Langzeitbelichtung | Die beste Anleitung für Foto-Anfänger

Hast du schon einmal Landschaftsaufnahmen gesehen, bei denen das Wasser weich, seidig und glatt aussieht? Oder vielleicht ein Bild, das Lichtwege zeigt, die durch eine Stadtszene führen? Dann hast du die Langzeitbelichtung gesehen. Sie ist einfach zu erstellen und benötigt keine spezielle Vorkenntnisse. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du ganz einfach eigene Fotos mit der Langzeitbelichtung aufnehmen kannst.

langzeitbelichtung lichtspuren stadt

Langzeitbelichtung: Lichtspuren in der Stadt fotografieren (@zhang kaiyv, pexels.com)

Was ist Langzeitbelichtung?

Eine kurze Belichtung ist ideal für bewegte Motive oder normalen Bildern von Menschen bei Tageslicht. Aber unter bestimmten Umständen willst du den Effekt der Bewegungsunschärfe auf deinen Bildern zeigen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie du diese Technik nutzen kannst, um unterschiedliche Ergebnisse zu erzielen. Die Langzeitbelichtung verwandelt nicht nur Wasser in eine sanfte Oberfläche, sondern kann auch helfen, Menschen aus einer Szene oder Situation zu entfernen. Bei längerer Belichtung oder Verschlusszeit wird jedes bewegliche Element verdeckt.

Die Langzeitbelichtung ist in jedem Bereich der Fotografie anwendbar, es gibt keine Limitationen. Selbst bei Zeitraffer-Aufnahme funktioniert sie gut. Andere bekannte Beispiele sind:

Ich persönlich verwende Langzeitbelichtungen gerne in der Street-Fotografie, da sie das lebhafte Treiben einer Szene zeigen.

Wie wirkt sich die Verschlusszeit auf die Langzeitbelichtung aus?

Die Verschlusszeit ist für die Fotografie von grundlegender Bedeutung. Um ein Bild aufzunehmen, verwendet unsere Kamera drei Dinge: ISO, Blende und Belichtungszeit. ISO hellt ein Bild künstlich auf, Blende beeinflusst die Tiefenschärfe und die Verschlusszeit die Bewegung. Alle drei Grössen beeinflussen sich gegenseitig und bilden zusammen das Belichtungsdreieck:

belichtungsdreieck infografik

Längere Belichtungs- oder Verschlusszeiten ermöglichen es dir, dich nicht zu sehr auf Lichtquellen zu konzentrieren. Mehr Zeit bedeutet, dass mehr Licht in die Kamera eindringen kann. Dies ist besonders hilfreich bei nächtlichen Langzeitbelichtungen. Die Verschlusszeit wird in Sekundenbruchteilen angegeben. Typischerweise arbeitest du in einem Bereich von ca. 1/125 bis 1/500 für die Alltagsfotografie. 1/125 bedeutet hier, dass der Verschluss für eine 250stel Sekunde geöffnet ist.

Wenn man eine Sekunde in 250 gleiche Teile teilt, würde diese ganze Verschlussöffnung nur einem dieser Teile entsprechen. Eine ganze Sekunde auf deiner Kamera würde so aussehen: 1″.

Wo liegt die Grenze zwischen kurzer und Langzeitbelichtung?

Eine kurze Verschlusszeit (1/1000+) friert Motive ein, die sich sehr schnell bewegen. Alles, was unter 1/30 liegt, ist eine lange Verschlusszeit. Der Bereich ist in der Regel 30″ auf der langsamsten Seite bis hin zu 1/8000 auf der schnellsten Seite. Es gibt eine Grenze für die Verschlusszeiten, die wir ohne Stativ verwenden können. Alles, was kleiner als 1/60 ist, zeigt auf deinem Bild dann Anzeichen von Kamera- und Spiegelverwacklungen, die mit zunehmender Geschwindigkeit extremer werden. Dies liegt daran, dass der Verschluss lange genug geöffnet ist, um kleine Vibrationen aufzunehmen. Je länger du den Verschluss offen lässt, desto mehr wirken sich die Verwacklungen auf deine Aufnahme aus.

Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor ist, dass längere Brennweiten das Ausmass der Verwacklung der Kamera verdeutlichen. Einige Objektive (zum Beispiel Teleobjektive) haben eine eingebaute Bildstabilisierung. Als Faustregel gilt, eine Verschlusszeit zu verwenden, die einen höheren Nenner hat als das Objektiv. Ein 100-mm-Objektiv benötigt eine minimale Verschlusszeit von 1/125. Diese Faustregel nennt sich Reziprokenregel.

Welche Ausrüstung brauchst du?

Um eine Langzeitaufnahme zu erstellen, benötigst du einige Dinge. Du kannst jede Art von Kamera verwenden, aber eine Digitalkamera ermöglicht es dir, deine Bilder zu überprüfen, bevor du aufhörst zu fotografieren. Welche Dinge brauchst du noch, um zum Beispiel ein Bild wie das folgende mit brennender Stahlwolle zu produzieren?

langzeitbelichtung gelbes funkeln

(@Ioannis Ritos, pexels.com)

Stativ

Ein Stativ ist für Aufnahmen mit Langzeitbelichtung unerlässlich. Wie ich bereits sagte, erzeugt alles unter 1/60stel Sekunde Unschärfe in deinen Bildern. Langzeitbelichtungen neigen dazu, Fotos von Belichtungen bis zu 30 Sekunden aufzunehmen. Einige Belichtungen können sogar Stunden dauern. Das Halten einer Kamera für 30 Sekunden würde eine immense Menge an Verwacklungen verursachen. Falls du deine Kamera überhaupt so lange halten könntest, ohne dass deine Arme versagen. Ein Stativ erleichtert dir das Leben und sorgt für ein scharfes, sauberes Bild.

Wir empfehlen dir, ein preiswertes Stativ zu kaufen. Natürlich wird es etwas mehr kosten, als die günstigste Variante. Dafür kriegst du jedoch etwas Robustes, das auch mal ein paar Stösse übersteht. Wir empfehlen dir das 3 Legged Punks Corey Aluminium Stativ, da es leicht ist und sich klein zusammenklappen lässt. Perfekt für Wanderungen durch die Landschaft oder Stadt.

Auslöser

Ein Auslöser ist ein hilfreiches Werkzeug. Wir sprachen über Verwacklungen aufgrund des Haltens der Kamera. Nun, selbst das Drücken des Auslösers kann zu Unschärfen führen. Diese Auslöser gibt es in zwei Formen: eine, die über ein Kabel mit deiner Kamera verbunden ist, und die andere über Infrarot. Die drahtlose Version ist etwas teurer, dafür musst du aber nicht in der Nähe deiner Kamera sein, um sie zu bedienen.

Unsere Fotoausrüstung

Du fragst dich mit welcher Ausrüstung wir fotografieren? Hier findest du unser Equipment.

Ausrüstung anzeigen

Wenn du bereits ein Intervallmessgerät für die Aufnahme von Zeitrafferaufnahmen besitzt, kannst du es hier als einfache Lösung verwenden. Die andere Möglichkeit ist, die Kameraeinstellungen zu ändern. Wenn du den Spiegel vor dem Abdrücken auf „Lock-up“ stellst, wird das Zittern reduziert. Auch die Einstellung deiner Kamera auf einen Zwei-Sekunden-Timer ist hilfreich.

Neutraldichtefilter

Ein Neutraldichtefilter (ND-Filter) ist ein unverzichtbares Zubehör, mit dem du lange Belichtungen aufnehmen kannst. ND-Filter begrenzen die Lichtmenge, die in das Objektiv der Kamera eindringt und auf den Sensor trifft. Diese Filter brauchst du vorallem, wenn viel Licht vorhanden ist. Also tagsüber. Der Überfluss an Licht macht es praktisch unmöglich, über längere Zeit ohne Graufilter (anderes Wort für ND-Filter)  zu belichten.

Diese Filter gibt es in verschiedenen Grössen, nämlich 2-Stopp, 6-Stopp und 10-Stopp. Die Zahlen sind die verschiedenen Stärken des Filters. Die Anzahl der Stopps gibt an, wie stark du die Verschlusszeit erhöhen kannst. Der 6-Stopp-Filter ist also stärker als der 2-Stopp-Filter, aber nicht so stark wie der 10-Stopp-Filter. Jeder zusätzliche „Stopp“ eines Neutraldichtefilters halbiert die Lichtmenge, die in die Kamera eintritt. Hier eine kurze Übersicht. Eine komplette ND-Filter-Tabelle und eine ausführlichere Erklärung findest du im Artilel zu ND-Filter.

  • 1 Stopp = 21 = 2 => ND2
  • 2 Stopps = 22 = 4 = ND4
  • 3 Stopps = 23 = 8 = ND8
  • 4 Stopps = 24 = 16 = ND16
  • 5 Stopps = 25 = 32 = ND32
  • 8 Stopps = 26 = 256 = ND256
  • 10 Stopps = 210 = 1024 = ND1024

Ein üblicher 2-Stopp-Filter (ND4) reduziert die Lichtmenge, die auf den Sensor trifft, um den Faktor 4. Ein 3-Stopp-Filter (ND8) um den Faktor 8. Ein 10-Stopp-Filter reduziert das Licht um den Faktor 1024, was bedeutet, dass der Verschluss über 1000x länger geöffnet bleiben muss. So wird beispielsweise ein Foto, das normalerweise mit einer Verschlusszeit von 1/1000 Sekunde aufgenommen wird, zu einer Belichtung von einer Sekunde.

langzeitbelichtung ufer

(@Pok Rie, pexels.com)

Tipps zur Verwendung von Filtern

  1. Bei Langzeitbelichtungen ist ein Stativ erforderlich. Dies ist umso wichtiger, wenn du eine Szene mit einem 10-Stopp-ND-Filter fotografierst. Belichtungen mit diesem Filter werden einige Minuten dauern.
  2. Schliesse den Sucherauslöser (falls deine Kamera einen solchen hat), um eine korrekte Belichtungsmessung zu gewährleisten.
  3. Verwende den Langzeitbelichtungsmodus (Bulb) deiner Kamera, da du so die Szene so lange aufnehmen kannst, wie du willst. Wenn du die Verschlusszeit per Einstellung festlegst, erhältst du maximal 30 Sekunden.
  4. Achte darauf, dass du die richtigen Bedingungen wählst. Wenn es keine beweglichen Elemente in der Szene gibt, musst du keine Langzeitbelichtung verwenden. Denke daran – die Langzeitbelichtung beeinflusst und verdunkelt nur die beweglichen Elemente.
  5. Selbst bei Verwendung eines niedrigen ISO-Wertes kann es zu Rauschen bei extrem langen Belichtungen kommen. Um dies zu beheben, machst du genau das gleiche Bild, mit den gleichen Einstellungen, aber mit aufgesetzten Objektivdeckel. Diese Verfahren erzeugt ein schwarzes Bild, zeigt aber auch die Hotpixel an. Verwende dies als Leitfaden, um sie bei der Nachbearbeitung zu entfernen.
  6. Einige ND-Filter hinterlassen einen Farbstich. Dies gilt umso mehr, wenn du aus Kostengründen mehrere Filter „Stapelst“ statt einen mit der richtigen Dichte zu kaufen. Der Grossteil der Farbe kann in der Nachbearbeitung korrigiert werden, aber manchmal ist eine Schwarz-Weiss-Konvertierung der einzige Weg.
  7. Verwende keine lange Belichtungszeit, um eine schlechte Bildkomposition zu vertuschen. Das würde deine Probleme und Aufwände nur noch verstärken.

Langzeitbelichtung Schritt für Schritt

Da wird die Ausrüstung, die ND-Filter und die Tipps nun kennen, können wir nun mit der Langzeitbelichtung loslegen. Diese Technik wird in vielen verschiedenen Szenarien funktionieren.

Bildkomposition & Fokussierung

Du solltest bereits die Bedeutung von Komposition, Framing und Perspektive kennen. Verwende Regeln wie die Drittelregel oder führende Linien auch bei der Langzeitbelichtung. Wenn du den Himmel und das Meer fotografieren willst, solltest du dich nicht für eine 50/50 Bildaufteilung entscheiden. Was fotografiere ich? Das sollte die Hauptfrage sein. Eine Langzeitbelichtung wird verwendet, um dein Bild zu verbessern. Sie kann kein schlechtes Bild in etwas Gutes verwandeln. Stelle zu nächst deine Kamera auf einem Stativ auf und stellen die Szene mit dem manuellen Fokus scharf ein.

langzeitbelichtung rote linien

(@marcsm, unsplash.com)

Kameraeinstellungen für die Langzeitbelichtung

Vergewissere dich vor jedem Shoot, dass deine Kameraeinstellungen korrekt sind. Falls du dich mit den Einstellungen und verschiedenen Kameramodis noch nicht so auskennst, kannst du dir hier einen Überblick über die wichtigesten 7 Kameraeinstellungen ansehen.

  1. ISO etwa auf 100
  2. Verwende eine mittlere Blende von f/5.6 – f/11, um das Motiv scharf zu halten und ändere die Verschlusszeit entsprechend.
  3. Nutze den Bulb-Modus für Aufnahmen, die länger als 30 Sekunden dauern.
  4. Du musst in RAW fotografieren. Dies gibt dir mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung deines Bildes.
  5. Vorsicht, wenn du deinen ND-Filter verwendest. Das was du in deinem Sucher oder Live-View siehst, entspricht nicht dem letztendlichen Foto. Die Vorschau ist natürlich viel dunkler, da der ND Filter das Licht blockiert. Durch diese Dunkelkeit ist es schwierig, das Bild scharf zu stellen. Was kannst du also tun?
  6. Fokussiere dein Motiv also vorerst ohne Filter und schalte dafür auf manuelle Fokussierung um. Mache eine Probeaufnahme und überprüfe die Schärfe, indem du in das Bild hineinzoomst. Auf diese Weise kannst du alle Fehler beheben, bevor du mit einer 30-minütigen Aufnahme beginnst.

Belichtungszeit berechnen mit einer App

Jetzt bist du bereit. Das Einzige, was noch fehlt, sind die Berechnungen für die Langzeitbelichtung. Wie lange sollte die Belichtung dauern? Das ist der schwierigste Aspekt dieser Art der Fotografie. Mit etwas Übung wirst du anhand des Lichts erkennen können, welche Belichtungszeit etwa passen könnte.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Belichtungszeiten zu berechnen, und beide liefern dir das gleiche Ergebnis. Die einfachere Variante ist die Verwendung einer Smartphone App, welche die richtige Verschlusszeit anhand deines ND Filters berechnet. Diese App zeigt dir anhand eines Timers, wann du die Aufnahme beenden sollst.

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Das war nun der einfachere Weg. Schauen wir uns noch die schwierigere Variante an.

Die manuelle Berechnung. Auch nicht schwer.

Wenn du einen 10-Stopp-ND-Filter verwendest, fällt 1’000-mal weniger Licht auf deinen Kamerasensor. Das bedeutet, dass du deine Verschlusszeit um den Faktor 1’000 verlängern musst. Wenn du also eine Verschlusszeit von 1/30 Sekunde verwendest, erstreckt sie sich auf 1 / 30 * 1000 = 33 Sekunden. 1/125 wird zu 8 Sekunden (1 / 125 * 1000 = 8). Geh da raus und fange an zu üben. Versuche es, versuche es erneut und versuche es noch ein drittes Mal, bis es perfekt wird. Überwache deine erste Belichtung und ändere die Verschlusszeit entsprechend dem Foto.

Fotoideen für Langzeitbelichtungen

1. Riesenrad

Langzeitbelichtung Riesenrad

(@Jonas Von Werne, pexels.com)

Um ein Riesenrad bei Nacht zu fotografieren, bewegst du dich in die Nähe und verwendest ein Weitwinkelobjektiv, um so viele Details wie möglich zu erhalten. Platziere deine Kamera auf einem Stativ und wähle sorgfältig deinen Bildausschnitt aus. Da wir möchten, dass alle Elemente scharf sind, wählst du eine kleinere Blende zwischen f/11 – f/32. Stelle deine Kamera entweder auf den manuelle oder TV-Modus (Verschlusspriorität) und wähle eine Verschlusszeit entsprechend der Geschwindigkeit des beleuchteten Riesenrades und des gewünschten Stils (irgendwo zwischen 1-30 Sekunden).

Du solltest das Bild mit dem Selbstauslöser der Kamera oder einem Kabelauslöser aufnehmen, um zu vermeiden, dass du die Kamera berührst und bewegst. Das aufgenommene Bild wird voller Lichtspuren vor einem schwarzen Himmel sein, aber die Mittelstrahlen, die das Rad halten, sind scharf.

2. Sternenspuren fotografieren

langzeitbelichtung sternenhimmel

(@provlinder, unsplash.com)

Eine Langzeitbelichtung in einer sternenklaren Nacht kann zu schönen Lichtspuren führen, die von den Sternen und der Rotation der Erde geschaffen werden. Positionere einen Baum oder sonst ein Motiv in das Bild, um die Szene etwas interessanter zu gestalten. Stelle deine Kamera auf ein Stativ und stelle den Fokus auf unendlich ein.

Stelle deine Kamera auf den Langzeitbelichtungsmodus ein und wähle eine Blende zwischen f/2.8 – f/4, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Drücke die Fernauslösung, um den Verschluss zu öffnen. Du solltest deinen ISO-Wert bei 100 halten, um das digitale Rauschen auf ein Minimum zu reduzieren. Belichtungen für Sternspuren können 15 Minuten bis mehrere Stunden dauern, eine Thermoskasse und ein bisschen Verpflegung wären also sicher nicht verkehrt.

3. Atemberaubende Lichtspuren

langzeitbelichtung lichtspuren

(@Pixabay, pexels.com)

Scheinwerfer- und Rücklichtspuren von Autos ergeben einen tollen Effekt und sind eine gute Möglichkeit, sich mit langen Belichtungszeiten vertraut zu machen.

Wähle eine belebte Strasse, die nachts viel Verkehr hat. Verwende ein robustes Stativ und positioniere die Kamera so, dass sie einen guten Überblick über das Gelände hat. Verwende eine kleine Blende von f/16 oder kleiner für eine durchgehende Schärfe. Je länger die Belichtung, desto mehr Linien erscheinen und desto länger sehen sie aus. Kleiner Zusatztipp: Wenn du auf einer Brücke stehst, entstehen leider oft Vibrationen von Autos, die hinter dir über die Brücke fahren. Diese kleinen Vibrationen können dein Bild schnell unscharf machen. Wähle nach Möglichkeit also eine Fussgängerbrücke.

4. Sanfte Meeresgewässer

langzeitbelichtung verschwommenes wasser

(@Johannes Plenio, pexels.com)

Um diesen dramatischen Blick auf den Ozean und den Himmel einzufangen, solltest du das fantastische Licht der Goldenen Stunde nutzen, der letzten Stunde vor Sonnenuntergang. Folge den Grundlagen der Nachtfotografie – stelle die Kamera auf ein Stativ, verwende ein Weitwinkelobjektiv mit der kleinstmöglichen Blende und fokussiere bis unendlich. Stelle die Kamera auf den Bulb-Modus oder verwende eine lange Verschlusszeit von 5-30 Sekunden. Je länger die Belichtung, desto nebliger erscheint das Wasser.

Verwende den Selbstauslöser deiner Kamera oder einen Kabelauslöser, um das Foto ohne Unschärfe aufzunehmen. Verwende keinen Blitz, da dies den Effekt im Bild ruinieren könnte.

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