Bildwirkung optimieren für deinen unverkennbaren Bildstil

Was uns als Fotografen außer den technischen Details beim Fotografieren am meisten beschäftigt, ist die Frage, wie man eine optimale Bildwirkung erzielt. Die Bildwirkung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Vom Licht, der Perspektive, der Bildaufteilung oder vom gewählten Filter und vielem mehr. Durch den bewussten Einsatz dieser Stilelemente lassen sich der Situation entsprechend verschiedene Stimmungen ausdrücken.

 

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Bildwirkung nachahmen vs. eigener Bildstil

Hast du einen eigenen Bildstil und wenn ja, wie würdest du ihn beschreiben? Es gelingt nur sehr wenigen Fotografen eine eindeutige Bildsprache zu entwickeln, so dass man ihre Bilder aus hunderten von anderen Bildern herausfinden würde. Viele Fotografen formen eine Art eigene Handschrift, indem sie Bildstile von anderen nachahmen und mit eigenen Elementen anreichern. Und das ist auch in Ordnung, denn auf Bildstile gibt es kein Patent. So versucht jeder, sich der gewünschten Bildwirkung anzunähern und entdeckt dabei trotzdem immer wieder Neues, was wiederum andere Fotografen zur Nachahmung animiert. Durch diesen Effekt „vervielfältigen“ sich die Bildstile in allen 21 Bereichen der Fotografie.

 

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Bildwirkung beim Portrait optimieren

Welchen Einfluss hat die Lichtquelle auf die Bildwirkung? Je nachdem, welche Lichtquelle du verwendest, kann das Porträt zart und weich oder kantig und hart wirken. Hartes Licht bzw. Schatten entstehen durch eine Punktlichtquelle, wie z.B. Sonne oder Studioblitz (entfesselt Blitzen). Weiches Licht durch Streulicht, wie z.B. wolkenbedeckter Himmel oder Licht aus Softbox. Das Licht ist also einer der entscheidendsten Elemente für die Bildwirkung. Darauf aufbauend ergaben sich mit der Zeit auch eigene weiterführende Sparten, wie z.B. die High Key und Low Key Fotografie.

 

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Bei der Porträtfotografie ist die Perspektive des Fotografen enorm wichtig für die Bildwirkung. Das ist übrigens nicht neu, denn in der Malerei ist die Perspektivwahl schon seit Jahrhunderten eines der aussagekräftigsten Stilmittel.

 

  • Position des Motivs: Die Bildwirkung eines Porträt-Model, das sich leicht versetzt zur Bildmitte richtet, ist ungleich sympathischer als wenn sich es dem „Bildrand“ zuwendet (Drittel-Regel), denn das lenkt den Fokus aus dem Bild heraus. Sicher hast du auch schon vom Goldenen Schnitt und der Goldenen Spirale gehört. In dem Artikel findest du übrigens auch eine Photoshop Vorlage zum Download.
  • Vogelperspektive: Manchmal wirken Fotos, die auf Augenhöhe gemacht wurden, langweilig. Wenn du deinen Standort wechselst und dein Model beispielsweise von oben herab fotografierst (Vogelperspektive), wirkt es klein und devot.
  • Froschperspektive: Wenn du das Model von unten nach oben fotografierst (Froschperspektive), wirkt es dominant. Je nachdem ob es zu deiner Bildwirkung passt oder nicht, kannst du die Vogelperspektive und Froschperspektive bewusst einsetzen. Dabei ist es egal, ob du mit einer System- oder Spiegelreflexkamera oder einer Smartphone-Kamera fotografierst.
  • High- und Low Key: Auch Porträts im High Key und Low Key Look haben eine Bildwirkung. Während High Key Aufnahmen gerne bei Beauty-Shootings angewandt werden, stehen die düsteren Low Key Fotos für maximale Ausdruckskraft.

 

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Verschiedene Bildstile bei der Hochzeitsfotografie

Der Tag der Hochzeit steckt voller Emotionen und soll für das Brautpaar einzigartig sein. Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen an den Hochzeitsfotografen. Hier spielen neben ungewöhnlichen Perspektiven auch die Art des Fotografen, Lichtstimmungen einzufangen, eine herausragende Rolle. Und natürlich die Bildideen.

 

Alles ist möglich, wenn es vorher mit dem Brautpaar abgesprochen wurde: von klassisch-romantischen bis zu witzig-dynamischen Hochzeitsbildern.

 

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Bearbeitung und Filter zum Download

Wenn du die Bilder nur so weitergibst, wie sie aus der Kamera kommen, wirst du bei dem Brautpaar auf weniger Begeisterung stoßen, als wenn du den Bildern einen passenden Bildstil verleihst. Wer mit Photoshop oder Lightroom arbeitet, findet im Netz beliebte Filter und Presets für die Hochzeitsfotografie zum Download. Eine schöne Methode, Bildern bei der Nachbearbeitung den letzten Schliff zu verpassen, ist die Umwandlung von Farbbildern in monochrome Bilder, beispielsweise in Schwarzweiß. Dadurch bekommen die Aufnahmen einen zeitlosen Charakter. Verpasse deinen Bildern doch einmal mit monochromen Braun- und Sepiatönen einen Vintage Look. Hier findest du einen separaten Artikel mit vielen Tipps zur Hochzeitsfotografie.

 

 

Hinweise zur Bildwirkung bei der Schwarz-Weiss Fotografie

In unserer bunten Welt bietet die Schwarzweiß-Fotografie den Vorteil, sich auf die wesentliche Bildaussage zu reduzieren. Besonders Motive mit klaren Formen und Texturen eignen sich für die S/W-Fotografie. Schwarzweiß ist übrigens nicht gleich Schwarzweiß, denn die Grautöne der Aufnahme können je nach Filter verschoben werden und ändern die Bildwirkung:

 

  • Gelbfilter: verstärkt den Kontrast des Himmels zu den Wolken und lässt bei Porträts Hauttöne weicher wirken. Unreinheiten oder Sommersprossen verschwinden
  • Grünfilter: Grüntöne der Natur werden besser differenziert. Im Porträt wird der Teint etwas abgedunkelt
  • Rotfilter: dramatisiert die Szene. Blau wird stark abgedunkelt, Hauttöne stark aufgehellt

 

 

Fazit Bildwirkung und Filter

Wie wir gesehen haben gibt es unzählige Möglichkeiten, die Bildwirkung zu beeinflussen. Besonders reizvoll ist es, ein und dasselbe Bild auf verschiedene Arten nachzubearbeiten und an den verschiedensten Stellschrauben zu drehen. So findest du deinen Favoriten am schnellsten heraus.

 

 

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