HDR Fotografie Tipps und Tricks

Mit HDR verfügen die Fotos über einen erhöhten Kontrastumfang. Von vielen Fotografen und Fachjournalisten wurde die HDR Fotografie lange als Modeerscheinung bezeichnet. Mittlerweile steht aber fest, dass sie aus der Fotografie nicht mehr wegzudenken ist und heute sogar eine eigene Sparte in der Fotografie bildet. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die HDR Fotografie und wie man sie anwendet.

 

 

Was ist HDR Fotografie?

HDR steht für High Dynamic Range. Details werden bei HDR Bilder vorallem in den Lichtern, als auch in den Schatten dargestellt. Sie weisen einen Dynamikumfang auf, welche normale Bilder nicht haben. In der Vergangenheit hatten HDR Bilder übertriebene und unrealistische Farbigkeit, welche dem Bild und damit auch dem Ruf von HDR schadeten. Glücklicherweise werden die Details bei mit neueren Kameras subtiler dargestellt. Letztendlich bleibt es aber auch hier eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man lieber HDR oder normale Bilder mag.

 

hdr forgrafie anleitung

 

Wie funktioniert HDR?

Im Gegensatz zu einem normalen Bild, werden bei HDR verschiedene Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen gemacht, aus welchen eine Software auf der Kamera oder PC anschliessend das fertige HDR Bild berechnet.

 

 

Wann soll in HDR fotografiert werden?

Wie erwähnt liegt die Stärke des HDR in der Aufnahme eines gesamten Dynamikumfangs. Bei gutem Tageslicht oder guter Ausleuchtung wie im Studio oder wenig detailreichen Motiven macht HDR weniger Sinn. Es kann aber durchaus auch unter diesen Umständen experimentiert werden. Tolle Resultate mit HDR Fotografie erzielt man zum Beispiel bei einem beleuchteten Motiv wie einem Gebäude in der Abenddämmerung oder gar Nachts, wie auf dem Bild zu sehen ist. Da Treffen Licht, Schatten, dunkle Stellen und starke Kontraste aufeinander, welche nur mit einem vollständigen Dynamikumfang präzise abgebildet werden können. Natürlich gibt es viele weitere Konstellationen mit welchem HDR seine Vorteile zeigen kann. Am besten man probiert einfach aus und vergleicht die Bilder.

 

 

HDR Fotografie Anleitung

 

Tipps und Vorbereitung und für die HDR Fotografie

Da es bei bei HDR faktisch um Serienaufnahmen handelt, muss jedes einzelne Bild gut werden, damit das Endresultat überzeugt. Ruckler oder Unterbrüche führen zu Bewegungsunschärfe, was in diesem Fall natürlich fatal wäre. Aus diesem Grund sollte unbedingt ein stabiles Stativ verwendet werden, damit die Bilder letztendlich exakt deckungsgleich übereinander passen.

 

Kamera auf manuell stellen

In der HDR Fotografie darf nicht im Automatik Modus der Kamera fotografiert werden, da für gute Aufnahmen feste Werte in den Einstellungen erforderlich sind. So gehen Sie vor:

 

 

 

HDR Bilder erstellen mit der richtigen Belichtungszeit

Es empfiehlt sich, möglichst im Telebereich zu fotografieren. Die Belichtung ist einer der wichtigsten Faktoren in der HDR Fotografie. Zum Start messen Sie die hellste Stelle im Bild aus und machen dann eine Test-Aufnahme mit 1/30 Sekunde Belichtungszeit und Blende 10. Die ist die kürzeste Aufnahmezeit. Anhand des Histogramms kann erkannt werden, ob das Bild optimal belichtet wurde. Wenn Sie auf der rechten Seite des Histogramms eine grosse Lücke haben, dann wissen Sie, dass noch alle Details in den Lichtern da sind.

 

hdr fotografie bildentstehung

 

Um eine vollständige Bild-Serie zu erstellen, erhöht man für jedes weitere Bild die Belichtungszeit. Daraus ergeben sich z.B. Bilder mit 1/30, 1/ 15, 1/8 Belichtungszeit usw. Wichtig: Verändern sie nicht die Blende für die weiteren Aufnahmen, da dies Auswirkungen auf die Schärfentiefe, wodurch sich Details im Bild verändern würden. Die Belichtung muss also über die Zeit und nicht über die Blende geregelt werden. Das gleiche gilt für den Autofokus. Nach dem initialen Fokussieren / Scharfstellen muss dieser abgeschaltet werden, damit keine Veränderung innerhalb der Serie auftreten kann.

 

Viele Kameras bieten die Möglichkeit einer automatischen Belichtungsreihe für Serien-Aufnahmen, die sogenannte Bracketing Funktion. Damit muss die Belichtung nicht nach jedem Bild manuell angepasst werden, wodurch man wiederum Zeit sparen kann. Die Bracketing-Funktion ist nicht bei jeder Kamera gleich. Einige liefern damit 3, 5 oder gar 9 Bilder wodurch mehrere Blendenstufen pro Aufnahme möglich sind.

 

 

Richtig auslösen um das Wackeln zu verhindern

Das letzte verbleibende Risiko des Verwackelns ist die manuelle Auslösung, respektive das manuelle Drücken des Aufnahmeknopfes an der Kamera. Verwenden Sie entweder einen Selbstauslöser mit 2 Sekunden Vorlauf oder eine Fernbedienung. Als zusätzliche Massnahme kann auch noch die Spiegelvorauslösung eingeschaltet werden, damit der Spiegel erst hochgeklappt wird und im zweiten Schritt die Aufnahme gemacht wird. Im Weitwinkelbereich ist dies nicht so wichtig, bei Teleaufnahmen kann es jedoch einen Unterschied machen.

 

 

 

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