Nikon DX vs. FX Format | Alles was du wissen musst

Einige der am häufigst gestellten Fragen unserer Leser beziehen sich auf Sensoren im DX Format und FX Format. Was sind DX und FX und wie unterscheiden sie sich? Welches ist besser und warum? Hast du ähnliche Fragen und möchtest eine klare Übersicht dieser Formate und ihrer Unterschiede erhalten? Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für dich. Wir klären all diese Fragen und geben dir Beispiele für beide Formate.

DX vs FX Format Titel

Wir geben dir einen Überblick über die zwei Formate bei den Kameras von Nikon. (@pdro khuana, pexels.com)

DX vs FX Format

Falls du es aber eilige hast: Was ist der Unterschied zwischen DX und FX Format?

  • Die beiden Formate DX und FX stehen für verschiedene Sensorgrössen bei Nikon Digitalkameras. Hier findest du alle Sensorgrössen im Überblick.
  • DX ist das kleinere Format, hat also einen kleineren Sensor mit Crop-Faktor
  • FX ist das grosse Format, welches dem 35mm Bildformat entspricht, also eingesetzt bei Vollformatkameras
  • Achtung beim Kauf von Objektiven! Es gibt noch einiges mehr, dass du bachten musst, vorallem beim Kauf von Objektiven. Nimm dir also ein paar Minuten Zeit, du wirst einiges lernen, versprochen!

Bevor wir mit dem eigentlichen Vergleich zwischen dem DX Format und dem FX Format beginnen und dir alle Vorteile und Nachteile auflisten, müssen wir zuerst alle Unklarheiten rund um den Begriff „Sensor“ aus dem Weg räumen.

Was ist ein Sensor?

Bevor wir uns in die Formate vertiefen, ist es zunächst wichtig, dass du verstehst, was ein Sensor ist und was er in einer Digitalkamera tut. Am besten verständlich ist der Vergleich des Sensors mit dem menschlichen Auge. Bereit?

Vergleich: Netzhaut – Sensor

Die Linse vor der Kamera funktioniert im Wesentlichen analog zur Hornhaut deiner Augen. Die Hornhaut sammelt das Umgebungslicht und leitet dies an die Iris weiter. Die Iris dehnt sich dann aus oder schrumpft. Dadurch wird gesteuert, wieviel Licht in die Netzhaut eintritt. Die Netzhaut funktioniert fast genau gleich wie ein Kamerasensor. Die Netzhaut ist lichtempfindlich. Das heisst, sie kann ihre Empfindlichkeit auf der Grundlage des verfügbaren Lichts anpassen. Wenn zu viel Licht vorhanden ist, verringert sie ihre Empfindlichkeit. In einer dunklen Umgebung erhöht sie automatisch die Empfindlichkeit, so dass man sowohl mit extrem hellen als auch mit extrem dunklen Bedingungen gut sehen kann.

Nikon DX vs FX Format Vergleich Auge-Kamera

Der Sensor funktioniert analog zur Netzhaut. (@arteum, unsplash.com)

Vergleich: Empfindlichkeit – ISO

Stell dir vor was passiert, wenn du aus einem dunklen Ort in eine sehr helle, sonnige Umgebung kommst und umgekehrt. Entweder tun dir deine Augen weh und alles erscheint dir zu hell, oder du hast Schwierigkeiten, überhaupt etwas zu sehen. Das passiert aufgrund der Empfindlichkeit der Augen, die sich noch nicht an die neue Umgebung angepasst haben. Die Empfindlichkeit deiner Augen ähnelt der Empfindlichkeit des Films, die in der Fotografie auch als „ISO“ bezeichnet wird. Die Sensoren von Digitalkameras ändern die Empfindlichkeit nicht, wenn der ISO-Wert der Kamera eingestellt wird (weitere Informationen findest du in unserem ISO-Artikel). Trotzdem sagen Hersteller und Fotografen immer noch oft „ISO-Empfindlichkeit“, um die Dinge für diejenigen, die vom Film auf die digitale Umgebung umgestiegen sind, einfach und leicht verständlich zu halten.

Bildrauschen

Die Erhöhung der Kamera-ISO hat ihren Preis. Hohe ISO-Werte verringern letztlich die Bildqualität. Diese Verschlechterung der Bildqualität ist zunächst als „Körnigkeit“ oder „Rauschen“ in den Bildern sichtbar, gefolgt von einem Verlust an Details, Schärfe und Farbe. Mit zunehmender ISO-Empfindlichkeit verringert sich auch der Dynamikbereich erheblich. Fast unglaublich, dass die Kameras selbst mit allerneuster Technik und Fortschritten in der Sensortechnologie nicht einmal annähernd den Bereich des Lichts sehen, den das menschliche Auge in verschiedenen Umgebungen wahnemen kann.

Was sind Pixel?

Der Sensor ist die wichtigste Komponente einer Digitalkamera, da er direkt für die Aufnahme eines Bildes verantwortlich ist. Genau wie dein Computerbildschirm enthalten Sensoren Millionen von Pixel. In einer Kamera sind sie aber dazu da, Licht zu sammeln und nicht wie bei einem Computer Licht anzuzeigen. Wenn du eine Digitalkamera mit 36 Megapixel siehst, bedeutet das wörtlich, dass der Kamerasensor 36 Millionen winzige Pixel enthält, die nur dazu dienen, Licht zu sammeln.

Vergleich: Pixel – Eimer

Stell dir diese Pixel als Eimer vor, die Lichtteilchen anziehen. Je größer der Eimer, desto mehr Lichtteilchen kann er in einer bestimmten Zeit speichern. Diese Eimer sind als „Photosites“ bekannt. Sobald ein Bild erfasst wurde, werden die Sensordaten vom Sensor an den Bildprozessor weitergeleitet, der ein digitales Bild vom ersten bis zum letzten Pixel zusammensetzt. Und all dies geschieht in wenigen Millisekunden!

Bildprozessor

So sieht ein Bildprozessor aus.

Größere Pixel (oder größere Eimer) ergeben bessere Sensoren, sind aber auch teuer in der Herstellung. Um die Kosten niedrig zu halten und das Produkt einem breiteren Kundenkreis zugänglich zu machen, produzieren viele Kamerahersteller kleinere Sensoren. Logischerweise nimmt mit der Größe der Sensoren auch die Anzahl der Pixel ab. Um dieses Problem zu bekämpfen, haben die Hersteller immer mehr Pixel in winzige Sensoren gepackt und gleichzeitig die Effizienz und den Durchsatz jedes Pixels erhöht. Leider hat dies zu einem „Megapixel-Rennen“ unter den Herstellern geführt. Deshalb sehen wir immer mehr Pixel auf modernen Digitalkamerasensoren, obwohl die Größe der Sensoren so gut wie gleichgeblieben ist. Nun weisst du auch, warum mehr Megapixel per se nicht besser sind. Das kannst du aber alls im Detail in unserem extra Tutorial zu Megapixeln nachlesen.

Was ist das Nikon DX Format?

Das DX Format bezeichnet die Sensor-Grösse bei Nikon Kameras mit einem Crop-Faktor 1.5. Keine Angst, ich erkläre dir gleich alles.

Als Nikon in die digitale Welt der Spiegelreflexfotografie eintrat, verfügte ihre erste Nikon D1 DSLR über einen relativ kleinen Sensor, um sie für Profis erschwinglich zu machen (sie wurde bei ihrer Ankündigung für 5.850 Dollar verkauft). Sie hatte etwa 2/3 der Größe des 35mm-Films und hatte nur 2,66 Megapixel. Die Kamera gewann schnell an Popularität, und es folgten weitere Aktualisierungen derselben DSLR. Einige davon besassen eine höhere Auflösung und andere eine bessere Geschwindigkeit. Nikon taufte schließlich den kleineren Sensor „DX“. Der ist etwa 24x16mm groß und bei Einsteigern und Profis weit verbreitet.

Die Anzahl der Megapixel hat sich dann mit den neuesten DX-Sensoren mit 24 Megapixeln deutlich erhöht. Das bedeutet, dass die Pixelgröße ebenfalls abgenommen hat, was zu einer höheren Pixeldichte geführt hat. Nikon konnte dies aufgrund neuer Fortschritte in der Sensortechnologie, besserer Algorithmen zur Rauschunterdrückung und höherer Verarbeitungsleistung erreichen.

DX Format und Crop-Faktor

In der Vergangenheit wurden alle digitalen Sensorformate gemessen und mit einem 35mm-Film verglichen. Im Falle des Nikon DX Formats erschienen die Motive aufgrund des kleineren Sensors  (kleiner als die 36x24mm eines 35mm-Films) im Vergleich zum Film etwas vergrößert. Warum das? Die Verwendung des kleineren DX Format Sensors bedeutete, dass nur ein kleinerer Bereich der Linse zur Mitte hin verwendet und alles andere verworfen werden musste. Fotografen verglichen jedoch diesen Unterschied im Sichtfeld mit dem traditionellen Film. So wurden neue Begriffe wie „Crop-Faktor“ und „Äquivalente Brennweite“ geboren. Warum geschah dies? Weil ein Fotograf mit einer DX-Digitalkamera und einem 35mm-Objektiv auf einmal das gleiche Sichtfeld wie ein Filmfotograf mit einem 50mm-Objektiv hatte. Niemand wollte diese Änderung als „normal“ akzeptieren, weshalb eben der Begriff „Crop“ eingeführt wurde. Crops ist Englisch und bedeutet soviel wie „Schnitt“ oder eben Ausschnitt.

Nikon DX vs FX Format Crop

Hier siehst du die verschiedenen Formate auf einem Bild. (@arvid knutsen, pexels.com)

Beispiel Nikon DX-Sensoren

Unsere Fotoausrüstung

Du fragst dich mit welcher Ausrüstung wir fotografieren? Hier findest du unser Equipment.

Ausrüstung anzeigen

Nikon DX-Sensoren haben einen Crop-Faktor von 1.5x. Das bedeutet, dass das Bild im Vergleich zum 35mm-Film um etwa 50% vergrößert erscheint. Die Aufnahme mit einem 24-70mm-Objektiv ist also „äquivalent“ zur Aufnahme mit einem 36-105mm-Objektiv auf einem Filmkörper. An dieser Stelle wurde es unübersichtlich und es entstand eine grosse Verwirrung bezüglich Brennweiten und Sensorgrößen. Wie kann man sagen, dass ein Objektiv mit einem DX-Sensor eine längere Brennweite hat, wenn sich die physikalischen Eigenschaften des Objektivs nicht geändert haben? Ein 24-70-mm-Objektiv ist ein 24-70-mm-Objektiv, egal an welchem Kameragehäuse es sich befindet. Kein Sensor kann das ändern.

Das ganze „Äquivalent zu mm“ kann echt verwirrend sein, da es nur relativ zum 35mm-Film (heutige Vollformatkameras) äquivalent ist. Wie erklärst du, dass ein 200mm-Objektiv auf einem DX-Sensor ein äquivalentes Sichtfeld hat wie ein 300mm-Objektiv auf einem 35mm-Film? Am einfachsten war es unter Fotografen, diesen neuen Sichtfeld-Unterschied mit dem Crop-Faktor gegenüber einem 35mm-Film zu erklären.

Nikon DX vs FX Format Zoomobjektiv 24-70

Nikon Zoomobjektiv 24-70mm.

Was ist das FX Format?

Das FX Format bezeichnet die Sensor-Grösse bei Nikon Vollformat-Kameras.

Im August 2007 brachte Nikon seine Vollformatkamera Nikon D3 FX mit 12,1 Megapixeln auf den Markt. Sie war die erste Nikon-DSLR mit einem 35mm-Äquivalent eines digitalen Sensors, der etwa 36x24mm groß war. Nikon erkannte, dass das einbauen von mehr Pixeln in einen winzigen DX-Sensor bei schlechten Lichtverhältnissen nicht hilfreich war. Zudem sahen sie ein, dass die einzige Möglichkeit die Bildqualität zu verbessern darin bestand, die Sensorgröße zu vergrösserm. Damit enstand das neue FX Format. Der 36x24mm FX Vollformatsensor ist flächenmässig mehr als doppelt so groß wie ein 24x16mm DX-Sensor. Indem die Anzahl der Megapixel im Verhältnis zur Größe des Sensors niedrig gehalten wurde, erhöhte Nikon mit dem FX Format die Pixelgröße um das 2,4fache. Damit wurden auch die erwähnten Photosites viel größer (grössere Eimer). Der FX Format Sensor hat eine viel bessere Lichtempfindlichkeit, ohne viel Rauschen zu verursachen. Gleichzeitig konnte er einen besseren Dynamikbereich liefern.

Crop-Faktor und Co.

Beim Vollbild-FX Format Sensor sind die Begriffe „Crop-Faktor“ und „äquivalente Brennweite“ nicht mehr relevant, da ein FX-Sensor die gleiche Größe wie ein 35mm Kleinbildfilm hat. Wenn man also eine Filmkamera und eine Vollformat-Digitalkamera nimmt, 24-70mm-Objektive darauf montiert und das gleiche Motiv fotografiert, würden beide ein ähnliches Sichtfeld erzeugen, nicht ein vergrößertes wie bei DX-Sensoren. Demnach hat eine Vollformat-Kamera keinen Crop-Faktor, resp. einen Faktor von 1.0 🙂

Nikon DX vs. FX Format: Die Vor- und Nachteile

Nun werden wir dir alle Vorteile und Nachteile der beiden Formate DX und FX auflisten. In den unteren zwei Bildern siehst du noch einmal kurz den Unterschied zwischen den beiden Formaten DX und FX von Nikon.

DX vs FX Format FX: Nikon Kirche auf Feld

So sieht ein Bild im Nikon FX Format aus. (@arvid knutsen, pexels.com)

DX vs FX Format DX Nikon Kirche in Landschaft

So sieht ein Bild im Nikon DX Format aus. (@arvid knutsen, pexels.com)

Und jetzt gehts los mit den Vorteilen des DX Formates:

Vorteile DX Format

1. Kosten

Kameras mit DX Format sind meistens günstiger, da der Sensor viel billiger herzustellen ist.

2. Linsenschärfe und Vignettierung

  • Da DX-Sensoren die Mitte der Linsen nutzen und die Ecken einfach aussparen, werden viele professionelle Objektive bei DX perfekt funktionieren. Das ist der Fall, weil die Mitte des Objektivs immer auf die Schärfe optimiert ist.
  • Die Vignettierung ist beim DX-Format in der Regel auch viel weniger ausgeprägt als bei FX. Das wiederum ist darauf zurückzuführen, dass die Ecken nicht verwendet werden. Die ältere Version des Nikon 70-200mm VR II-Objektivs zum Beispiel funktionierte auf DX-Kameras wunderbar und auf FX-Kameras ziemlich schlecht. Deshalb musste Nikon sie mit einer besseren Version für Vollformatkameras aktualisieren.

3. Preiswerte Objektive

Da die Ecken für das DX-Format ohnehin abgeschnitten sind, begannen die Hersteller, kleinere und kompaktere Objektive für DX-Sensoren anzubieten. Diese Objektive kosten weniger als normale Objektive für Film- und Vollformat-Sensoren. Achtung: verwende nie ein solches „reduziertes“ Objektiv an einer Vollformatkamera.

4. Reichweite

„Mehr Reichweite“ – dieser Teil ist ein wenig umstritten. Wieso? Aufgrund des Vergleichs im Sichtfeld zwischen DX- und FX-Sensoren. Aber aufgrund der Größe des Sensors und seines Crop-Faktors bieten DX-Sensoren im Allgemeinen eine bessere Reichweite als Vollformat-Sensoren. Mit einer Crop-Kamera bist du automatisch immer ein paar Meter näher am Motiv. Einige Leute sagen „na ja, man könnte einfach ein Bild von einem Vollbildsensor zuschneiden und hätte dann das gleiche Ergebnis wie bei DX“. Das stimmt aber nicht, hauptsächlich wegen der Megapixel und der Pixelgröße. Wenn ein DX Format Sensor 24 Megapixel hat, würde das Zuschneiden eines äquivalenten Sichtfeldes von einem 24-Megapixel-Vollbildsensor im Vergleich dazu eine wesentlich geringere Auflösung ergeben.

5. Größe und Gewicht

Das Gewicht im Duell von DX vs FX Format. Wer gewinnt wohl? Kameras mit DX-Sensoren sind im Allgemeinen kleiner und leichter als Kameras mit FX-Sensoren, da Vollbildsensoren derzeit nur bei professionellen High-End-Kameras eingesetzt werden die größer und schwerer sind.

Nachteile DX Format

1. Rauschen bei hohen ISO-Werten

Der größte Nachteil vom DX Format ist wie bereits erwähnt die geringere Größe der Pixel. Das führt eher zu verrauschten Bildern und viel weniger Schärfe und Details bei höheren ISO-Werten.

2. Geringerer Dynamikbereich

Im Vergleich zu FX haben DX-Kameras typischerweise einen geringeren Dynamikbereich.

3. Probleme mit Weitwinkelobjektiven

Aufgrund von Unterschieden im Sichtfeld sind Weitwinkelobjektive auf einem DX-Gehäuse nicht mehr so „weit“, resp. breit. Ein 14-mm-Ultra-Weitwinkelobjektiv ist im Vergleich zu einem 21-mm-Objektiv im Vollformat eher ein 21-mm-Objektiv, was bedeutet, dass viel weniger Bild in dein Bild passt – der Bildausschnitt ist also enger.

4. Unverträglichkeit von DX-Objektiven mit FX

Wenn du DX-Objektive hast und dich eines Tages entscheidest auf FX umzusteigen, musst du Vollformat-Objektive kaufen, um die Vorteile des Vollformat-Sensors nutzen zu können. DX-Objektive funktionieren zwar auf FX-Sensoren, aber aufgrund des kleineren Bildkreises nur mit der halben Auflösung.

5. Linsenbeugung

DX-Sensoren verursachen mehr Linsenbeugung, wenn sie kleiner als f/8 sind.

6. Kleinere Suchergröße

Aufgrund eines kleineren Spiegels und eines Pentaprisma/Pentamirrors, die bei DX-Kameras verwendet werden, ist der Sucher bei DX kleiner und nicht so hell wie bei FX.

Vorteile FX Format

1. Skalierbarkeit

Aufgrund der großen Größe des Sensors erlaubt das FX-Format zwei verschiedene Konfigurationen: eine mit viel Auflösung (Nikon D850) und eine mit besserer Empfindlichkeit und Geschwindigkeit (Nikon D5). So benötigen beispielsweise Landschafts– und Modefotografen große Druckformate und würden sich mehr Auflösung wünschen, während Wild- und Sportfotografen die Fähigkeiten einer Schnellkamera wie der Nikon D5 benötigen.

Nikon DX vs FX Format Nikon D850

Nikon D850.

2. Höhere Empfindlichkeit und geringeres Rauschen

Wie ich bereits oben erwähnt habe, spielt die Pixelgröße zusammen mit der Kontrolle des Rauschpegels bei hohen ISO-Werten eine bedeutende Rolle für die Empfindlichkeitsstufen der Kamera. Zum Beispiel hat die Nikon D700 (FX) eine ähnliche Anzahl von Pixeln wie die Nikon D90/D300s (DX). Dennoch sind die Pixel der D700 viel größer als die der D90/D300s. Wenn man also die ISO 800 dieser Kameras vergleicht, würde das Bild der Nikon D700 im Vergleich zur Nikon D90/D300 viel sauberer aussehen.

3. Großer Dynamikbereich

Auch hier ermöglicht die größere Pixelgröße das Sammeln von mehr Lichtpartikeln, was im Vergleich zur DX zu einem größeren Dynamikbereich führt.

4. Kein Problem mit dem Sichtfeld

Mit FX kannst du solche Dinge wie „Crop-Faktor“ und „Äquivalente Brennweite“ vergessen. Du erhältst ein ähnliches Sichtfeld, wie wenn du mit einen Film aufnehmen würdest.

5. Objektivkompatibilität FX und DX Format

FX-Objektive sind kompatibel mit DX-Objektiven. Du kannst sie also auch auf DX-Bodys verwenden.

6. Linsenbeugung

Im Vergleich zu DX ist die Linsenbeugung typisch für 35mm-Film und beginnt die Bildschärfe bei kleineren Blenden oberhalb von Blende f/11 zu beeinflussen.

7. Größerer und hellerer Sucher

Großer Sensor bedeutet großer Spiegel und Pentaprisma (nur bei DSLR, nicht bei DSLM), was wiederum ein großer und hellerer Sucher bedeutet. Die Scharfeinstellung mit einem großen Sucher ist viel einfacher, weil man mehr Details sieht.

8. Weitwinkel ist wirklich „weit“

Ein Ultra-Weitwinkelobjektiv wie das Nikon 16-35mm f/4 ist auf einem DX-Gehäuse wegen des Crop-Faktors nicht wirklich so weit. Dieses Problem verschwindet bei der FX und man erhält ein echtes 16mm-Sichtfeld, wie man es bei einem 35mm-Film hätte.

Nachteile: FX Format

1. Kosten

Große FX-Sensoren sind in der Herstellung teurer als DX-Sensoren.

2. Objektivschärfe und Vignettierung

Da FX einen viel größeren Bereich als DX auf dem Objektiv nutzt, könnte die Eckenleistung bei Objektiven ein Problem werden. Und das, obwohl Nikon seine Objektivreihe aktualisiert und neue Objektive herausgebracht hat, die eine hervorragende Eckenleistung für FX-Sensoren liefert. Zum Beispiel wurden die Objektive Nikon 14-24mm f/2.8G und Nikon 24-70mm f/2.8G beide speziell für den Vollformat-Sensor entwickelt.

Nikon DX vs FX Format Zoomobjektiv 14-24mm

Nikon Zoomobjektiv 14-24mm.

3. Größe und Gewicht

Größere interne Komponenten erhöhen das Gewicht, wodurch FX-Kameras in der Regel schwerer sind als ihre DX-Kameras.

Fazit

Wie ich in diesem Artikel erläutert und anhand der oben genannten Bildbeispiele demonstriert habe, ist der Unterschied zwischen DX- und FX- Format in Bezug auf die Gesamtbildqualität recht deutlich. Je nach der Generation der Kameras die du vergleichst, können die Unterschiede deutlicher oder weniger deutlich sein. Die Größe des Sensors ist massgebend und das FX Format zeigt, dass er in Bezug auf Dinge wie Rauschen und Dynamikbereich ein weitaus leistungsfähigerer Sensor als das DX Format ist. Außerdem muss man bei der Verwendung von Objektiven die Unterschiede im Sichtfeld berücksichtigen. Geht es um Objektive und deren Brennzweiten, so ist bei FX-/Vollformatkameras das, was man sieht, das was man bekommt. Bei DX-Kameras hingegen muss man den Crop-Faktor mathematisch berechnen, um die Unterschiede im Sichtfeld zu verstehen.

Andere Faktoren

Und schließlich darfst du nicht vergessen, dass es für atemberaubende Bilder nicht nur wichtig ist, ob du mit einem DX Format oder einem FX Format fotografierst. Dinge wie Licht, Motiv, Emotion, Komposition und Bildbearbeitungstechniken spielen ebenfalls eine grosse Rolle. Das sind auch die Dinge, auf die du wirklich achten solltest.

Ich hoffe, unser Artikel wird dir helfen, den Unterschied zwischen den beiden Formaten klar zu verstehen und alle Verwirrung rund um DX- und FX-Sensoren zu beseitigen. Bitte lass mich wissen, wenn du noch weitere Fragen hast.

2 Gedanken und Fragen

  1. Avatar
    Jasmine

    Hallo
    Sehr gute Infos bezüglich DX und FX! Herzlichen Dank.
    Trotz allem habe ich eine Frage:
    Ich habe jetzt eine Nikon Z6. Ich benutze einen FTZ Adapter mit einem Weitwinkelobjektiv von Sigma 10-20mm. Ich interessiere mich für das Vollformatobjektiv von Nikkor Z 14-30 mm. Werde ich mit dem Nikkor Z Objektiv mehr sehen, obwohl es 14 mm ist als beim Sigma 10mm?
    Danke für die Antwort😃

    Antworten
    1. pixolum
      pixolum

      Hi Jasmine

      Deine Z6 ist ja eine Vollformat-Kamera, das Sigma Objektiv wurde aber für APS-C Kameras gebaut. Wenn du ein APS-C Objektiv auf einer Vollformat anbringst, siehst du nicht ein rechteckiges Bild durch den Sucher, sondern einen runden Kreis als Bildausschnitt (durch die runde Bauform des Objektivs). Der Bildausschnitt wird also begrenzt. Aus diesem Grund verwendet man diese Kombination eigentlich weniger, denke aber auch, dass das der Grund ist, warum du fragst 🙂 Wenn du deine Vollformat in den APS-C Modus stellst, verschwindet der Kreis übrigens und du fotografierst simuliert einfach APS-C.

      Der Crop Faktor bleibt. Denn Kamerahersteller rechnen die Brennweite bei Wechsel-Objektiven nie um, auch wenn das Objektiv speziell für APS-C entwickelt wurde. Beim Sigma 10 mm hast du also eine äquivalente Brennweite von 10 * 1.5 = 15 mm. Beim Vollformat Nikkor gibt es keine Umrechnung, daher ist die effektive Brennweite da 14 mm.

      Die Antwort auf deine Frage, ob du mehr siehst, lautet also ja – jedoch ist der Unterschied nur 1 mm bei kleinster Brennweite. Mit zunehmendem Zoom siehst du im Verhältnis dann aber mehr. Stellen wir bei beiden Objektiven 20 mm ein, so hast du einmal effektiv 20 mm (Nikkor Z) und einmal 30 mm (20 x 1.5 beim Sigma).

      Liebe Grüsse
      Patrick

      PS für alle Mitleser: Hier gehts zum Nikkor Z 14-30 mm ein wirklich tolles Weitwinkel-Objektiv für die Landschaftsfotografie.

      Antworten

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