunächst ziemlich einfach und auch spannend – wie verändert sich zum Beispiel dein Gesicht innerhalb eines Jahres? Wie spiegeln sich Jahreszeiten, Launen, Schlaf oder persönliche Veränderungen in deinen Zügen wider?

fotografie Projekte 365
Ein Jahr in Selbstportraits – das 365 Tage Projekt ist nicht nur fotografisch interessant!

365 Tage das Gleiche – und trotzdem kreativ

Ich kann dir allerdings versprechen, dass dir ein einfaches Selfie nach einiger Zeit langweilig werden wird… Und genau so setzt du die neue kreative Energie frei, die du mithilfe von Fotografie Projekten finden willst! Vielleicht wickelst du dich bald in Weihnachtsdeko ein, springst in Blätterhaufen herum oder klebst dir den Mund zu. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt! Auf Flickr findest du viele „365 Days“ Gruppen für noch mehr Inspiration.

Wenn du keine Lust hast, dich jeden Tag der Kamera zu stellen, kannst du das Projekt natürlich abändern. Du kannst nur ein Foto die Woche aufnehmen und so ein 52 Wochen Projekt daraus machen. Oder aber du suchst dir ein anderes Motiv – zum Beispiel ein bestimmtes wie deine Familie oder dein Haustier. Alternativ kannst du dir auch einfach nur vornehmen, jeden Tag ein Foto zu machen und das Motiv dabei offenlassen. Hier erfährst du noch mehr über das beliebte 365-Tage-Format.

#3 52 Fotospaziergänge

fotografie projekte fotospaziergang
Ein Ortswechsel kann deiner Kreativität Flügel verleihen!

Meist versteht man unter einem Fotospaziergang eine Gruppe von Leuten, die gemeinsam herumlaufen und bestimmte Motive aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln aufnehmen. Ich verwende den Begriff hier etwas allgemeiner.

Mein Tipp ist: Schnapp dir einmal die Woche deine Kamera und fotografiere draußen. Wenn du das ein Jahr lang tust, hast du bereits ein Album von 52 Fotospaziergängen. Als ich mir die Aufnahmen des ersten Jahres mit meiner DSLR durchgeschaut habe, musste ich feststellen, dass 90 % davon innerhalb oder in der Nähe meines Zuhauses entstanden sind. Also habe ich angefangen, einmal die Woche Ausflüge mit meiner Kamera zu unternehmen. Mögliche Ziele: Parks, andere Stadtteile, Städtchen in der Nähe, lost Places

ACHTUNG

Verlassene Gebäude bieten oft eine tolle Kulisse. Prüfe aber vorher, ob das Betreten erlaubt und sicher ist.

Vorteile von Fotospaziergängen

Abgesehen von einer viel größeren Vielfalt meiner Bilder habe ich folgende Vorteile festgestellt:

  • Ich habe viele neue Orte entdeckt, von denen ich früher nicht einmal wusste, dass es sie gibt.
  • Ich habe gelernt, bekannte Orte aus ganz neuen und unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und aufzunehmen.

Es lohnt sich auch, Orte mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten zu besuchen. Licht- und Wetterverhältnisse oder An- bzw. Abwesenheit von Besuchern können einen riesigen Unterschied machen. Falls du es tatsächlich schaffst, jede Woche in einem Jahr ein tolles Foto zu machen, dann lass dir doch dazu einen Bildband oder Kalender als Erinnerung drucken.

#4 A-Z

Auch das A-Z Fotoprojekt kann in verschiedenen Varianten durchgeführt werden. Du kannst dir zum Beispiel einen bestimmten Ort aussuchen und dort ein Objekt für jeden Buchstaben des Alphabets fotografieren. Einige werden ganz einfach, andere etwas schwieriger sein. Fällt dir zum Beispiel etwas für Q oder X ein? Natürlich müssen es nicht unbedingt Substantive sein. Wie wäre es mit einer quakenden Ente oder einem x-beinigen Mops? Du merkst schon, hier ist wirklich Kreativität gefragt…

Tipp

Das Ganze funktioniert natürlich auch mit Zahlen. Ein Gänseblümchen, zwei Tauben, ein dreiblättriges Kleeblatt…

Eine andere Möglichkeit ist es, Objekte zu finden, die aussehen wie die Buchstaben des Alphabets (auch hierfür gilt die Zahlen-Alternative). Schau dir einmal dieses Bild an:

fotografie projekte schlange
Mit etwas Fantasie lassen sich überall Buchstaben und Zahlen entdecken, wie zum Beispiel in dieser Sssssschlange.

Egal wie du es anstellst, auf jeden Fall wirst du bald beginnen, ganz gewöhnliche Dinge mit anderen Augen zu betrachten – Gebäude, Wolken, ein Klettergerüst… Dieses Projekt wird dir auch auf längere Sicht helfen, neue Perspektiven zu entdecken.

#5 Such dir was aus

Das „Such dir was aus“ Projekt ist wahrscheinlich das flexibelste der Fotografie Projekte auf dieser Liste. Dabei wählst du einfach ein bestimmtes Merkmal, wie eine Farbe oder Form und versuchst, diesem bei deinen Fotos treu zu bleiben. So kannst du zum Beispiel einen Tag lang nur gelbe Objekte fotografieren, oder nur quadratische Gegenstände. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten und du kannst sie natürlich mit „normalen“ Aufnahmen kombinieren. Ich war zum Beispiel einmal auf einer Grillparty und habe, neben den Gesichtern, dem Essen und anderen Dingen, die Schuhe aller Gäste fotografiert.

fotoprojekte kreativ schuhe fotografieren
Hat was, dieses Bild.

Ein Vorteil von diesem Projekt ist definitiv, dass es dich dazu anhält, neue Perspektiven zu entdecken. Wenn du zum Beispiel eine Weile lang nur Schuhe fotografierst, wird dir sicher irgendwann langweilig. Diese Langeweile ist der beste Auslöser für deine Kreativität!

Der Nachteil in diesem speziellen Fall: Du kriechst den ganzen Abend nur auf dem Boden herum und fotografierst Schuhe, während die anderen sich mit Würstchen und Kartoffelsalat vergnügen. Aber was tut man nicht alles im Dienste der Kreativität…

#6 Monochrom statt monoton

fotografie projekte mono
Bei diesem Projekt lernst du, dass auch unerwartete Objekte in Schwarz-Weiß sehr reizvoll aussehen können.

Diese Idee lässt sich super mit einem der anderen Fotografie Projekte kombinieren, zum Beispiel mit dem 365 Tage Projekt. Ich habe einmal während eines 365 Tage Projekts (mit wechselndem Motiv) einen ganzen Monat nur auf Schwarz-Weiß-Bilder verwendet. So habe ich nicht nur meine Schwarz-Weiß-Fotos verbessert und Abwechslung in mein Projekt gebracht, sondern auch meinen Blick auf die Welt verändert. Schon bald hatte ich einen guten Sinn dafür, welches Motiv sich für eine Mono-Aufnahme eignet und welches in Farbe besser aussieht.

In diesem Monat habe ich tatsächlich einige Überraschungen erlebt. Manche Dinge, wie zum Beispiel ein Blatt mit Wassertröpfchen, hätte ich normalerweise niemals in schwarz-weiß konvertiert. Ich wäre mit dem farbigen Ergebnis absolut zufrieden gewesen. Durch den „Zwang“ zur Schwarz-Weiß-Fotografie habe ich aber festgestellt, dass auch unerwartete Dinge fantastisch aussehen können. Das war es wirklich wert!

#7 Schnitzeljagd

Dieses Projekt eignet sich super für eine Unternehmung in der Gruppe. Ihr braucht dazu nur eine Liste von Motiven – dazu zählen Objekte wie zum Beispiel Eisenbahnschienen, aber auch abstrakte Dinge wie „Spaß mit Freunden“ oder sogar Fotografie-Techniken wie „geringe Tiefenschärfe“. Dann macht ihr euch einzeln auf und jeder interpretiert die Liste nach seinen eigenen Vorstellungen. Später trefft ihr euch wieder und zeigt eure Ergebnisse vor. Wie auch die anderen Fotografie Projekte schult die Schnitzeljagd den Blick für neue Perspektiven und fördert die Kreativität. Sie hat außerdem den Bonusvorteil, dass ihr euch gegenseitig inspirieren und voneinander lernen könnt!

Tipp

Auf der Suche nach einer Liste für die Schnitzeljagd? Auf Flickr gibt es mehrere „Scavenger Hunt“ Gruppen, in denen ihr garantiert fündig werdet.

Fazit: Fotografie Projekte

Na, ist was für dich dabei? Wenn du gerade in einem kreativen Loch steckst, wirst du mit einem oder mehreren dieser Vorschläge ganz sicher neue Energie und Inspiration finden. All diese Projekte haben vor allem gemeinsam, dass sie dir helfen, aus deiner Komfortzone herauszutreten und die Welt mit anderen Augen zu betrachten. So wirst du auch nach Abschluss deines Projekts keine Schwierigkeiten mehr haben, neue Ideen zum Fotografieren zu finden. Und falls doch, machst du einfach noch eins!

Hast du eines meiner Projekte ausprobiert? Oder hast du einen eigenen Vorschlag für unsere Leser? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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14 Kindergartenfotografie Tipps für deine nächste Fotosession https://www.pixolum.com/blog/fotografie/kindergartenfotografie https://www.pixolum.com/blog/fotografie/kindergartenfotografie#respond Sun, 06 Feb 2022 16:07:27 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=41298 Kindergartenfotografie ist ein wunderbarer und zugleich sehr herausfordernder Bereich. Auf jeden Fall nichts für schwache Nerven! Die Genugtuung ist aber umso grösser, wenn das Shooting letztendlich gelingt und die vielen lachenden Gesichter im Kasten sind. Damit dem so ist, gebe ich dir hier diejenigen Kindergartenfotografie Tipps auf den Weg, welche mir selbst immer wieder am meisten helfen.

Kindergartenfotografie Tipps und Anleitung
Meine besten Tipps und Tricks zur Kindergartenfotografie.

Wie soll man starten?

Organisation ist in der Kinderfotografie alles. Kinder sind unberechenbar, und damit das ganze Shooting. Der einzige Fixpunkt, den du hast, bist du selbst. Also nutze dies und organisiere dich. Das beinhaltet nicht nur einen Shooting-Plan und mehrfache vorherige Absprache mit den Lehrpersonen, sondern auch die Sicherstellung der Vorabkommunikation der Lehrer an die Eltern (später dazu mehr). Lege dir vor dem Shooting eine Checkliste an, die du mehrmals während dem Shooting konsultierst:

  • Mache ich die richtige Anzahl Fotos? (ca. 25 pro Kind)
  • Nutze ich die richtigen Winkel? Bin ich auf dem Level der Kinder?
  • Wie stehe ich zeitlich im Plan?
  • Wie viele Kinder habe ich „zurückgestellt“? Wen muss ich noch nachholen?
  • Habe ich mein Ersatz-Akku-Set eingesteckt? Lädt es?
  • Wie siehts mit dem Speicher auf der Karte aus? Muss ich schon wechseln? (besser vor, als währen einer Session mit einem Kind)
  • Erinnere dich daran was das eigentliche Ziel oder der Auftrag ist. Brauchst du von jedem Kind ein Portrait für eine Kinderfotografie-Mappe? Brauchst du mehr Gruppenfotos oder Einzelportraits? Solls eher formell sein oder spielerisch? Richte deinen Fokus immer wieder darauf aus.

Kameraausrüstung für Kindergartenfotografie

Im Schnitt wirst du wohl pro Kind etwa 25 Fotos machen. Das muss schnell gehen. Du brauchst also eine Ausrüstung, welche sehr flexibel ist, aber trotzdem qualitativ sehr hochwertige Bilder macht.

Welches Objektiv?

In der Kindergartenfotografie wirst du wenig Zeit haben, dein Objektiv zu wechseln. Aus diesem Grund verwende ich niemals eine Festbrennweite, sondern immer ein Zoomobjektiv. Welche Situationen wirst du bei der Kindergartenfotografie antreffen? Spielende Kinder, sich schnell bewegende Kinder, du brauchst Nahaufnahmen… Aus diesem Grund eignet sich ein Objektiv mit einer Brennweite von 24 bis 70 mm. Zudem sollte es sehr lichtstark sein (grosse Blendenöffnungen erlauben). Ein Ki-Objektiv reicht dafür nicht aus!

Welche Kamera?

Eine Vollformat-Kamera ist Pflicht, sobald du professionell unterwegs bist, und für die Sessions bezahlt wirst. Schau mal hier in unsere Liste der besten Vollformat-Kameras – da wirst du sicher fündig, falls du noch keine hast.

Blitzlicht!

Ich weiß, was du wahrscheinlich denkst!

Auch ich werde natürliches Licht immer bevorzugen, aber manchmal müssen wir in ziemlich dunklen Räumen arbeiten, besonders im Winter. Dann ist ein Blitzlicht und die Fähigkeit, damit umzugehen, unerlässlich! Hier lernst du alles übers Blitzen.

Extratipps zum Blitzen

Verwende den Blitz im manuellen Modus, da ETTL zu unzuverlässig für Aufnahmen als Aufhelllicht ist.

Verwende den Blitz auch bei Außenaufnahmen als Aufhellblitz; Drinne wie Draussen mit etwa einer Stärke von 1/32.

Verwende hochwertige wiederaufladbare Batterien. Normalerweise bin ich kein Akkusnob… ich hasse es sogar, Geld für Markenakkus auszugeben. Aber bei meinem Blitzgerät macht das einen gewaltigen Unterschied in der Wiederaufladezeit, und das ist bei der Kindergartenfotografie enorm wichtig. Ein Doppelsatz ist Minimum.

Welche Kameraeinstellungen machen Sinn?

Kinder spielen mit Bällen Kindergartenfotografie
Kindergartenfotografie ist actionreich! Kurze Verschlusszeiten sorgen für scharfe Bilder.

Die optimale Belichtung hängt stark vom Umgebungslicht und den Gegebenheiten ab. Lies doch dazu einen unserer ausführlichen Artikel. Ich kann dir aber ein paar generelle Tipps zu Kamera-Einstellungen bei der Kindergartenfotografie geben:

  • Belichtungszeit: Autofokus und langsame Verschlusszeiten können zum Problem werden. Sie können dazu führen, dass du die besten Momente verpasst. Oft vergeht noch ein wenig Zeit, bis das Foto aufgenommen wird, nachdem du den Auslöser gedrückt hast. Stelle deshalb den Autofokus ab, falls dieser bei deiner Kamera zu langsam arbeitet. Achte in diesem Fall aber darauf, dass du den Fokus auf die entsprechende Distanz scharf eingestellt hast.
  • Nutze öfters auch mal den Serienbildmodus, wenn sich tolle, actionreiche Szenen ergeben.
  • Fotografiere mit einer offenen Blende (tiefe Blendenzahl). Ich glaube nicht, dass ich jemals ein Kind mit einer kleineren Blende als f/4 fotografiert habe. Mit einer offenen Blende kannst du kürzere Verschlusszeiten einstellen und verpasst so weniger wichtige Momente. Zudem zauberst du auf den Bildern eine verträumten unscharfen Hintergrund.
  • ISO: Stelle lieber einen hohen ISO Wert ein (z.B. 400) und reduziere dafür die Verschlusszeit.

Draussen statt Drinnen

Ein einheitlicher Hintergrund und Kulisse mag es dir als Fotograf einfacher machen, das Ergebnis deiner Indoor Kindergartenfotografie-Shootings ist dann aber nicht allzu spannend. Ewig der gleiche blaue „blurry“ Hintergrund – da kommen gleich Erinnerungen an meine Bilder vor 30 Jahren hoch. Wage was! Falls das Wetter einigermaßen ok ist und du das Einverständnis der Lehrer bekommst, dann halte deine Session unbedingt Draußen ab. Die Fotos wirken einfach sofort lebhafter und natürlicher. Alternativ machst du eine kurze Session drinnen (jeder nur 1 Bild), dann aber ab nach Draußen.

Die beste Kleidung für Kindergartenfotografie

Kindergartenfotografie Kleidung
Was meinst du, ist diese Kleidung optimal in der Kindergartenfotografie?

Folgende Tipps zur Kleidung habe ich für dich:

  1. Gib diese Tipps über die Lehrer an die Eltern weiter, damit die Kinder optimal gekleidet sind am grossen Tag des Shootings.
  2. Kleidung aus weichen Stoffen ist meist bequemer (und sieht auch so aus).
  3. Bitte jedes Kind, vor dem Shooting mit gekreuzten Beinen auf den Boden zu sitzen. Achte dann darauf, ob die Kleidung unvorteilhaft verrutscht:  z.B. irgendwo ein Bauch herausschaut oder der Kragen so weit hoch rutscht, dass man den Hals nicht mehr sieht. Wir kennen alle diese Schildkrötenfotos….
  4. Die Kinder sollen keine Kleidung mit großen Schriftzügen oder Cartoon-Bildern tragen. Besser sind einfache Uni-Shirts. Das ist auch ein guter Rat für Familienfotos, denn die großen Grafiken werden auf einem Foto wahrscheinlich dominieren. Natürlich kann man auch Ausnahmen machen. Wenn ein Kind von seinem Lieblings-T-Shirt von Paw Patrol besessen ist und es bei jeder Gelegenheit anzieht, dann sollte es vielleicht genau das tragen.
  5. Wenn draussen bei Sonne fotografiert wird, ist ein Hut Pflicht! Hüte mit helleren, neutralen Farben sind besser als Hüte mit kräftigen Farben (kräftige Blau- oder Rottöne), die die Farben im Gesicht des Kindes reflektieren könnten. Steifere Ränder wirken auf Fotos besser, weil der Rand nicht herunterfällt und die Augen des Kindes verdeckt.

Welche Frisuren halten am längsten?

Ich habe nichts gegen unordentliches Haar, ich liebe die Natürlichkeit der wilden, vom Wind zerzausten Locken meiner Tochter. Meine Mutter hasst unordentliches Haar, sie versucht ständig, die Haare meiner Tochter zu schneiden und zu binden, damit sie ihr nicht ins Gesicht fallen. Wenn die Kinder ordentliches Haar haben sollen, sind dies einige Tipps, die ich in den vielen Jahren, in denen ich in Kindergärten fotografiere, gelernt habe:

  • Stirnbänder (mit halbkreisförmigen Drähten) fallen oft aus ihrer Position
  • Frisuren mit Zöpfen und Haargummis bleiben in der Regel länger ordentlich, selbst bei all dem Tanzen und Springen
  • Feste Haarnadeln von guter Qualität halten feines Haar in der Regel besser an Ort und Stelle als Haarklammern

Spannung lösen für mehr Natürlichkeit

Kaum ein Kind ist sich ein Fotoshooting gewohnt. Die meisten reagieren eher scheu. Still sitzen ist sowieso meistens eher schwierig. Während einer Kindergartenfotografie-Session ein Kind nach dem anderen auf dem kleinen Hocker Abzulichten wird aus diesen Gründen schwierig. Was kann man also tun? Spass haben ist das Zauberwort. Mindestens ein Teil der Fotosession sollte also unstrukturiert sein. Ein paar Spielsachen oder Malstifte tun meist den Rest. Falls nicht, dann sprich mit dem Kind. Frage es, was sein Lieblingsspielzeug ist, die Lieblingsfarbe oder irgendwas, was die Stimmung lockert.

Kindergartenlehrerin liest Kindern aus Buch vor.
Lockere Atmosphäre = bessere Kinderfotos.

Arbeite schnell!

Kinder sind nicht sehr geduldig, wenn es um Posen und Korrekturen geht. Gib ein paar kurze Kommandos wie: „Jetzt lach mal über die dumme Raupe auf meinem Kopf!“, aber lass dir nicht zu viel Zeit, um den Arm genau so zu bewegen oder den Kopf genau so zu drehen, wie es dem Zielbild entsprechen würde. Die meisten Kinder reagieren nicht gut auf viele ständige Anweisungen und werden schnell müde, bevor du die guten Fotos im Kasten hast.

Fragen statt Posing-Anweisungen

Wie schon erwähnt, wirst du mit konkreten Anweisungen nicht weit kommen während einer Kindergartenfotografie-Session. Vielmehr musst du das Kind auf spielerische Art und Weise an einen bestimmten Ort oder Position „führen“. Hier ein paar Sätze, die dir dabei helfen können:

  • Wo ist dein Kitzel-Lächeln? Muss ich dein Lächeln erst herauskitzeln? Ist es in deiner Achselhöhle versteckt?
  • Kannst du dich hier auf die Schaukel setzen? Oh, du bist so groß! Ich wusste gar nicht, dass du so hoch klettern kannst!
  • Kannst du hier im Schneidersitz sitzen?
  • Lass uns unsere eiskalten Knie umarmen. Deine Knie werden sich bedanken!
  • Glaubst du, du wärst mutig genug, dich auf diesen Stuhl zu stellen?
  • Was auch immer du tust, lächle nicht. Nein, ich sagte, nicht lächeln! (Klassische umgekehrte Psychologie).
  • Wo sollen wir deine Hände hinlegen? Wir sollten sie irgendwo verstauen. Mögen sie Taschen?
  • Könntest du den Baum auf deinem Rücken tragen? Oh, danke schön! Der Baum war es langsam leid, all die Äste selbst zu tragen!
  • Was immer ich tue, tust du auch. (Nachahmerspiel)

Umgang mit scheuen Kindern

Kind im Kindergarten bastelt
Auch für scheue Kinder gibt es ein Rezept!

Zeit ist ein wichtiger Faktor bei der Kindergartenfotografie, oft hast du zu wenig davon. Bei scheuen Kindern muss man sich aber einfach etwas mehr Zeit nehmen, und das lohnt sich im Normalfall auch. Ein schüchternes Kind braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen. Diese Tipps helfen dabei:

  • Sprich leiser und langsamer
  • Nimm dir ein paar Minuten Zeit und setze dich neben das Kind, ohne schon Fotos zu machen.
  • Stelle beim Spielen offene Fragen, bis du merkst, dass die ersten Reaktionen kommen und das Kind Vertrauen fasst
  • Wenn du das Gefühl hast, dass das Kind noch nicht bereit ist, dann ziehe ein paar andere vor. Wichtig ist aber, dass du dem Kind folgendes sagst: „Ich mache nun ein paar Fotos von anderen Kindern und komme dann zu dir zurück. Dann bin ich kein Fremder mehr.“
  • Mache ein paar Testshots und zeige es dem scheuen Kind auf der Rückseite des Bildschirms… das funktioniert bei den meisten. Oft fragen sie mich dann, ob ich noch mehr Fotos machen möchte.

Verzichte auf Hilfe!

Das klingt ziemlich seltsam, ist aber notwendig, wenn es um Kindergartenfotografie geht. Wenn du die Unterstützung deiner Kolleginnen und Kollegen in Anspruch nimmst, neigen alle dazu, Geräusche zu machen und Namen zu rufen, oder mit Spielzeug zu rasseln, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu gewinnen. Aber in Wirklichkeit verwirren sie die Kinder damit nur. Wenn es zu viele Schwerpunkte gibt, wirkt dies aufwühlend und die Kinder werden ebenfalls laut und nervös.

In diesem Zusammenhang ist es auch erwähnenswert, dass alle „Ablenkungen“, die die Kinder überreizen könnten – sei es eine Menge lärmendes Spielzeug oder Lichter – gegen dich arbeiten können. Schau dir den Kindergarten also unbedingt vor dem Shooting an und suche die eine Nische, die etwas ruhiger ist.

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Luftbildfotografie ᐅ 5 Ideen für außergewöhnliche Fotos https://www.pixolum.com/blog/fotografie/luftbildfotografie https://www.pixolum.com/blog/fotografie/luftbildfotografie#comments Fri, 28 Jan 2022 11:48:38 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=40373 Was fasziniert uns so an der Luftbildfotografie? Das Fliegen war und ist schon immer ein Traum der Menschheit. Dank dem rasanten Fortschritt der Technik können auch (Hobby-)Fotografinnen und Fotografen nun den Luftraum erobern. Heute zeige ich dir nicht nur, was es dabei zu beachten gibt. In diesem Artikel gebe ich dir noch fünf Ideen mit, die durch die Luftbildfotografie möglich werden. 

Die Landmarke Tiger and Turtle bei Sonnenuntergang.
Die Luftbildfotografie bietet spannende Möglichkeiten (@Pascal Wieczorek)

Die Magie der Vogelperspektive

Der Blick aus der Vogelperspektive hat seine ganz eigene Magie. Wenn du schon in einem Flugzeug gesessen und aus dem Fenster geschaut hast, dann weißt du genau, was ich meine.

Der Blick aus luftigen Höhen eröffnet nicht nur neue Blickwinkel, sondern lässt Landschaften, Landmarken oder architektonische Meisterleistungen ganz neu erleben. In einigen Metern Höhe lassen sich ganze Landschaften überblicken und einzelne Häusersiedlungen wirken plötzlich, als schaut man auf ein Monopoly Spielbrett. Doch wenn man nicht gerade das Glück hat einen Hubschrauber sein eigen zu nennen, waren diese Anblicke wenigen Menschen vorbehalten.

Luftbildfotografie für alle

Mit dem rasanten Fortschritt der Technik wurden die vorhandenen Kameras nicht nur leistungsstärker, sondern auch immer kleiner. Der Vorteil kleiner Kameras ist, dass diese nun auch an andere Geräte montiert werden können und sich dadurch neue Möglichkeiten ergeben.

Das beste Beispiel dafür sind Drohnen. Denn dank der propellergetriebenen Fluggeräte sind Luftbildaufnahmen leichter herzustellen als je zuvor. Und waren diese vormals aufgrund der hohen Preise und der mit der Nutzung verbundenen Auflagen einer Minderheit vorbehalten, hat sich das in den letzten Jahren grundlegend geändert. Heute gibt es schon Drohnen, die kleiner sind als ein iPhone und weniger als 250 Gramm wiegen.

Drohnen in der Foto- und Videografie

Drohnen sind unbemannte Flugkörper, die für verschiedenste Zwecke genutzt werden können. Besonders traurige Berühmtheit haben die Drohnen durch ihren Einsatz beim Militär bekommen. Doch lassen sich die Fluggeräte auch für deutlich friedfertigere und freundlichere Zwecks nutzen. Wie zum Beispiel für die Luftbildfotografie. Dabei lassen sich zwei Typen von Drohnen unterscheiden:

  1. Drohnen mit Steuerung über eine Fernbedienung
  2. FPV Drohnen

FPV steht für First Person View. Hierbei wird die Drohne mittels Brille oder Monitor gesteuert, was dieser Art ihren Namen gibt. Die Besonderheit hier ist, dass diese Drohnen wesentlich schneller und wendiger sind, als die „normalen“ Drohnen. Die FPV-Drohnen machen allerdings nur dann Sinn, wenn du Videos aufnehmen willst, bei denen du schnelle Kurven und außergewöhnliche Flugmanöver fliegen willst.

Luftbildfotografie mittels Drohne – das musst du wissen

Bei allem Spaß und neuen Perspektiven, die uns dank Drohnen ermöglicht werden, gibt es natürlich auch Regeln zu beachten. Diese variieren von Land zu Land. In der EU gibt es seit letztem Jahr eine einheitliche Drohnenverordnung. Es gibt auch einige Apps, die dir helfen, Flugverbotszonen zu ermitteln. Außerdem gibt es im Web so einige Anlaufstellen, um zu checken, wo du deine Drohne aufsteigen lassen kannst und wo nicht.

Sei bitte nicht einer der Leute da draußen, die sich mit ihrer Drohne über Regeln hinwegsetzen nach dem Motto „Wo kein Richter, da kein Kläger“.

Denn was schlimmstenfalls passieren kann, wenn du dich so rücksichtslos verhältst, zeigt dieser Artikel hier. Denk also immer daran, dass die Nutzung einer Drohne mit Verantwortung einhergeht.

Alle Informationen und um die Nutzung einer Drohne

Beim Kauf sowie bei der Nutzung einer Drohne gibt es so einige zu beachten. Mach dich also schon vor dem Kauf schlau, welche Regularien und Gesetze es in deinem Land gibt. Das Internet hält hier viele Hilfestellungen bereit.

5 Tipps für gelungene Luftbildaufnahmen

Die Luftbildfotografie bietet ganz neue Perspektiven auf gewohnte Umgebungen. Dadurch ergeben sich sehr spannende Möglichkeiten für dich als Fotograf:in. Ich habe dir heute fünf Ideen mitgebracht, die ich regelmäßig mit meiner Drohne nutze. Viel Spaß beim Ausprobieren!

#1: Motive auf Augenhöhe

Es gibt bestimmte Landmarken, Gebäude oder generell Motive, zu denen man immer aufblickt. Dank deiner Drohne kannst du diese jetzt auf „Augenhöhe“ fotografieren. So ergeben sich komplett neue Blickwinkel.

Auf den folgenden Bildern siehst du die Landmarke Tiger & Turtle in Duisburg während eines winterlichen Sonnenuntergangs. Beide Fotos entstanden am selben Tag, nur wenige Minuten voneinander getrennt aufgenommen. Eines mit einer Kamera, das andere Bild mit einer Drohne. Durch die Ansicht mit der Drohne ergibt sich ein ganz neuer Blick auf die Umgebung der Halde.

Ein Paar spaziert an einem verschneiten Tag
Tiger and Turtle an einem verschneiten Sonnenuntergang (@Pascal Wieczorek)
Eine Landmarke im Ruhrgebiet im Winter.
Die gleiche Szene aus erhöhter Perspektive mit einer Drohne fotografiert (@Pascal Wieczorek)

#2: Scale dank Luftbildaufnahme

Manche Ansichten oder Landschaften erschließen sich in ihrer gewaltigen Dimension erst, wenn man ein paar Schritte zurück macht und dadurch den Blick weitet. Dank deiner Drohne ist das auf besonders spektakuläre Art möglich. Wie zum Beispiel bei diesem Bild hier:

Das Schloss Nordkirchen aus der Luft betrachtet.
Dank der hohen Position und des weitwinkligen Objektivs der Drohne lässt die Weite des Motivs erschließen (@Pascal Wieczorek)

Durch den hohen Standpunkt und den Blick auf das Areal des Schlosses lässt sich schon erahnen, wie weitläufig das Gelände ist. Erst durch die Person im Bild (ungefähr auf Höhe des ersten Drittels im Bild an den Treppen) lässt sich erfassen, wie groß die gezeigte Landschaft und das Schloss ist. Nutze bei solchen Gelegenheiten also dich selbst oder andere Personen, um eine Skala für die Umgebung zu schaffen. Auf diesem Wege erzeugst du mehr Emotionen bei den Betrachter:innen.

#3: Über dem Meer

Luftbildaufnahmen zeigen Dinge aus einem ganz neuen Winkel. Dadurch bekommen Motive ganz neue Strukturen und Formen. Mein Lieblingseinsatz für meine Drohne sind daher Wellen. Dafür lässt du deine Drohne direkt über dem Meer schweben und richtest die Kamera „top down“ aus. Das bedeutet, dass du den Gimbal der Kamera deiner Drohne komplett neigst. So entsteht eine „Draufsicht“ aus luftiger Höhe und du bekommst ganz besondere Fotos.

Eine Luftbildfotografie von Wellen.
Durch die Luftbildaufnahme ergeben die Wellen interessante Strukturen (@Pascal Wieczorek)

#4: Luftbildfotos von Wäldern und Wegen

Straßen in Kombination mit Bäumen oder Wäldern ergeben immer interessante Motive für die Luftbildfotografie. Denn durch die erhöhte Perspektive und die damit verbundene „Draufsicht“ ergeben sich interessante Muster und Strukturen.

Erst aus der Vogelperspektive lässt sich erkennen, wie der Einfluss des Menschen sich auch in den Formen der Natur bemerkbar macht. In dem Falle dieses Fotos siehst du das durch den Wanderweg auf die Halde, die Straße oder den Acker am unteren Bildrand. Durch all diese Einflüsse ergeben sich Formen und Linien, die du für deinen Bildaufbau nutzen kannst.

Eine Straße und Bäume aus der Vogelperspektive.
Bäume bzw. Wälder ergeben von oben betrachtet besonders interessante Motive (@Pascal Wieczorek)

#5: Reisefotos

Dank der Luftbildfotografie kannst du deine Erlebnisse im Urlaub aus ganz besonderen Blickwinkeln festhalten. Egal ob der Spaziergang am Strand, die Wanderung auf einem spektakulären Berg oder der Sonnenuntergang am Leuchtturm.

Positioniere dich (und ggf. deine Mitreisenden) einfach im Bild und suche mit der Drohne den perfekten Bildausschnitt – fertig! In diesem Beispiel habe ich die Drohne zentral über unserem Kopf schweben lassen, da ich einerseits den Strand und andererseits das Meer mit den schönen Wellen im Bild haben wollte. Wie immer gilt hier: beobachte deine Umgebung. Welche Bewegungen siehst du, welche Linien und Formen ergeben sich dadurch. So findest du immer einen guten Bildaufbau.

Ein Paar sitzt am Stand.
Dank einer Drohne lassen sich ganz besondere Urlaubsfotos machen (@Pascal Wieczorek)

Neue Perspektiven – neue Kreativität

Ich hoffe, du konntest erkennen, welche neuen Möglichkeiten dir die Luftbildfotografie bietet. Ganz nebenbei haben neue Perspektiven und Möglichkeiten auch immer einen weiteren, sehr positiven Nebeneffekt: sie bringen neuen Schub für deine Kreativität. Denn durch die neuen Möglichkeiten wirst du neue Ideen umsetzen können. Die fünf Ideen für deinen nächsten Ausflug hier sind nur einige Beispiele für das, was dank Drohnen heute möglich ist. Wenn du weitere Ideen für besondere Luftbildaufnahmen hast, sende uns diese oder poste sie in den Kommentaren. Wir freuen uns auf deine Ideen!

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5 Vorschläge zum Start deiner Fotografie-Marketingstrategie https://www.pixolum.com/blog/fotografie/marketingstrategie https://www.pixolum.com/blog/fotografie/marketingstrategie#respond Fri, 28 Jan 2022 10:12:53 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=40957 Du planst eine Karriere als Fotograf oder stehst sogar schon in den Startlöchern? Um mit Deinem Hobby Deinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, brauchst Du einen festen Kundenstamm. Dafür solltest Du potenzielle Kunden auf Dich aufmerksam machen. Zwar ist es sinnvoll, die eigene Marketingstrategie individuell an Deine Ansprüche anzupassen, dennoch können ein paar gute Tipps nicht schaden. Schau Dir unsere Vorschläge an und wähle die Ideen aus, die Dein Marketing am besten unterstützen.

marketingstrategie fotografen website
Welche Marketing-Strategien helfen Dir als Fotograf?

#1 So gelingt Dir ein bildgewaltiger Internetauftritt

Als Fotograf möchte man mit seinen Fotos Aufmerksamkeit erregen. Bereits auf die Startwebsite gehören daher gute Arbeitsproben.

Zu den wichtigsten Marketingwerkzeugen, um Dich als Fotograf bekannt zu machen, gehört ein starker Internetauftritt. Du brauchst eine hochwertige Website, die potenziellen Kunden einen Überblick über Dein Können gibt. Inzwischen gibt es kostenfreie Marketing Software, mit der Du Dir Deine Internetseite nach individuellen Ansprüchen zusammenstellen kannst. Im Mittelpunkt sollten dabei Du und Deine Arbeit stehen.

Daher gestalte die Website möglichst einfach und verzichte auf aufwändige Animationen oder grafische Effekte. Besser ist es, Deine Bilder für sich sprechen zu lassen. Wähle dafür Deine besten Werke aus. Bereits beim ersten Blick auf die Startseite sollte ein professionelles Foto die Aufmerksamkeit der Seitenbesucher fesseln.

Marketing Fotografie Laptop mit Kamera
Als Fotograf möchte man mit seinen Fotos Aufmerksamkeit erregen. Bereits auf die Startwebsite gehören daher gute Arbeitsproben. (unsplash.com © Mylene Tremoyet)

Zwar ist eine Galerie Deiner Fotos eine gute Werbung, jedoch solltest Du die „harten Fakten“ nicht vergessen. Gib auf Deiner Website darüber Auskunft, worauf Du bei Deiner Arbeit Wertlegst und was Du als Fotograf anbietest. Ebenso sollten sich potenzielle Kunden über Deine Preise informieren können.

Flexible Standorte zahlen sich aus!

Vergiss nicht zu erwähnen, wo sich Dein Studio befindet und ob Du auf Wunsch Außer-Haus-Termine realisieren kannst.

Eine Auswahl Deiner besonders gelungenen Fotos solltest Du nicht nur auf der eigenen Website, sondern auch auf Social Media präsentieren. Ein Facebook-Account kann für eine weit gefächerte Kundenansprache sinnvoll sein. Noch empfehlenswerter sind jedoch Social-Media-Dienste, die sich auf Bilder konzentrieren. Dementsprechend sollte ein gut gepflegter Instagram-Account ebenso zu Deiner Marketingstrategie gehören wie eine eigene Seite auf Pinterest.

Werbeanzeigen schalten?

Ein weiteres Standbein bei Deinem Internetauftritt können Werbeanzeigen in Suchmaschinen wie Google darstellen. Obgleich diese im Vergleich zu einem Social-Media-Account nicht kostenfrei sind, könnte sich eine Investition lohnen. Dabei ist aber Vorsicht geboten. Mache niemals bezahlte Werbung, ohne die dazugehörige Conversion messen zu können. Bezahlte Werbung lohnt sich nur, wenn Du über diesen Kanal mehr einspielst als ausgibst.

#2 Optimiere Dein Portfolio für die Westentasche

Nicht nur online, auch offline solltest Du potenziellen Kunden im Gedächtnis bleiben. Eine gute Idee stellen zu dem Zweck Visitenkarten mit einem Deiner Fotos auf der Rückseite dar. Diese sind besonders individuell. Darf sich der Kunde aus Deiner „Sammlung“ ein Bild aussuchen, steigerst Du Deinen Erinnerungswert.

Das gelingt ebenso mit kleinen Fotobüchern, die Du zu besonderen Anlässen verschenken kannst. Allerdings handelt es sich hierbei um die Luxusform der Eigenwerbung. Daher solltest Du prüfen, ob sie zu Deinem Budget passt.

Eine weitere Möglichkeit, wie Du „in die Tasche potenzieller Kunden wanderst“, sind Gutscheine. Auch auf diesen kannst Du ein tolles Foto, das beispielsweise abhängig vom Gutscheinwert variiert, verewigen. Einige Fotogutscheine verschenkst Du im Rahmen Deiner Marketingstrategie, andere kannst Du in Deinem Studio zum Kauf anbieten. Diese können zufriedene Kunden erwerben, um Dich Freunden und Bekannten zu empfehlen.

#3 Darum solltest Du mehr bieten als erwartet

Hast Du bereits die ersten Kunden gewonnen, gilt es, diese zu halten. Dafür kann es sinnvoll sein, die Kundenerwartung zu übertreffen. Zu den bestellten Bildern verschenkst Du beispielsweise einen bearbeiteten Abzug oder sogar ein gerahmtes Foto. Durch den Überraschungseffekt bleibst Du den Kunden in Erinnerung und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie Dich weiterempfehlen.

Ist mehr immer besser?

Du kannst Kunden auch an Dich binden, indem Du mehr bietest als die Konkurrenz. Beispielsweise ergänzt Du Dein Leistungsspektrum um Extras wie Bildbearbeitung. Die Kunst liegt darin, etwas mehr anzubieten, Dich aber trotzdem klar abzugrenzen. Du kannst nicht in allen Bereichen mitspielen – fokussiere dich auf 1-2 Themen und biete darin mehr Leistung an als andere.

Eine weitere Idee, die zur Kundenbindung beiträgt, sind Motto-Fototermine für Singles, Paare oder ganze Gruppen. Diese empfehlen sich als einmaliges Event oder als regelmäßiger Feiertagsspaß. Dadurch verwandelst Du den Fototermin zu einer spannenden Veranstaltung, die auch Bestandskunden nicht verpassen wollen.

#4 Kreative Initiative zeigen und in Erinnerung bleiben

Fotograf mit vielen Kameras
Eigeninitiative ist für die eigene Marketingstrategie wichtig, um sich von der Masse abzuheben. (©Ben Eaton)

Eigeninitiative ist für die eigene Marketingstrategie wichtig, um sich von der Masse abzuheben.

Neben Deiner „alltäglichen Arbeit“ als Fotograf bieten sich Projekte in Deiner Freizeit an, um Deinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Bei den freien Arbeiten lässt Du Deiner Fantasie freien Lauf. Die Fotos, die Du auf Deinen sozialen Kanälen veröffentlichst, wecken im besten Fall das Interesse neuer Kunden. Alternativ kannst Du Deine Werke in einer eigenen Ausstellung zur Schau stellen. Hier findest Du tolle kreative Fotoprojekte!

Wünschst Du Dir überregionale Bekanntheit, lohnt sich die Teilnahme an Fotowettbewerben. In diesen profitierst Du vom Vergleich mit anderen Fotografen und vielleicht neuen Lernerfahrungen. Landest Du auf einem der vorderen Plätze, erregst Du die Aufmerksamkeit privater und gewerblicher Kunden oder einer Agentur. Zusätzlich kannst Du Dein Portfolio direkt an eine Medien-Agentur senden, um den eigenen Kundenkreis zu erweitern.

Tipp

Bevor Du Deine Portfolios verschickst, solltest Du Dich bei den Agenturen telefonisch oder per E-Mail vorstellen und anfragen, ob Deine Zusendung gewünscht ist.

#5 Neukunden anlocken und Bestandskunden halten

Kundenempfehlungen sind als Marketinginstrument viel Wert. Daher solltest Du Dich nicht scheuen, positive Bewertungen auf Deiner Website zu veröffentlichen. Dabei kann es sich um Lob, das Dir zufriedene Kunden per Direktnachricht schicken, oder Bewertungen einer seriösen Plattform handeln.

Ebenso kannst Du Kundenbewertungen aktiv sammeln, indem Du nach einem Fototermin Bewertungsformulare auslegst oder E-Mails mit individuellem Bewertungssystem versendest.

Möchtest Du Dich nicht nur auf Weiterempfehlungen verlassen, veranstaltest Du beispielsweise Gewinnspiele, um neue Kunden zu generieren. Dabei sollten die Teilnahmebedingungen eine breite Zielgruppe ansprechen, aber nicht zu einfach oder zu schwierig sein. Der glückliche Gewinner erhält beispielsweise ein kostenfreies Fotoshooting.

Gelegentlich kannst Du auch Rabattaktionen anbieten, um Unentschlossene oder Schnäppchenjäger zu einem Fototermin zu bewegen.

Übertreibe es nicht mit Gratisangeboten

Allerdings solltest Du Dir genau überlegen, wann und wie oft Du solche Aktionen startest. Kommen sie zu häufig vor, wird kaum jemand Fotos zum regulären Preis schießen lassen wollen.

Viele Marketingideen sind darauf ausgelegt, neue Kunden zu gewinnen. Jedoch ist es ebenso wichtig, Bestandskunden zu halten. Ganz nach dem Motto „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ kannst Du Dich durch kleine Werbepräsente immer wieder in Erinnerung rufen.

Hierbei kann es sich um lustige Gimmicks mit Deinen schönsten Fotos oder Gutscheine handeln. Damit die Strategie zum Erfolg führt, solltest Du die Geschenke jedoch nicht unbedacht verteilen. Laut Studien sind Gratisangebote nicht für jede Kundengruppe geeignet.

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Was ist Kinematographie? Definition & Guide zum Kameramann https://www.pixolum.com/blog/fotografie/kinematographie https://www.pixolum.com/blog/fotografie/kinematographie#respond Wed, 08 Dec 2021 13:00:13 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=11671 Wenn du dich für den Film interessierst, ist dir der Begriff Kinematographie sicher schon einmal begegnet. Was umfasst der aber genau? Welches ist der dazugehörige Beruf? Und was musst du wissen, falls du ihn ergreifen möchtest? Diese und mehr Fragen beantworte ich dir in diesem Artikel. Willst du wissen wie ein Film entsteht und wie man mit Bildern Geschichten erzählt? Dann lies jetzt!

kinematographie kameramann
Kameramann ist ein aufregender und vielseitiger Beruf.

Was ist Kinematographie?

Ein zentraler Aspekt der Filmkunst ist das sogenannte „Storytelling“. Diese Aufgabe unter Anwendung von Kenntnissen der Fotografie und Videografie nennt man Kinematographie. Dabei geht es nicht nur um die Dokumentation von Ereignissen, sondern um den kreativen und künstlerischen Prozess. Der Begriff wird aber nicht nur im Zusammenhang mit Unterhaltung und Kunst verwendet. Auch im wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich und bei Massenmedien spricht man von Kinematographie.

Der Fachmann für Kinematographie wird Kameramann bzw. Kamerafrau genannt. Um erfolgreich als solche/r zu arbeiten, brauchst du neben einem großen Talent für deinen eigenen Erzählstil auch Kenntnisse in der professionellen Fotografie. Außerdem musst du dich mit Bildbearbeitung, Organisation, Management etc. auskennen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Vor allem wenn der Film auf einer Kinoleinwand erscheinen soll, investieren Filmemacher gerne in hochwertige Kinematographie. Wie kraftvoll die Kinematographie sein kann, wirst du sofort verstehen, wenn du dieses Video siehst:

Was macht ein Kameramann?

Die Aufgabe des Kameramanns, im Englischen auch Director of Photography (DP) genannt, ist vor allem die Bildgestaltung bei der Produktion eines Films oder einer TV-Sendung. In seiner Verantwortung liegen alle visuellen Elemente wie Beleuchtung, Komposition, Farbgebung, Kameraführung etc. Die Kameraperspektive, Einstellungsgröße und Kameratechnik einer Szene liegen also in der Entscheidungsgewalt des Kameramanns.

Meistens äußert der Regisseur eine ungefähre Vorstellung davon, wie er sich eine Szene vorstellt. Der Auftrag des Kameramannes ist es dann, diese Ideen bestmöglich umzusetzen. Dabei hat er üblicherweise viele künstlerische Freiheiten. Der Regisseur kann aber auch genauere Vorgaben machen. So wie in der professionellen Fotografie ist das Berufsbild Kameramann/Kamerafrau nicht klar abgegrenzt. Durch den Bundesverband der Fernsehkameraleute (BVFK) kannst du dich allerdings zertifizieren lassen.

Kameramann Werden: Was kommt auf dich zu?

Interessierst du dich für diesen Beruf? Dann möchte ich dir einige Aufgabenbereiche von Kameraleuten etwas näher bringen:

1 Kameraeinstellung und -perspektive

Der Kameramann entscheidet über die Position der Kamera in einer bestimmten Einstellung. Nähe und Winkel von der Kamera zum Subjekt, aber auch das Kameramodell und die Objektive sind entscheidend für die Wirkung der Aufnahme. Ebenso wichtige Faktoren sind die Einstellung der Auflösung, Farbabtastung und Blende bei der Arbeit mit Licht und Perspektive. Nicht nur die Bildqualität sondern auch die visuelle Unterstützung der Handlung sind entscheidend.

2 Komposition

Der Kameramann ist verantwortlich für die visuelle Zusammenstellung einer Szene. Er entscheidet, wie die Elemente in der Einstellung angeordnet sind. Auch der äußere Rahmen der Szene kann unterschiedlich aussehen – je weniger um das Subjekt herum sichtbar ist, desto geheimnisvoller wirkt die Situation. Der Rahmen kann auch darstellen, dass das Subjekt weniger über die Handlungsvorgänge weiß als der Zuschauer. So beeinflusst die visuelle Komposition die Geschichte und deren Wirkung nach außen.

3 Kamerabewegung

Auch die Führung der Kamera spielt eine wichtige Rolle für die Wirkung des Films. In Szenen mit hoher Energie beispielsweise würde der Kameramann der Bewegung der Handlung folgen. In ruhigen Momenten hingegen würde er die Kamera eher stillhalten und so die Intensität der Situation verstärken.

4 Koordination

Natürlich muss ein Kameramann sich mit den anderen Mitgliedern der Filmcrew abstimmen, zum Beispiel mit dem Location-Scout. Gemeinsam finden sie dann geeignete Orte und Kamerawinkel für den Dreh. Der Kameramann hält immer Rücksprache mit dem Regisseur und passt die geplanten Einstellungen dessen Wünschen an.

kinematographie set
Die Koordination mit der Crew ist eine wichtige Verantwortung des Kameramanns.

4 Beleuchtung

Ist dir mal aufgefallen, dass Thriller oft mit wenig Licht auskommen, während Komödien hell erleuchtet sind?

Die Beleuchtung ist ein wichtiger Faktor für die Stimmung eines Films, auch wenn sie von vielen Menschen nicht bewusst wahrgenommen wird. High-Key-Beleuchtung wird gerne eingesetzt um fröhliche und entspannte Situationen darzustellen. Low-Key-Beleuchtung findest du eher in geheimnisvollen und bedrückenden Szenen. Als Kameramann musst du deshalb ein Experte für künstliches und natürliches Licht sein. Auch mit Kontrast, Tiefe und Form musst du dich gut auskennen.

Für die Lichtgestaltung des ganzen Films sind also die Kameraleute, allen voran der Leitende Beleuchtungstechniker, zuständig. Mehr über verschiedene Beleuchtungsstile erfährst du hier.

5 Welche Kameras und Objektive verwendet ein Kameramann?

Als Kameramann trägst du selbst die Verantwortung, das richtige Equipment auszusuchen. Das heißt, du musst entscheiden ob du eine analoge oder digitale Kamera und welche Objektive du verwenden möchtest. Auch die Einstellung der Kamera und eventuell nötiges Zusatz-Equipment liegen in deiner Hand.

kinematographie kamera
Die Auswahl des Equipments ist entscheidend. Es muss aber nicht immer das Neuste und Teuerste sein.

Was ist zu beachten?

  • Dass ein Film ein großes Budget hat, heißt nicht unbedingt, dass das Geld auf eine teure Kamera verwendet werden kann.
  • Auch die Menge an benötigtem Zubehör, die Kosten des Beleuchtungs-Setups und viele andere Faktoren müssen einberechnet werden.
  • Das wichtigste Argument bei der Auswahl der Ausrüstung sollte sein, dass sie das Storytelling möglichst gut unterstützen kann. Selbst Blockbuster verwenden manchmal günstiges Equipment, wenn es der Story dient.

Analog oder digital?

Ob du eine analoge oder digitale Kamera wählst, hängt vom gewünschten optischen Stil ab. Eine klassische Filmkamera betont Körnung und Textur. Mit einer digitalen Kamera erhält man ein klareres Bild. Die digitale Kamera hat auch den Vorteil, dass man mit offenerer Blende filmen kann. Außerdem unterstützt sie mehrere Dateiformate, was bei der Nachbearbeitung praktisch sein kann.

Objektive

In der Kinematographie werden vor allem Hauptlinsen verwendet. Diese Linsen verfügen über eine Festbrennweite und liefern viel bessere Ergebnisse als Zoom-Objektive.

Kameraleute benutzen Linsen von 21-28mm für eine Totale Einstellung, 50 mm für eine Halbtotale und 85-105 mm für Porträt-Aufnahmen. Eine der meistverwendeten Linsenhalterungen in eigenständigen Produktionen ist der Canon EF-mount. Große Produktionen gebrauchen oft die ARRI PL-mount. Wechseln kannst du die Linsen mit einem Speed Booster oder Adapter.

Kameramann werden: Praktische Tipps

Entwickle kreative Ansätze

Kreative und ungewöhnliche Methoden sind in der Kinematographie auf jeden Fall gefragt. Mit Flexibilität und Fantasie kannst du nicht nur die Vorstellungen der Regisseure umsetzen, sondern entwickelst auch deinen ganz eigenen Stil.

Zusätzlich zu einer gewissen Spontanität musst du aber auch gut organisiert sein und deine Aufnahmen oft genau vorausplanen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Kostümfilm „Barry Lyndon (1975) von Stanley Kubrick.

Der Kameramann John Alcott hatte sich in den Kopf gesetzt, den gesamten Film nur mit natürlichem Licht zu drehen. Sogar für die Szenen im Innenbereich wollte er lediglich Kerzenlicht verwenden. Dafür musste er sich sogar spezielle Objektive von der NASA ausleihen.

Hinter so einem extravaganten Plan stecken eine verrückte Idee und eine Menge Willenskraft und Disziplin. Das Ergebnis: Barry Lyndon ist als einer der ästhetischsten Filme überhaupt in die Geschichte eingegangen.

kinematographie barry lyndon
Ein Ausschnitt aus Barry Lyndon – die natürliche Beleuchtung erschafft eine einzigartige Atmosphäre. (@BFI, Youtube)

Im Dienst der Story

Ja, die Kinematographie ist eine Kunst und lädt dazu ein, den eigenen Stil immer weiter zu entwickeln. Trotzdem musst du deine kreativen Vorstellungen immer der Story unterordnen. Wenn die Geschichte des Films nicht gut erzählt ist, helfen auch die fantastischsten Effekte nicht weiter. Der visuelle Aspekt des Films sollte immer darauf zielen, den gesamten Film besser zu machen.

Es gibt nichts Schlimmeres als eine protzige Einstellung oder Beleuchtung, die alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, sodass du sagst: „Oh wow, das ist spektakulär.“ Oder eine bombastische Kranbewegung oder so etwas. Wenn das nichts mit dem Film zu tun hat, dann fällst du aus dem Zusammenhang, denkst über Äußerlichkeiten nach und verlierst den Kontakt zu den Figuren und der Handlung.“

  • – Roger Deakins, berühmter Kameramann –

Zeitmanagement

kinematographie klappe
Wie schnell eine Szene abgedreht werden kann, hängt auch vom Geschick der Kameraleute ab.

Kinematographie kann ein stressiger und fordernder Job sein. Ständig bist du im Kontakt mit den verschiedenen Abteilungsleitern und musst alle zufriedenstellen. Der Regisseur verlässt sich auf dich, alle Aufgaben pünktlich zu erledigen, und natürlich den ganzen Film rechtzeitig abzudrehen. Du wirst das Gefühl haben, nie genug Zeit (und Geld) zu haben. Deshalb ist es sehr wichtig, schon am Anfang einen genauen Überblick über alle Aufgaben zu haben. Plane alle Schritte vom Budget über die Einstellungen bis zur Beleuchtung genau durch, bevor du mit dem Dreh beginnst.

Drehbuch

Für die Kreativität und Spontanität, die du als Kameramann brauchst, ist es unbedingt wichtig, das Drehbuch in- und auswendig zu kennen. Das spart nicht nur Zeit, sondern gibt dir die Flexibilität, auch spontan wertvolle Vorschläge einzubringen.

Ausrüstung

Um einen guten Film zu drehen, brauchst du nicht unbedingt das neuste und extravaganteste Equipment. Du solltest aber genau wissen, mit welcher Ausrüstung du deine kreativen und technischen Ziele umsetzen kannst.

Vorbilder

Auch die legendärsten Kameraleute haben von den Legenden vor ihnen gelernt. Jeder Kameramann macht seine eigenen wertvollen Erfahrungen und kann sie an die nächste Generation weitergeben. So entwickeln sich die Techniken der Kinematographie ständig weiter.

Orson Welles beispielsweise, der Schöpfer des berühmten Films „Citizen Kane“, sah John Ford als sein kinematographisches Vorbild. Dieser hatte wichtige Beleuchtungs- und Kameratechniken wie den Chiaroscuro-Effekt und einige Stilmittel des Western-Genres erfunden. Welles übernahm die Techniken von Ford und entwickelte auf deren Basis seine eigenen Innovationen.

kinematographie chiaroscuro
Der Film Citizen Kane lebt vom Spiel mit Licht und Schatten – hier erkennt man den Chiaroscuro-Effekt. (@Watch Meet Make, Youtube)

Kameratests

Damit beim Dreh alles glatt läuft, ist es sehr wichtig, vorher einige Tests durchzuführen. Dafür kannst du zum Beispiel Modelle und Farbtafeln verwenden. Auch deine Ausrüstung sollte funktional und gut gepflegt sein, bevor die Aufnahmen beginnen.

Drehort

kinematographie drehort
Drehort und Wetterbedingungen nehmen großen Einfluss auf die Qualität des Films.

Der richtige Drehort ist entscheidend für die Qualität des Films. Nicht unwichtig sind dabei die Licht- und Wetterverhältnisse zur Zeit der Aufnahme. Natürlich kann man die nicht hundertprozentig vorhersehen, soweit es geht solltest du sie aber einberechnen. Ein geeigneter Drehort bedeutet weniger Zeitaufwand und Mühe für Kameraleute und Crew.

Postproduktion

Der sicherste Weg zum Erfolg ist, schon im Drehprozess möglichst nah an das gewünschte Ergebnis zu kommen. In der Nachbearbeitung kann man zwar viel erreichen, aber auch keine Wunder vollbringen. Außerdem kostet sie viel Zeit und Geld. Ein guter Kameramann nutzt Drehort, Beleuchtung und andere Aufnahmetechniken aus, um gleich ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Kameramann Werden – Wie geht das?

In der Kinematographie Karriere zu machen ist nicht einfach. Wie auch in der Fotografie gibt es nicht nur einen Weg in den Beruf. Eine Ausbildung im analogen oder digitalen Filmschaffen kann sehr nützlich sein, um einen guten Überblick über das gesamte Feld zu bekommen. Außerdem kannst du damit eventuell später unterrichten. Folgende Ausbildungsmöglichkeiten gibt es in Deutschland:

  1. Ausbildung zum/r Kamera-Assistenten/in (3,5 – 6 Monate)
  2. Darauf aufbauend Weiterbildung zum/r Kameramann/-frau
  3. Eventuell Prüfung zum/r Aufnahmeleiter/in
  4. Studium im Fach Film- und Fernsehkamera oder Ton- und Bildtechnik

Nach abgeschlossener Ausbildung solltest du deine praktischen Erfahrungen am Filmset vertiefen. Dort fängst du in der Regel erst einmal als Assistent an und kannst dich langsam hocharbeiten.

Viele Kameraleute wirken zu Anfang ihrer Karriere an unabhängigen Filmen mit und schaffen später den Schritt in die professionelle Kinematographie. Auch kleine Bühnenproduktionen können dir helfen, deine Fähigkeiten weiterzuentwickeln und wichtige Kontakte zu knüpfen. Zu diesem Zweck solltest du auch Filmvorführungen, Red-Carpet-Events, Seminare etc. besuchen. Außerdem helfen dir Fachmagazine, auf dem neusten Stand der Entwicklungen in deinem Feld zu bleiben.

Einstieg in den Fachwortschatz

Bestimmt sind dir schon einige Begriffe aus dem Filmgeschäft begegnet, mit denen du absolut nichts anfangen konntest. Kein Wunder: der Wortschatz ist speziell und sehr umfassend. Damit dir das bei deinem Einstieg als Kameramann nicht im Wege steht, findest du hier einige der wichtigsten Ausdrücke.

Einheiten

  • Einstellung
    Einstellungen sind die kleinsten Einheiten eines Films. Sie werden durch Schnitte oder Übergänge voneinander getrennt. Ein Erzählfilm enthält Tausende von Einstellungen.
  • Szene
    Die Menge der Einstellungen in einem bestimmten Zeitabschnitt wird Szene genannt. Mit dem Wechsel des Drehortes beginnt eine neue Szene. Eine Szene besteht immer aus Anfang, Mitte und Ende.
  • Sequenz
    Die nächstgrößere Einheit bildet die Sequenz. Eine Sequenz besteht aus mehreren Szenen und hat in sich wieder Anfang, Mitte und Ende. Die Sequenz kann sich über mehrere Ortswechsel hinweg ziehen. Ein Erzählfilm enthält in etwa 20 Sequenzen.

Einstellungsgrößen

Weite Aufnahme Die Weite Aufnahme ist die Einstellung mit dem weitesten Aufnahmewinkel. Sie dient dazu, Subjekte in ihrer Umgebung zu zeigen und geographisch einzuordnen. Sie wird auch verwendet, wenn zwei verschiedene Orte in einer Einstellung sichtbar sein sollen.
Vogelperspektive Die Vogelperspektive nutzt ebenfalls einen weiten Aufnahmewinkel, wird aber von oben gefilmt. In einer solchen Einstellung bilden sich oft Strukturen aus einer Szene heraus. Die Vogelperspektive wird gerne zu Anfang eines Films verwendet.
Totale Die Totale bildet den Handlungsraum ab, hält aber genug Distanz um eine emotionale Verbindung zum Subjekt zu verhindern. Der Zuschauer fühlt sich quasi als Teil der Szene, als ob er das Geschehen aus einiger Entfernung betrachten würde.
Halbnahe Aufnahme Die Halbnahe Aufnahme wird meistens verwendet, um Handlungen und Dialoge innerhalb kleiner Gruppen abzubilden. Dabei ist die Gestik der Figuren erkennbar, der Zuschauer ist aber nicht nah genug um Emotionen wahrzunehmen. Meist sind die Figuren von der Hüfte aufwärts zu sehen.
Grossaufnahme In der Großaufnahme ist das Gesicht einer Person erkennbar, sodass die Emotionen im Fokus der Aufnahme stehen.
Detailaufnahme In einer Detailaufnahme sind nur Teile des Gesichts, Hände oder ein Objekt extrem nah zu sehen. Diese Einstellung wird verwendet, um eine Szene zu intensivieren.

kinematographie detailaufnahme

Bei einer Detailaufnahme sind nur Ausschnitte der Handlung sichtbar.

Kameraführung

Verkantung

Von Verkantung spricht man, wenn die Kamera so zu einer Seite gekippt wird, dass der Boden nicht mehr parallel zum Horizont ist. Die Verkantung erzeugt ein Gefühl von Instabilität und Unsicherheit.

Over-Shoulder Shot

Diese Einstellung wird meist benutzt, wenn eine Figur mit einer anderen redet oder etwas betrachtet. Kopf und Schultern sind dann von hinten nicht-fokussiert sichtbar. Die Person oder das Objekt, das die Figur betrachtet, sind im Fokus.

Vertikaler Schwenk

Wie der Name schon sagt, wird die Kamera hier von oben nach unten oder von unten nach oben bewegt. Dieser Schwenk wird oft mit einer entsprechenden Bewegung des Subjekts kombiniert. Er wird gerne zu Anfang eines Films als Opening Shot verwendet, oder auch um zum Ende einer Einstellung etwas Neues zu offenbaren.

Horizontaler Schwenk

Dieser Schwenk wird gebraucht, um die horizontale Bewegung des Subjekts zu betonen oder die Umgebung zu zeigen.

Zoom

Der Zoom wird gebraucht, um den Fokus auf ein bestimmtes Subjekt zu verstärken. Diese Technik wird ständig weiterentwickelt, um möglichst natürlich zu wirken.

Zoom-Fahrt-Kombination

Hier wird die Kamera auf dem Kamerawagen in Richtung des Subjekts bewegt, während sie aber herauszoomt. Auch in umgekehrter Richtung ist das möglich.

Kranaufnahme

Bei dieser Technik wird die Kamera an einem Kran-Arm nach oben oder unten bewegt. Heutzutage werden dafür auch Drohnen verwendet.

Fahrt

Der Kamerawagen folgt der Bewegung des Subjekts. Dadurch wirkt die Aufnahme lebendiger.

Subjektive Kamera

Hier wird die Kamera direkt am Subjekt befestigt und zeigt die Handlung aus seiner persönlichen Perspektive. Dadurch wird der Zuschauer direkt eingebunden.

Traumjob Kameramann

Noch einmal das Wichtigste zur Kinematographie im Überblick:

  • Die Kinematographie bezeichnet den Umgang mit der Kamera beim Film. Sie legt Wert auf das Storytelling und auf künstlerische und technische Aspekte des Filmens.
  • Den Fachmann für Kinematographie nennt man Kameramann/-frau. Für diesen Beruf gibt es mehrere Ausbildungsmöglichkeiten.
  • Kameramann ist ein spannender und sehr vielseitiger Job, bei dem Kreativität, aber auch Organisationstalent und technisches Know-How gefragt ist.
  • Als Kameramann trägst du direkte Verantwortung für das Gelingen eines Films und bist eng in den künstlerischen Prozess eingebunden.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel einen Einblick in die spannende Welt der Kinematographie geben. Vielleicht hast du sogar selber Lust bekommen, Kameramann/-frau zu werden? Ich freue mich über dein Feedback und deine Ideen zu diesem Thema in den Kommentaren!

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HDR Fotografie leicht gemacht ᐅ In 3 Schritten zum top Ergebnis https://www.pixolum.com/blog/fotografie/hdr https://www.pixolum.com/blog/fotografie/hdr#comments Sat, 27 Nov 2021 15:34:49 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=36944 Die HDR Fotografie ist eine spannende Möglichkeit aus anspruchsvollen Lichtsituationen das Beste herauszuholen. Du hast noch nie von dieser Technik gehört? Dann wird es Zeit! Anhand eines Praxisbeispieles zeige ich dir, wie du diese Technik einsetzen kannst. Dabei erkläre ich dir nicht nur jeden Schritt, sondern zeige dir auch die notwendigen Einstellungen, die ich für das Foto aus meinem Beispiel genutzt habe. So kannst du jeden Schritt nachvollziehen. Los geht’s!

Anleitung HDR Fotografie Beispiel Sonnenuntergang
HDR-Fotos mithilfe von Lightroom ganz easy erstellen (@pixolum)

Wie immer wollen wir, bevor wir in die Praxis eintauchen, die nötige Theorie kurz und knapp klären. Dies ist wichtig, um die weiteren Schritte einzuordnen und hilft dir, das notwendige Verständnis für die Technik zu erlangen.

Was bedeutet HDR Fotografie?

HDR ist eine Abkürzung und steht für High Dynamic Range

Übersetzt bedeutet HDR so viel wie „hoher Dynamikumfang“. Die grundlegende Idee dieser Technik ist es, den vorhandenen Dynamikumfang deiner Kamera durch die Nutzung mehrerer Fotos auszuweiten. Bevor wir dazu tiefer eintauchen, gebe ich dir noch einen kurzen Exkurs zum Thema Dynamikumfang.

Exkurs: Dynamikumfang deiner Kamera

Der Dynamikumfang (Dynamic Range) bezeichnet den Umfang der Informationen, die deine Kamera zwischen dem dunkelsten und dem hellsten Bereich in deinem Bild einfangen kann. Je neuer (und in der Regel auch teurer) deine Kamera ist, je besser kommt deine Kamera mit komplexen Lichtsituationen zurecht.

Ein Sonnenuntergang ist hierfür ein gutes Beispiel. Die sinkende Sonne zaubert nicht nur wunderschönes Licht in die Landschaft, sondern erzeugt auch Schatten an den Stellen, wo das Licht nicht mehr hinkommt. Verfügt deine Kamera über einen geringen Dynamikumfang, musst du dich entscheiden:

Willst du mehr Informationen in den hellen, oder in den dunklen Bereichen auf den Sensor bannen? Lautet deine Antwort jetzt „beides“, dann könnte dir die HDR Technik helfen.

Wie funktioniert die HDR Fotografie?

Im Prinzip ist die HDR Fotografie und ihre Wirkung sehr schnell erklärt: reicht der Dynamikumfang von einem Foto nicht aus, nutzt du einfach mehrere Bilder! Dabei fotografierst du dein Motiv mit unterschiedlichen Einstellungen, um für jeden Bildbereich möglichst viele Informationen zu bekommen. Klassischerweise nutzt man mindestens drei Bilder:

  1. Korrekte Belichtung: das erste Bild nimmst du so auf, dass der Belichtungsmesser deiner Kamera dir eine korrekte Belichtung anzeigt
  2. Überbelichtung: das zweite Bild nimmst du überbelichtet auf, um möglichst viele Informationen in den dunklen Bildbereichen zu erhalten
  3. Unterbelichtung: für die hellen Bereiche in deinem Bild nutzt du das dritte Foto. Hierzu wird bewusst dunkler belichtet

Setzt du diese Fotos mithilfe einer Bildbearbeitungssoftware zusammen, erhältst du ein Bild, das viel mehr Informationen in allen Bildbereichen enthält, als die jeweils einzelnen Fotos.

Perfekt also, um alle Bereiche gut bearbeiten zu können.

Wieviele Bilder bei HDR verwenden?

In den meisten Fällen reichen drei Fotos für ein HDR Bild aus. Je nach Lichtsituation kannst du auch mehr als drei Fotos nutzen. So kannst du mit fünf, sieben oder noch mehr Bildern noch feinere Abstufungen in deinem Bild erreichen. In der Regel fährst du mit drei, maximal fünf Bildern, aber schon sehr gut.

Wann nutze ich die HDR Technik?

Nach dem letzten Abschnitt kannst du dir sicher denken, wann die HDR Technik das richtige Helferlein für dich ist. Nämlich immer dann, wenn dein Motiv oder deine Landschaft sehr unterschiedliche Belichtungen aufweist. Wie oben beschrieben kann das ein Sonnenaufgang oder -untergang sein. Doch auch bei Motiven mit künstlicher Beleuchtung in dunkler Umgebung bist du gut beraten, diese Technik zu nutzen.

Die Skyline von New York während der blauen Stunde
Blaue Stunde und Licht der Stadt – ein mögliches Szenario zum Einsatz der HDR Technik (@Pascal Wieczorek)

Schritt für Schritt zum HDR Foto

Genug der Theorie, nun gehen wir in die HDR Foto-Praxis. Dabei gehe ich mit dir die Erstellung des Beitragsbildes von der Aufnahme zur Bearbeitung in drei Schritten durch. So erhältst du einen praktischen HDR Leitfaden, den du bei deiner nächsten Fototour direkt umsetzen kannst.

Ein malerischer Sonnenuntergang in Norwegen
Das ist das Ergebnis des Beispielbildes. Die Erstellung dazu zeige ich dir jetzt (@Pascal Wieczorek)

Schritt 1: Vor Ort richtig fotografieren

Wie oben erklärt benötigst du für die HDR Technik mindestens drei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen. Du kannst entweder selbst die Belichtungszeiten variieren, oder deine Kamera die Arbeit übernehmen lassen.

In der Regel bieten Kameras nämlich speziell hierzu eine Funktion an, bei der die Einstellungen halbautomatisch eingestellt werden. Diese Funktion nennt sich Auto Exposure Bracketing (kurz: AEB). Bei dieser praktischen Funktion gibst du deiner Kamera nur vor, wie viele Blendenstufen zwischen den Aufnahmen liegen sollen.

Drückst du jetzt den Auslöser deiner Kamera werden hintereinander drei (oder mehr) Fotos mit wechselnder Belichtung aufgenommen. Die anderen Einstellungen wie Blende, Weißabgleich und Fokuspunkt deiner Aufnahme bleiben unberührt. Dies ist auch immens wichtig, um die Bilder hinterher in der Bearbeitung zusammensetzen zu können.

Im folgenden Bild zeige ich dir alle drei Aufnahmen, die ich für das Beispielbild verwendet habe. Die Einstellungen der einzelnen Fotos findest du dort ebenfalls.

Kameraeinstellungen HDR
Die drei Bilder bei einem HDR Foto.
Achtung bei zu viel Bewegung im Bild!

Möchtest du eine Szenerie fotografieren, in der viel Bewegung vorhanden ist (zum Beispiel viele Menschen, die sich bewegen)? Dann solltest du ggf. von der HDR Technik absehen. Denn beim Zusammensetzen der Fotos können dann durch die Bewegung der Menschen unschöne Ergebnisse entstehen. Kleinere Bewegungen wie im Wind wackelnde Blätter oder Wellen kann eine gute Software „ausbügeln“.

Exkurs: Software für HDR Fotos

Jetzt brauchen wir die Hilfe einer Software, um die unterschiedlichen Bilder perfekt zusammensetzen. Dabei gibt es hier unterschiedlichste Lösungen, die du nutzen kannst. Bildbearbeitungssoftware wie Lightroom oder Photoshop bringen die entsprechende Funktionalität direkt mit.

Es gibt aber auch Software, die sich auf das Zusammensetzen von HDR Fotos spezialisiert haben. Hier sind zum Beispiel Tools wie Aurora HDR oder Photomatix beispielhaft zu nennen.

In meinem Beispiel nutze ich Lightroom Classic. Damit erzielst du in der Regel sehr gute Ergebnisse und du sparst dir die zusätzliche Anschaffung einer speziellen HDR Software.

Schritt 2: Die Bilder zusammensetzen in Lightroom

Sind die Fotos im Kasten lassen wir nun in Lightroom die Muskeln spielen. Dazu importieren wir die Bilder und setzen diese mit wenigen Klicks zusammen.

Zunächst markierst du die Bilder, die du zu deiner HDR Fotografie zusammensetzen willst. In meinem Beispiel sind dies drei Fotos. Jetzt klickst du mit der rechten Maustaste auf eines der Bilder und wählst im folgenden Menü die Punkte Zusammenfügen von Fotos ᐅ HDR. Es öffnet sich ein neues Menü, in welchem du das Zusammensetzen der Fotos konfigurieren und anstoßen kannst.

Ausschnitt aus Lightroom
HDR Fotos zusammenstellen in Lightroom.

Hier kannst du folgende HDR Einstellungen verändern bzw. nutzen:

# Option Beschreibung
1 Automatisch ausrichten Ist diese Option aktiviert, richtet Lightroom alle Bilder zueinander aus. Dies ist wichtig, damit das Zusammensetzen der Fotos reibungslos funktioniert. Daher auf jeden Fall aktivieren!
2 Automatische Einstellungen Lightroom bietet dir an, die globalen Einstellungen (Belichtung, Kontrast, etc.) automatisch nach Fertigstellen des HDR Fotos vorzunehmen. Ich lasse diese Option immer deaktiviert, da die automatischen Einstellungen in der Regel nicht gut aussehen.
3 Stärke der Geistereffektbeseitigung Herrscht Bewegung in deiner Szene, während du die Fotos aufnimmst, ergibt sich ein „Geistereffekt“, wenn Lightroom diese ohne weitere Bearbeitung zusammensetzt. So würdest du z.B. bei den seichten Wellen im Beispielbild Verzeichnungen dort sehen, wo sich das Wasser während der Aufnahme bewegt hat. Damit das nicht passiert, Option aktivieren und der Intensität der Bewegung anpassen.
4 Überlagerung für Geistereffektbeseitigung anzeigen Solltest du die eben erwähnte Option nutzen, bietet dir Lightroom die Möglichkeit anzuzeigen, wo Geistereffekte auftreten. Dazu erscheint bei aktivierter Option ein rotes Overlay an den jeweiligen Stellen. Dies hilft bei der Auswahl der Intensität der Beseitigung, daher aktivieren, wenn du diese nutzen willst.
5 Stapel erstellen Eine praktische Option für deine Organisation in Lightroom: wenn du den Haken hier setzt, wird Lightroom nach dem Zusammenfügen der Fotos die Bilder inklusive des HDR Fotos zu einem Stapel zusammenfassen. Dabei wird das HDR Foto obenauf liegen. So behältst du die Übersicht über deine Fotos. Je nachdem, wie du dich organisierst, also eine praktische Hilfestellung.

Schritt 3: Die Bildbearbeitung

Glückwunsch!! Du hast soeben deinen ersten Schritt in der HDR Fotografie gemacht! Du hast nun ein Foto, dass angereichert ist mit den Details und Bildinformationen aus drei Fotos.

Übersetzt heißt das, dass du jetzt in der Bearbeitung deines Fotos aus dem Vollen schöpfen kannst. Doch wie sagte schon Peter Parker: „Aus großer Macht folgt eine große Verantwortung.“ 😉

In unserem Kontext heißt das, dass du in der Bearbeitung sehr behutsam mit den Reglern und Einstellungen umgehen solltest. Drehst du hier zu sehr nach oben und unten, wird dein Bild sehr schnell einen unnatürlichen Look erhalten. Das passiert auch dadurch, dass du so viele Informationen im Bild vereint hast, dass du theoretisch jeden Teilbereich des Fotos perfekt ausleuchten kannst. Und genau das gibt es in der Natur nicht.

Im Beispielbild habe ich mit globaler und lokaler Bearbeitung vor allem die Kontraste zwischen Lichtern und Tiefen im Bild bearbeitet, um die wunderschöne Stimmung dieses Sonnenuntergangs zu verdeutlichen.

Ein letzter Tipp

Die HDR Fotografie polarisiert, nicht zuletzt, weil in der Bearbeitung oftmals zu sehr an den Reglern gedreht wird. Daher ist das Thema manchmal auch etwas negativ behaftet. Außerdem werden unsere Kameras aufgrund des rasanten Fortschritts der Technik immer besser, auch was den Dynamikumfang angeht. Dennoch gebe ich dir den Tipp bei besonderen Lichtsituationen in dem „Dreiklang“ zu fotografieren, den du als Grundlage für die HDR Fotografie nutzt. Der Grund dafür ist ganz einfach: egal wie sehr das Umgebungslicht dein Display bei der Aufnahme beeinträchtigt, mit drei (oder fünf) Fotos mit unterschiedlicher Belichtung erhöhst du die Chance auf ein perfekt belichtetes Bild. Und das kann nicht schaden, selbst, wenn du die HDR Technik nicht nutzen willst!

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Hochformat vs. Querformat ᐅ Welches Format für welches Bild? https://www.pixolum.com/blog/fotografie/hochformat-vs-querformat https://www.pixolum.com/blog/fotografie/hochformat-vs-querformat#respond Wed, 24 Nov 2021 08:30:14 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=36492 Hochformat oder Querformat fotografieren? Nicht erst seit Instagram ist das eine Frage, die immer wieder in der (Landschafts-)Fotografie aufkommt. Doch wann nutzt du welches Format? Und wieso eigentlich? Genau diese Fragen ergründe ich mit dir in diesem Artikel. Und am Ende gebe ich dir ganz praktische Tipps, wann du welches Format nutzen solltest.

Hochformat oder Querformat? So wählst du das richtige Format für dein Foto.
Hochformat vs. Querformat bei Fotos.

Hochformat vs. Querformat

Ich weiß nicht, wie es dir geht – aber als ich angefangen habe zu fotografieren habe ich meine Landschaftsaufnahmen immer im Querformat aufgenommen. Zum einen, weil die Kamera in ihrer Haptik und ihrem Aufbau dazu verleitet, die Kamera quer zu halten. Zum anderen aber auch, weil es mir wie ein ungeschriebenes Gesetz erschien, dass mir im Rahmen meines autodidaktischen Erlernens der Fotografie immer wieder begegnete.

Dabei galt immer der Glaubenssatz:

Porträts werden hochkant fotografiert, Landschaften im Querformat.

Dass dieser Gedanke nicht von ungefähr kommt, zeigt auch die englische Bezeichnung der beiden Formate: Das Hochformat wird als „Porträt Orientation“, das Querformat als „Landscape Orientation“ bezeichnet. Gehen wir also etwas tiefer auf das Thema Hochformat vs. Querformat und analysieren die Unterschiede.

Was ist eigentlich ein Format?

Doch bevor wir weiter ins Detail gehen, machen wir erst einen Schritt zurück und klären die Frage, was eigentlich ein Format ist.

Mit dem Schlagwort „Format“ bezeichnen wir das Verhältnis der Breite und Länge eines Bildes. Eben dieses Verhältnis stellt ein wichtiges Gestaltungsmittel in der Fotografie dar. Denn je nach Wahl des Verhältnisses von Länge und Breite veränderst du den Bildausschnitt, den du mit deinem Foto zeigst. Und das wiederum hat einen großen Einfluss auf die Wirkung deines Fotos. Daher ist die richtige Wahl des Formats nicht unwesentlich!

Warum ist Querformat Standard?

Doch warum verfallen wir automatisch so oft unbewusst in den Modus, die Kamera im Querformat in der Hand zu halten. Nun, ganz profan: weil die Kamera so konzipiert ist. Schau dir die Ausrichtung der Knöpfe und Bedienelemente an. Diese sind so ausgerichtet, dass du die Kamera im Querformat nutzt.

Doch auch darüber hinaus kennen wir das Querformat aus vielen anderen „alltäglichen“ Anwendungen. Denk nur an das Fernsehen, YouTube, Kinoleinwände, Plakatwerbung oder die Zeitung. All diese Medien sind im Querformat ausgerichtet. Davon ab sind auch unsere Augen nebeneinander angeordnet. In vielen Punkten sind wir das Querformat also einfach gewöhnt. Und wie es mit uns Menschen dann so ist, nutzen wir oft gewohnte Dinge als Schablone für neue Dinge.

Davon ab hilft das Querformat auch dabei, mehr Weite und Fläche darzustellen. Allein dieser Grund erklärt, warum das Querformat so oft für Landschaftsfotos gewählt wird. Ein sehr klassisches Querformat in der Landschaftsfotografie ist das Verhältnis 16:9 (lange Seite: kurze Seite). Dieses Format wird dir sicher ebenfalls von Filmen bekannt vorkommen.

Ein Fjord in Norwegen beim Sonnenaufgang
Das Querformat eignet sich perfekt, um die Weite einer Landschaft darzustellen (@Pascal Wieczorek)

Das Hochformat

Das Hochformat ist schon immer die bevorzugte Ausrichtung der Kamera für Porträts. So kannst du mithilfe dieser Ausrichtung meist Gesicht und einen Teil des Oberkörpers abbilden. Nicht umsonst wird dieses Format, wie oben beschrieben, im Englischen als „Portrait Orientation“ bezeichnet.

Doch durch Smartphones und Social Media bekam das Hochformat immer mehr Bedeutung: Unsere Handys sind alle im Hochformat ausgelegt und durch Apps wie Instagram konsumieren wir immer mehr fotografischen und videografischen Content im Hochformat.

Schau dir nun deinen Feed bei Instagram an: der absolut größte Teil der Posts wird im Hochformat sein. Viele Fotograf:innen schneiden ihre Bilder extra für Instagram zu oder nehmen diese schon direkt im Hochformat auf, damit diese auch algorithmustauglich im Feed erscheinen. Genau das kann jedoch ein Hindernis für deine Kreativität darstellen! Denn wenn du nun losgelöst von deinem Motiv, alles im Hochformat fotografierst, um es bei Instagram optimal darzustellen, so läufst du Gefahr schöne Motive schlichtweg zu übersehen. Das klassische Verhältnis bei Instagram ist hier zum Beispiel 4:5.

Tipp: die richtige Auflösung für Instagram!

Neben Hochformat vs. Querformat spielt auch die Auflösung deines Bildes eine wichtige Rolle, damit dieses in schönster Qualität bei Instagram zu bewundern ist. Daher hier in Kurzform die Formate und Auflösungen, die du für deinen nächsten Upload nutzen solltest:

Querformat
Verhältnis Länge zu Breite: 1,91:1
Auflösung (Länge x Höhe): 1080 x 565 px

Hochformat
Verhältnis Länge zu Breite: 4:5
Auflösung (Länge x Höhe): 1080 x 1350 px

Quadratisch
Verhältnis Länge zu Breite: 1:1
Auflösung (Länge x Höhe): 1080 x 1080 px

Mehr Informationen, auch zu anderen Plattformen findest du hier.

Eine spektakuläre Aussicht auf die Berge von Senja.
Höhenunterschiede können am besten im Hochformat dargestellt werden (@Pascal Wieczorek)

Hochformat und Querformat gezielt einsetzen

Nachdem wir nun grundlegend geklärt haben, was ein Format ist und wie diese definiert werden, gehen wir nun einen Schritt weiter. Ich zeige dir nun, für welche Motive oder Aufnahmesituationen welches Format geeignet ist. So kannst du ab sofort immer schon bei der Aufnahme entscheiden, wie du dein Bild gestalten willst. Los geht’s!

Querformat Bereiche

Wir starten mit dem Bildformat, das in der Landschaftsfotografie am häufigsten genutzt wird. Dazu habe ich dir verschiedene Aufnahmesituationen aufgeführt, in denen du mit dem Querformat gut beraten bist.

1. Weite Landschaften

Es ist kein Wunder, dass in der Landschaftsfotografie hauptsächlich im Querformat fotografiert wird: egal ob Bergketten, spiegelglatte Seen oder schier endlose Wälder, es geht immer um die Darstellung von Weite. Dazu eignet sich natürlich das Querformat. So bekommen wir möglichst viel der schönen Landschaft in dein Foto. Reicht ein Foto nicht aus, kannst du mit einem Panorama (also mehrere Fotos, die in der Nachbearbeitung zu einem Foto zusammengefügt werden) noch mehr Weite fotografieren.

Die weite Landschaft Kanadas.
Weite Landschaften, wie diese in Kanada, kommen im Querformat am besten zur Wirkung (@Pascal Wieczorek)

2. Sonnenuntergang am Wasser

Du bist am Strand oder am See und willst den schönen Sonnenuntergang fotografieren? Dann solltest du die Kamera bevorzugt im Querformat nutzen. Denke hier an den Horizont! Dieser ist eine horizontale Linie und daher prädestiniert für das Querformat.

3. Bewegte Motive

Du willst Autos oder andere Motive in voller Fahrt fotografieren und dafür die Technik des „Mitziehens“ nutzen? Dann bietet sich das Querformat an! Denn durch die Seitwärtsbewegung des Motivs benötigst du Raum in deinem Foto, um eben dieser Bewerbung Rechnung zu tragen. Würdest du hier im Hochformat fotografieren, wäre dein Motiv zwischen den Bildrändern „eingekeilt“ und der Effekt der Bewegung geht verloren.

4. Skylines

Ähnlich wie bei Landschaften verhält es sich auch bei Skylines. Denk zum Beispiel an die Skyline von New York oder Frankfurt: hier geht es immer darum, die gewaltigen Wolkenkratzer und Gebäude in einem Bild darzustellen. Und weil eine Skyline ebenfalls horizontal verläuft, du also Weite darstellen willst, solltest du das Querformat wählen. Das gilt übrigens auch und ganz besonders für Brücken!

Hochformat

Nun zeige ich dir, bei welchen Situationen und Motiven das Hochformat das Instrument deiner Wahl sein sollte.

1. Höhen

Egal ob Bäume, Berggipfel oder andere Situationen, in denen du die Höhe deines Motivs betonen willst – hier hilft dir das Hochformat. Das Format unterstreicht die vertikalen Linien und verstärkt so den Effekt der Höhe. Wenn du das Hochformat noch mit einem niedrigen Aufnahmewinkel und nach oben gerichteter Kamera kombinierst (z.B. bei einem Baum) kannst du den Effekt noch weiter verstärken.

Die hochgewachsenen Bäume des Gespensterwalds.
Die besondere Form der Bäume des Gespensterwalds kommt im Hochformat besonders zur Geltung (@Pascal Wieczorek)

2. Tiefen

Du willst die Tiefe einer Landschaft oder eines Motivs darstellen? Dann wird dir die Aufnahme im Hochformat sehr helfen. Denk an typische Fotos aus Ländern wie Norwegen: eine Person steht auf einem Gipfel und blickt in den tiefliegenden Fjord hinunter. Um das Gefühl der Tiefe beziehungsweise der unterschiedlichen Höhen darzustellen, solltest du auf jeden Fall das Hochformat nutzen. So bekommst du nämlich den Gipfel, aber auch den Fjord mit auf dein Bild. Die Betrachter:innen können so die Höhenunterschiede auf deinem Bild viel besser erfassen.

Das gilt übrigens auch für Treppenhäuser oder Parkhäuser!

3. Wasserfälle

Insbesondere Wasserfälle, die sich über mehrere Ebenen erstrecken, sind perfekt geeignet für Fotos im Hochformat. So kannst du den Verlauf des Wassers schön in einem Bild darstellen. Am besten nutzt du bei diesen Gelegenheiten längere Belichtungszeiten, um das Wasser noch dynamischer zu gestalten.

Hochformat vs. Querformat bei Videos

Falls du dich fragst, wie sich das Thema bei Videos verhält, schau dir dieses Video an!

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Nebelfotos ᐅ 5 Tipps für garantiert stimmungsvolle Fotos! https://www.pixolum.com/blog/fotografie/nebelfotos https://www.pixolum.com/blog/fotografie/nebelfotos#respond Thu, 11 Nov 2021 08:27:45 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=36718 Nebelfotos haben immer eine ganz eigene, mystische Stimmung. Mit dem Herbst beginnt die Hochzeit des Nebels. Jetzt kannst du also dieses Naturphänomen nutzen, um deinen Fotos einen ganz besonderen Touch zu geben. Was du dabei beachten musst und wie dir besonders stimmungsvolle Nebelfotos gelingen, das werde ich dir in diesem Artikel erklären.

Nebelfotos wie dieses aus der Lüneburger Heide bringen besonders schöne Stimmungen
Nebel ermöglicht es dir besondere Stimmungen in deine Fotos zu bringen (@Pascal Wieczorek)

Nebel und Fotografie

Für ein perfektes Landschaftsfoto braucht es nicht nur eine schöne Landschaft, sondern auch eine außergewöhnliche Stimmung. Das kann ein ausgesprochen schönes Licht sein, ein gewaltiger Sturm oder eben eine Szene sein, die teils durch Nebel eingehüllt wird. Nebel bringt in jedes Bild eine besondere, oftmals geheimnisvolle oder mystische Stimmung. Und weil der Nebel ein Stilmittel ist, das relativ leicht verfügbar und zeitgleich ein so kraftvolles Tool ist, widmen wir uns heute gemeinsam diesem Thema. Doch bevor wir mit den Fototipps durchstarten gebe ich dir noch ein paar wichtige theoretische Hintergründe mit auf den Weg.

Was ist Nebel?

Warum ich mit der Theorie starte? Ganz einfach: wenn du weißt, was Nebel ist und wie dieser entsteht, dann kannst du diesen auch (bis zu einem gewissen Maße) hervorsagen. Das wiederum hilft dir deine Fotos besser zu planen und perfekt vorbereitet auf Fototour zu gehen.

Daher starten wir im ersten Schritt damit, zu schauen, was eigentlich Nebel ist. Und die Erklärung ist schnell geliefert: Nebel ist nichts anderes, als Wolken sind. Nämlich sehr kleine Wassertropfen, die sich in der Luft gebildet haben. Diese schweben quasi durch die Luft und reflektieren das Licht. Und so nimmt uns der Nebel, wenn er besonders dicht ist, die Sicht.

Ein Baum ohne Blätter wird von Nebel eingeschlossen
Nebel ist ein Garant für mystische Stimmung in deinen Bildern (@Pascal Wieczorek)

Wie entsteht Nebel?

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie diese Wassertropfen in unsere Luft kommen?

Das ist gar nicht so schwer zu erklären, daher gebe ich dir eine kurze und sehr vereinfachte Erklärung dazu. Das Grundrezept für Nebel besteht aus Temperaturunterschieden und hoher Luftfeuchtigkeit.

Hohe Luftfeuchtigkeit bedeutet, dass sich in der Luft viele Wassertropfen befinden. Durch die Sonne und hohe verdunsten diese tagsüber. In der Nacht wiederum sinken die Temperaturen, was dazu führt, dass das Wasser wieder kondensiert, also flüssig wird. Das ist dann der Nebel. Jetzt weißt du auch, warum insbesondere der Herbst Nebelzeit ist. Denn im Herbst sind die Tage noch länger und sonnig, während es in der Nacht schon beginnt kälter zu werden. So entstehen die hohen Temperaturunterschiede, die es braucht, um Nebel entstehen zu lassen. Es gibt auch andere Varianten der Nebelentstehung, zum Beispiel an Seen. Hier verdunstet das Wasser des Sees in kalte Luft und schon entsteht Nebel. Gerade im Herbst solltest du morgens also deinen Lieblingsseen einen Besuch abstatten!

Nebel vorhersagen

Mit den Informationen aus der Theorie kannst du nun versuchen Nebel vorherzusagen. Dazu kannst du Wetterkarten bzw. -dienste nutzen. Oder du machst es dir leicht und nutzt eine App wie Clear Outside. Diese liefert dir verschiedene Informationen und Vorhersagen zu deinem oder einem beliebigen Standort. Und hier gibt es einen eigenen Score für das Auftreten von Nebel. Je höher dieser ist (max. 100), desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Nebel auftritt.

Tipps für stimmungsvolle Nebelfotos

Genug der Theorie – wir gehen ins Eingemachte. In den kommenden Abschnitten werde ich dir ein paar Tipps geben, in welchen Situationen und wie du Nebel gezielt einsetzen kannst.

#1 Nebel und Sonnenstrahlen

Stoßen Nebel und Sonnenstrahlen aufeinander, ergibt sich immer ein besonders schönes Schauspiel. Denn durch den Nebel wird das Licht der Sonne diffuser und die Sonnenstrahlen sichtbarer. Dadurch ergibt sich ein toller Effekt wie in dem Bild unten im Wald. Wenn du also Nebel an deinem Fotospot hast, schau, ob du die Sonne so in dein Bild einbinden kannst, dass sie durch den Nebel scheint. Um den Effekt noch deutlicher zu machen, kannst du direkt gegen die Sonne fotografieren.

Die Sonne scheint an einem nebeligen Morgen durch die Bäume
Der Nebel verstärkt das einfallende Sonnenlicht und erzeugt ganz besondere Lichtstimmungen (@Pascal Wieczorek)

#2 Nebel in der Natur

Nebelfotos sind in der Regel Landschaftsfotografien. Kein Wunder, denn der Nebel taucht in Wäldern und an Seen am häufigsten auf. Daher solltest du unbedingt raus in die Natur, wenn die Vorhersage Nebel anzeigt.

Im Wald hilft der Nebel auf besondere Weise bei der Bildgestaltung: denn durch den Nebel werden Objektive voneinander getrennt. Unter normalen Umständen herrscht im Wald eher Chaos. Bäume wachsen wild durcheinander, Zweige ragen von links nach rechts und quer durch dein Bild.

Bist du nun bei nebligen Bedingungen im Wald unterwegs, kannst du gezielt Motive mit dem Nebel freistellen. Denn durch den Dunst und das farblose Aussehen des Nebels verschwinden alle Ablenkungen hinter dem Nebel. Das funktioniert wunderbar auch bei Moor- oder Heidelandschaften, wie das Bild unten zeigt.

Ein Baum an einem nebligen Herbstmorgen
Insbesondere zum Sonnenaufgang entstehen mit Nebel tolle Stimmungen (@Pascal Wieczorek)

#3 Nebel und Architektur

Ob in der Stadt oder bei Schlössern wie in diesem Bild – Nebel bringt auch hier immer eine besondere Stimmung in dein Foto. Gerade in Verbindung mit alten Gebäuden ergibt sich immer eine mystische und spannende Stimmung. Wenn du Wasserschlösser in deiner Nähe hast, statte diesen im Herbst öfter einen Besuch ab. Hier ergeben sich besonders gute Chancen auf schöne Nebelfotos.

Ein Schloss eingehüllt in Nebel
Nebel ist nicht nur für Naturfotograf:innen interessant. Auch Gebäude bekommen eine besondere Stimmung, wenn sie durch den Nebel verhüllt werden (@Pascal Wieczorek)

Tipps für die Bildbearbeitung

Du hast nun erfolgreich Nebelfotos auf den Sensor deiner Kamera gebannt. Im nächsten Schritt gilt es in der Bildbearbeitung das Maximum aus deinen Aufnahmen zu holen. Dazu gebe ich dir abschließend noch zwei Tipps mit auf den Weg.

#4 Nebel verstärken

In der Bildbearbeitung gibst du deinen Nebelfotos den letzten Schliff. Durch den gezielten Einsatz von Reglern wie Dunst entfernen, Licht und Weiß (Lightroom) kannst du den Nebel noch unterstreichen. Gerade der erstgenannte Regler unterstreicht diesen Effekt, wenn du ihn in negative Werte ziehst.

Die Werte des Weiß- und des Lichtreglers kannst du vorsichtig und leicht erhöhen, um den Nebel noch zu intensivieren. Genau dieses Vorgehen habe ich in dem unteren Bild genutzt, das ich an einem schönen Morgen an einer Moorlandschaft aufgenommen habe.

Goldene Stunde und Nebel am Moor
In der Bildbearbeitung kannst du die faszinierende Nebelstimmung noch verstärken (@Pascal Wieczorek)

#5 Nebel künstlich hinzufügen

In der Landschaftsfotografie sind wir immer auf die Gunst der Natur und die richtigen Bedingungen angewiesen. Manchmal macht uns genau dieser Umstand einen Strich durch die Rechnung. Wie gut also, dass es mittlerweile Möglichkeiten gibt, der Natur in der Bildbearbeitung auf die Sprünge zu helfen!

Dafür gibt es für unterschiedliche Bildbearbeitungsprogramm sogenannte „Overlays„. Dies sind entweder hochauflösende Fotografien, mit denen du Nebel künstlich in deine Fotos bringen kannst. Diese legst du in der Bildbearbeitung über dein eigentliches Foto (daher der Name). Alternativ gibt es auch Pinsel, die denselben Effekt haben. Google kann dir hier helfen sowohl kostenpflichtige, als auch kostenfreie Tools zu finden, um dies auszuprobieren.

Wichtig bei dem Thema ist, dass du die künstliche „Nebelmaschine“ mit Bedacht nutzt. Übertreibst du den Effekt, wird dieser schnell deutlich und dein Bild verliert an Wirkung. Ich habe dir hier ein Beispiel mitgebracht, welches ich in Photoshop in ein Nebelfoto verwandelt habe. Nutze den Slider, um den Unterschied zu sehen.

Baum ohne Nebel scaledBaum mit künstlichem Nebel scaled

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Instagram Influencer werden ᐅ 5 wichtigste Schritte https://www.pixolum.com/blog/modelbusiness/instagram-influencer-werden https://www.pixolum.com/blog/modelbusiness/instagram-influencer-werden#comments Sun, 24 Oct 2021 08:07:53 +0000 https://www.pixolum.com/blog/?p=10590 Du möchtest Instagram Influencer werden? Ein ehrgeiziges Ziel – aber nicht unmöglich. In diesem Beitrag erfährst du alles von den Grundlagen des Marketings bis hin zu den Agenturen für den erfolgreichen Instagram Influencer. Dieser ultimative Guide bringt dein Influencer Business auf die Beine!

instagram influencer haelt iphone in der hand
Wolltest du schon immer mal ein Instagram Influencer werden? Dann leg los! (@Maddi Bazzocco, unsplash.com)

Die gute Nachricht zuerst: Heute braucht man nicht mehr Hunderttausende von Followern, um als Instagram-Influencer erfolgreich zu sein. Warum? Weil Marken mehr und mehr auf die Macht der Mikro-Influencer eingestimmt werden. So kannst du dich ruhig in einer Nische bewegen und gleich erfolrgreich sein wie jemand, der 10x so viele Follower hat wie du.

#1 Was ist ein Instagram Influencer?

Instagram Influencer sind beliebte Instagram Nutzer. Dank ihren zahlreichen Followern haben sie die Macht, diverse Kaufentscheidungen Anderer beeinflussen zu können. Denn viele Follower haben Instagram Influencer schon vorab durch ihre Vertrauenswürdigkeit und Authentizität und oft auch durch Stil und Geschmack etabliert. Ein Instagram Influencer ist nicht unbedingt immer eine berühmte Person oder ein Experte. Genauso Chancen haben weniger bekannte, aber dafür talentierte Instagram Nutzer.

frau haelt produkt in der hand
Als Instagram Influencer kannst du Kaufentscheidungen anderer Personen beeinflussen. (@Laura Chouette, unsplash.com)

#2 Wie kann ich Instagram Influencer werden?

Um also ein erfolgreicher Instagram Influencer zu werden, braucht es zuerst eine einzige Kategorie, in der du dich gut von den Anderen abgrenzen kannst. Stell dir dazu folgende Fragen:

    • Was mache ich gern in meiner Freizeit?
    • Stehe ich immer in der Küche und geniesse das Backen oder das Kochen?
    • Ist Mode meine Leidenschaft?
    • Bin ich ständig auf Reisen?
    • Gehe ich fast täglich in ein Restaurant zum Essen?
  • frau isst spaghetti vor dem fenster am tisch
    Mach dir Gedanken über deine Vorlieben und Freizeitbeschäftigungen.

Tue das was du liebst und mach es gerne! Instagram benutzen 40% der Weltbevölkerung – da wirst du bestimmt dein Publikum finden.

#3 Bekannteste Instagram Influencer

Nimm dir ein Beispiel an anderen Influencern, die es bereits geschafft haben. Du weisst noch nicht wo deine Stärken liegen oder für welche Produkte du werben möchtest? Lass dich am besten erst mal von den folgenden Top Instagram Influencern aus den unterschiedlichsten Märkten inspirieren.

Mode – Camila Coelho

Camila Coelho ist eine brasilianische Instagram Influencerin im Bereich der Mode. Sie hat sich auf Video-Tutorials spezialisiert, die zeigen, wie du das Aussehen von Prominenten nachbilden kannst. Dadurch hat sie bereits eine wichtige Zusammenarbeit mit Lancôme an Land gezogen. Camila besitzt bereits auch eine Nightlife-Kollektion mit Sigma-Kosmetik.

Plus Size Gabi Fresh

Die Stylistin, Designerin und Model Gabi Fresh ist mittlerweile eine sehr bekannte Instagram Influencerin. Sie hatte mit ihrem Einfluss die Plus-Size-Mode aus dem dunklen Zeitalter gerettet. Gabi hat eine langjährige Beziehung zu «Swimsuits For All» sowie eine neue Zusammenarbeit mit «Playful Promises», eine Lingerie-Marke mit Grössenangaben. Letztes Jahr hat Gabi «Premme» zusammen mit ihrer Partnerin Nicolette Mason ins Leben gerufen.

Fitness Instragram Influencer

Die Instagram Influencerin Massy Arias hat ihr eigenes Imperium geschaffen. Ihre Fitness- und Ernährungspläne sind mittlerweile sehr bekannt. Sie ermutigt ihre Follower, indem sie über ihre eigene postpartale Reise berichtet und die Vorher-Nachher-Fotos ihrer Follower teilt.

View this post on Instagram

This year I will coach the biggest global movement the @mawarriors community has seen. We will transform our minds , our bodies, our health and the perception we have of ourselves. This is the year I will build warrior queens to know that they can become the best versions of themselves. It is my promise to every single woman who has signed up and will sign up for me to coach them for 60 days that I will transform their bodies and their perception of what fitness and self care is. Click the link in my bio. We are doing this together and we will get results. Last two days to join this challenge and program. Join now to the program that has changed the lives of over 33 thousand women. This is the Find Your Strength program. Monday we start transforming. Let’s do this!

A post shared by WWW.MASSYARIAS.COM (@massy.arias) on

Simeon Panda hat die Titelseiten von „Muscle Fitness and Train“ und viele andere Fitness Magazine als Fitnessmodel geziert. Als gekrönter Europameister im «Musclemania-Wettbewerb“ 2013, veranstaltet Simeon weltweit Seminare. Seine aktuelle Zusammenarbeit mit «TW Steel» umfasst eine Uhr in limitierter Auflage mit eigenem Panda-Ziffernblatt.

Reisen Instagram Influencer

Murad und Natay Osmann haben mit ihrem einzigartigen Stil der Reisefotografie eine virale Sensation ausgelöst. Denn bereits vier Millionen Instagram Follower verfolgen ihre Abenteuer auf der ganzen Welt in ihrem atemberaubenden Instagram Profil.

Chris Burkard, bekannter Instagram Influencer, zeigt sich selten in seinen Fotos. Das Fotografieren hat er sich selbst beigebracht. Chris konzentriert sich gerne auf atemberaubende Landschaften und Gegenden während seinen Reisen.

Schönheit – Chrisspy

Vloggerin und Instagram Influencerin Chrisspy bietete eine Mischung aus Streetwear und Special-Effects-Make-up zusammen mit ihrer pikanten Persönlichkeit an. Anschliessend wurde sie offizielle Make-up Künstlerin für den Abo-Service „Ipsy“. Ihre Video Anleitungen verhalfen ihr mittlerweile zu 3.5 Millionen Followern.

https://www.instagram.com/reel/CQgr5dlD4sC/

Technik – Marquees Brownlee

Marquees Brownlee hatte 2016 ein Video erstellt, worin er ein iPhone7 bewertet. Das Video generierte 9.9 Millionen Aufrufe! Marquees bietet echte und vergleichbare Bewertungen für die neuesten technischen Geräte.

#4 Marketing für Instagram Influencer

Mit dem Aufkommen der sozialen Medien sind die Influencer zur Stimme einer ganzen Generation von Konsumenten geworden. Deshalb arbeiten auch immer mehr Unternehmen mit Influencern in Verbindung mit traditionellen Marketingmethoden zusammen. Marken und ihre Produkte beschäftigen immer mehr Influencer Agenturen, welche die sozialen Medien durchforsten, um potenzielle und passende Influencer für ihre Kundschaft zu finden.

Je nach Anzahl Follower, die du bereits in deinem Instagram Profil hast, bekommst du zum Beispiel ein kostenloses Produkt eines Unternehmens zum Testen. Das Produkt zeigst du mit einem eindrücklichen Foto und einer kleinen Werbeaktion auf deinem Instagram Profil, um potenzielle Interessenten anzulocken. So funktioniert das Marketing für Einsteiger im Influencer Business meistens. Dann gibt es noch gesponserte Instagram Beiträge, wofür du bezahlt wirst. Und wenn du dann bei den ganz Grossen mitspielst, hast du vielleicht auch mal die Gelegenheit in diversen kurzen TV-Spots zu werben.

instagram influencer macht selfie mit produkten
Als Instagram Influencer wirbst du selbst für Produkte und beeinflusst so andere Instagram Nutzer beim Einkaufen. (@The Creative Exchange, unsplash.com)

Deine Möglichkeiten als Instagram Influencer für Produkte zu werben, sind von deiner Anzahl Follower, deinem Engagement und der Qualität deiner Beiträge abhängig.

#5 Die einflussreichsten Märkte

Mode

Möchten deine Freunde ständig eine Stilberatung von dir? Hast du zu Hause Schränke voll mit Kleidern? Verbringst du viel Zeit damit die Fashion Week zu verfolgen? Dann ist es jetzt an der Zeit, aus deinem Sinn für Mode eine Berufung zu machen! Dokumentiere dein Outfit des Tages oder wie du deine Freunde eingekleidet hast und werde Instagram Influencer im Bereich der Mode. Markiere im Foto die Bekleidungsmarken und zugehörigen Unternehmen – vielleicht meldet sich dann bald Jemand bei dir mit einem Jobangebot.

frau in outfit mit handtasche
Liegt dir die Modewelt deiner Freunde bereits zu Füssen? Dann solltest du deine Erfahrung mit Allen teilen in Instagram. (@Tamara Bellis, unsplash.com)

Reisen

Im Jahr 2017 haben viele Personen nach: «Wie werde ich Reise Influencer?» gegoogelt. Wenn du dich zum Beispiel den untypischen Merkmalen einer Reise widmest, hast du vielleicht eine Chance in diesem Bereich erfolgreich zu werden. Denn Sonnencreme und Strandspaziergänge sind schon im Überfluss bekannt. Denke an ungewöhnliche Abenteuer, Singlereisen, Yogareisen oder Seniorenreisen! Weil alles was untypisch und eigenartig ist wird dir neugierige Follower einbringen. Markiere die Hotels, Gepäckunternehmen, Reiseagenturen etc. auf deinen Fotos. Damit machst du bei den Unternehmen auf dich aufmerksam und ergatterst so vielleicht die Chance, für deine Beiträge und Reisefotos bezahlt zu werden!

instagram influencer auf reisen mit bully
Gestalte deine Reisen so untypisch und abenteuerreich wie möglich. (@Tarin Elliott, pexels.com)

Gesundheit und Fitness

Machst du jeden Tag Kniebeugen und Fitnessübungen? Hast du deinen eigenen erfolgreichen Ernährungsplan entwickelt? Dann teile deine Erfahrung im Bereich Gesundheit und Fitness in Instagram und werde für diese Themen Instagram Influencer! Die Menschen suchen immer nach inspirierenden Sportlern oder gesunden Lebensstilen, denen sie folgen können. Fitnesstipps sind stetig beliebt, denn Jedermann möchte wissen, wie er am erfolgreichsten zum Ziel gelangt. Auch Fitnessmarken und Unternehmen streben nach Marketingstrategien in Zusammenarbeit mit Instagram Influencer.

muesli auf einem brett gesunde ernaehrung
Hast du einen gesunden Ernährungsplan? Teile ihn als Instagram Influencer auf deinem Instagram Profil. (@Jannis Brandt, unsplash.com)

Schönheit und Hautpflege

Bist du schönheitsbewusst und immer auf dem neuesten Stand was die aktuellen Make-up Trends betrifft? Dann verwende weiterhin deine Lieblingsprodukte und teile diese Erfahrung in deinem Instagram Profil mit deinen Followern! Markiere die betreffenden Marken in deinen Fotos und werbe mit deiner strahlenden Persönlichkeit. Sei ein Instagram Influencer für die Schönheit und Pflege!

frau mit gesichtsmaske laechelt
Teile deine Schönheitsprodukte in deinem Instagram Profil und markiere die Marken auf dem Foto. (@Shiny Diamond, pexels.com)

Essen und Lifestyle

Lifestyle- und Food-Blogger leben ein perfektes Leben! Denn jeder Zentimeter in ihrem Leben schreit nach Perfektion. Als Instagram Influencer im Bereich des Essens und des Lifestyles wirbst du für alles Mögliche aus deinem perfekten Alltag. Wenn du selbst einen einfachen Teller Spaghetti in deinem Food Foto wie ein Gourmet-Menü aussehen lassen kannst, bist du in dieser Rubrik genau richtig!

kuchen und kaffee perfekt in szene gesetzt von instagram influencer
Werde Lifestyle Instagram Influencer, wenn du keine Mühe hast, alles perfekt zu inszinieren. (@Engin Akyurt, pexels.com)

#6 Der Beginn deiner Karriere als Instagram Influencer

Wenn du dich für einen Bereich entschieden hast, wird es an der Zeit, sich an die Arbeit zu machen. Das allerwichtigste dabei ist die Markenbildung! Bringe deine persönliche Marke auf den Punkt. Die Gewinnung von Followern bedeutet gleichzeitig die Schaffung einer Markenidentität. Deine Marke muss wiederspiegeln, wer du bist und deine Zielgruppe ansprechen. Als Instagram Influencer hast du das Glück, dass du deine Markenidentität um dich selbst und um deine einzigartige Persönlichkeit herum erschaffen kannst. In dieser Tätigkeit ist es unabdinglich, dass du deine Persönlichkeit so richtig erstrahlen lässt.

Die Unternehmen werden nach Influencer suchen, die authentisch und echt sind, um ihre Produkte auf einem neuen Markt optimal präsentieren zu können. Deshalb setzt sich die Markenidentität im Allgemeinen aus den folgenden Elementen zusammen:

  1. Markenname
  2. Tonalität und Persönlichkeit
  3. Zweck und gewünschte Zielgruppe

Die Verwendung von visuellen Hinweisen kann dazu beitragen, deine Marke für deine Follower zum Leben zu erwecken.

frau versteckt ihr gesicht mit einem buch
Bau dir eine Markenidentität auf. Deine Person spielt dabei die grösste Rolle. (@Siora Photography, unsplash.com)

Ein Logo entwerfen

Wenn du es richtig professionell angehen möchtest, entwirfst du am besten zu Beginn ein dynamisches Wiedererkennungszeichen deiner Marke und deiner Person. Berücksichtige bei der Entwicklung deines Logos die Markenidentität:

  1. Schriftart
  2. Farbpalette
  3. Bildsprache

Pastellrosa ist heutzutage eine beliebte Farbe in den sozialen Medien. Passt diese Farbe auch zu deiner Persönlichkeit als Instagram Influencer? Wäge die Trends gegenüber deiner Markenidentität ab und bearbeite deine Beiträge und Fotos dementsprechend. Bildbearbeitungsprogramme für deine Fotos können einen zusätzlichen Vorteil bieten und dich mit deiner persönlichen Marke in Einklang bringen.

Deine Strategie als Instagram Influencer

Soziale Medien ermöglichen es dir, mit einem globalen Publikum in Kontakt treten zu können. Es ist ein sehr wertvolles Instrument, dass du als Influencer nutzen solltest:

    • Wähle den Zeitpunkt des Einstiegs mit Bedacht. Wenn du zum Beispiel in der Schweiz ansässig bist, könnten deine zukünftigen Follower auch in einem anderen Land stark vertreten sein! Analysiere die Daten mit ein paar Analysetools von Instagram und finde heraus, was du in deinen ersten Wochen alles zu erledigen hast. Nutze auch ein Planungstool, um deine zukünftigen Beiträge bereits sorgfältig einplanen zu lassen. Und wenn du den perfekten Zeitpunkt für deinen Einstieg gefunden hast, dann bist du vorbereitet!
    • Achte darauf, dass du regelmässig einen Post in dein Instagram Profil stellst. Biete deiner wachsenden Anzahl Follower neue Inhalte, die sie geniessen können.
    • Verwende Hashtags, um mehr potenzielle Follower zu erreichen. Versuche die zutreffendsten Hashtags für deine Fotos einzusetzen. Falls dir keine geeigneten Hashtags einfallen, empfehle ich dir einen Hashtag-Generator aus einer App oder du bedienst dich ganz einfach bei unserer Liste der beliebtestens Hashtags in der Fotografie.
    • Pflege deine Instagram Stories, in dem du regelmässig Stories während der Woche hochlädst. Instagram Stories sind kleine Videos oder Fotoausschnitte, welche ganz links oben bei deinem Profilbild für die nächsten 24 Stunden ersichtlich sind. Die Videos oder Fotos erstellst du direkt aus dem Instagram App.
    • Antworte auf Kommentare in deinen Beiträgen und beteilige dich aktiv an Interaktionen in deinem Instagram Profil. Denn die Kommentare werden dir helfen, deine Beiträge und Fotos zu verbreiten.
    • Verfasse eine einfache Instagram Biografie (hier 11 Tipps dazu). Verwende dazu Schlüsselwörter, damit deine Follower genau wissen, wer du bist und was dich ausmacht. Baue auch ein paar Emojis ein um verstärkt auf gewisse Wörter aufmerksam zu machen. Verlinke eine Homepage in der Biografie. Diese Aktion macht Sinn, wenn du eine Homepage besitzt oder für ein ganz bestimmtes Unternehmen deine Haupttätigkeit ausübst.
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    Nutze das Analysetool von Instagram um regelmässig deine Statistik verfolgen zu können. (@Georgia de Lotz, unsplash.com)

Die eigene Website

Sobald du den höheren Status als Instagram Influencer erreicht hast, benötigst du eine eigene Homepage, mit der du noch weitere Personen ansprechen kannst. Verwende für die Erstellung deiner Homepage am besten einen Homepage-Ersteller im Internet, mit dem du in wenigen Minuten und meistens auch gratis eine professionell aussehende Homepage über dich erstellen kannst.

Und integriere dann auch gleich dein Instagram Profil! Somit kannst du beide Adressen parallel aktuell beibehalten. Wenn du bereits viele Produkte am Bewerben bist, empfehle ich dir gleich einen Online Shop auf deiner Homepage einzurichten. Darin kannst du die Produkte, für die du gerade wirbst, verlinken und generierst so bestimmt mehr Verkäufe.

#7 Anzahl Follower als Instagram Influencer

Die ersten 20’000 Follower zu bekommen kann sich wie der Versuch anfühlen, den Mount Everest zu besteigen. Aber sobald du dort bist, werden sich die ersten Möglichkeiten bieten. Je nachdem mit welcher Marke du arbeiten möchtest, benötigst du mindestens 10’000 Follower.

Das Modeunternehmen „Fashion Nova“ zum Beispiel, hat 5’000 Follower als Mindestzahl ausgesprochen. Es gibt aber auch Unternehmen die mindestens 100’000 Follower von einem Instagram Influencer erwarten. Als aufstrebender Instagram Influencer erwarten dich kostenlose Produkte im Tausch gegen Rezensionen und zwischen 50 bis 100 Euro für die Schaltung von Anzeigen.

Wenn du dann mal auf die ebene der populären Instagram Influencer kommst, hängt dein Einkommen von dir und deiner Fähigkeit zu verhandeln ab. Je nach Bekanntheit ist dann ein Videoblog auf einmal 1300 Euro wert oder eine einfache Erwähnung in einem Foto 100 bis 300 Euro.

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Umso höher die Anzahl Follower, umso lukrativer die Jobangebote. (@chuttersnap, unsplash.com)

Insta Follower kaufen? Niemals!

Ein erfolgreicher Instagram Influencer zu sein hängt von mehr ab als nur von der Anzahl Follower. Wenn der Erfolg nur daran gemessen werden würde, dann könntest du dir Follower kaufen und ganz einfach Millionär werden. Aber leider funktioniert das so nicht.

Auch wenn du zum Schein mehrere Followers kaufst, wirst du damit die Unternehmen nicht täuschen können. Durch Online Tools können die Unternehmen genau sehen, wie viele gekaufte Follower du auf deinem Profil hast. Mit einer kleineren aber stark engagierten Fangemeinde bist du viel besser bedient. Das erhöht die Statistik der Unternehmen mehr als tausende von gekauften Followern.

Selbst wenn deine Fangemeinde nicht allzu gross sein sollte aber dafür sehr engagiert, erhöht das deine Chance für ein Unternehmen arbeiten zu können.

Teamwork

Eine weitere Möglichkeit, deine Beliebtheit zu erhöhen ist der Beitritt zu Instagram Pods. Der Pod ist ein Marketing Instrument. Es dient dazu, den sich ständig ändernden Algorithmus, den Instagram verwendet, zu überwinden, um die angezeigten Beiträge zu vertauschen. Eine Gruppe von Gleichgesinnten und Unternehmen wird die Beiträge der anderen Profile mögen und kommentieren, um den Beliebtheitsgrad zu erhöhen. Jeder Pod hat unterschiedliche Anforderungen wie zum Beispiel mindestens vier Wörter und keine Emojis zu benutzen. Es ist eine kleine Stütze, deine Beiträge etwas besser verbreiten zu können.

Als Instagram Influencer Sponsoren gewinnen

Möchtest du wissen, wie du am besten Jobangebote als Instagram Influencer bekommst? Es gibt hauptsächlich zwei Möglichkeiten:

  1. Du machst dich bemerkbar
  2. Du surfst durch das Internet

Auf dich aufmerksam zu machen wird eher die schwierigere Variante sein. Wenn du aber ein Influencer bist, der die Dinge gerne selbst in die Hand nimmt, empfehle ich dir gleich direkt auf die Unternehmen und deren Produkte zuzugehen. So findest du gleich heraus, welchen Stellenwert du als Instagram Influencer hast.

Versuch dich direkt über die Homepage zu bewerben. Verwende dabei einen Link zu deinem Instagram Profil, um gleich zeigen zu können was du zu bieten hast. Vielleicht gelangst du so zu der einten oder anderen Mailingliste des Unternehmens, um ihre Produkte in Zukunft werben zu dürfen.

Einige Blogger und Influencer der sozialen Medien waren auch erfolgreich mit direkten Nachrichten an die betreffenden Unternehmens-Profile innerhalb Facebook oder Instagram. Bleib dabei aber bescheiden, höflich und verkaufe deine Persönlichkeit mit Stil. Das Schlimmste was du dabei ernten kannst ist ein Nein. Nutze ein Nein als Gelegenheit, deinen Einfluss zu verbessern und dein Profil weiterzuentwickeln – lass dich davon niemals unterkriegen!

instagram influencer macht werbespot fuer nike
Wenn du hartnäckig bleibst und nach Sponsoren suchst, ergatterst du vielleicht auch mal einen Job in einem TV-Spot. (@cottonbro, pexels.com)

Influencer Agentur

Wenn du wirklich so richtig auf den Instagram-Influencer-Zug aufspringen möchtest, kann eine Influencer Agentur dir Unterstützung bei der Suche nach bezahlten Jobs bieten. Viele Unternehmen nutzen sogenannte Influencer Agenturen, um sich die Suche nach Influencer etwas zu vereinfachen. Folgende Agenturen sind bereits bekannt und zu empfehlen:

Mit einer Influencer Agentur zusammenzuarbeiten ist für dich eine gute Möglichkeit, Jemanden zu haben, der dich pusht und deine Reichweite vergrössern möchte. Vergiss dabei aber nicht die Verträge nach ihrer Richtigkeit zu überprüfen. Denn genau wie im Modelgeschäft, gibt es auch für Influencer genug unseriöse Agenturen.

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Die Zusammenarbeit mit einer seriösen Agentur kann deine Karriere pushen. (@Rebrand Cities, pexels.com)

Mit diesem Instagram Influencer Guide solltest du nun optimal auf deine Karriere als Instagram Influencer vorbereitet sein. Erzähl uns von deinem Einstieg und für welche Bereiche du bereits gearbeitet hast!

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