Kamera Fokus verstehen | Der komplette Guide

Gerade als Beginner ist der Kamera Fokus eine sehr wichtige Technik in der Fotografie, deren Konzept du unbedingt verstehen solltest. Wenn du nicht richtig fokussierst, werden deine Fotos am Ende verschwommen, auch wenn alle anderen Kameraeinstellungen korrekt sind. Das Scharfstellen kann je nach Motiv einfach oder schwierig sein, zum Beispiel bei einer sich nicht bewegenden Landschaft im Vergleich zu einem sich schnell bewegenden Vogel im Flug. Diese Anleitung enthält alles was du wissen musst, um richtig zu fokussieren und scharfe Bilder aufzunehmen.

Kamera Fokus Anleitung Fokusarten

Kamera Fokus und Fokusmodi verstehen

Was ist der Fokus in der Kamera?

In jedem deiner Fotos gibt es eine Schärfen-Ebene. Das ist der Bereich des Fotos, der so scharf wie nur irgend möglich ist. Manche finden es nützlich, sich die Schärfe-Ebene wie ein Fenster vorzustellen, das sich mit der Szene überschneidet. Jedes Objekt auf deinem Foto, das dieses Fenster berührt, ist «scharf». Wenn du die Ebene vorwärts und rückwärts bewegst, um das gewünschte Bild mit maximaler Schärfe zu erzielen, nennt man das Scharfstellen.

Bei moderner Ausrüstung erfolgt die Scharfstellung üblicherweise im Objektiv. Dieses hat Glaselemente im Inneren, die sich vorwärts und rückwärts bewegen können, um den optischen Weg des Lichts zu verändern. Wenn du dein Objektiv weiter von der Kamera wegbewegst, ändert sich die Position der Schärfe-Ebene (so funktionieren auch Verlängerungen für Makro-Objektive).

Die Scharfstellung erfolgt entweder automatisch oder manuell. Der automatische Kamera Fokus oder Autofokus ist Teil eines Kamerasystems. Dieses hat einen Motor, der die Elemente im Objektiv bewegt, wodurch sich dann auch der Fokus verändert. Um manuell zu fokussieren, musst du einen Ring oder einen ähnlichen Mechanismus am Objektiv drehen.

Kamera Fokusring

Auch moderne Objektive haben meist einen Fokusring für das manuelle Scharfstellen. (@Luke Porter auf Unsplash)

Manueller Kamera Fokus im Vergleich zum Autofokus

In den frühen Tagen der Fotografie musste man noch alle Objektive manuell scharfstellen (das trifft auch auf viele moderne Objektive zu). Der automatische Kamera Fokus ist eine vergleichsweise neue und bis heute wichtige Erfindung in der Geschichte der Fotografie, die 1977 erstmals auf dem Markt erschien. Autofokus-Systeme verwenden einen Motor in der Kamera oder im Objektiv, um auf ein manuell oder automatisch ausgewähltes Motiv zu fokussieren. Du drückst also einfach den Auslöseknopf an deiner Kamera und die Kamera stellt das gewählte Motiv scharf. Oder du wählst es selbst aus, wenn dir das lieber ist. Ziemlich nützlich.

Die meisten Fotografen verwenden den Autofokus öfter als den manuellen Fokus. Der Hauptgrund dafür ist einfach die Bequemlichkeit, denn es ist einfacher als das manuelle Fokussieren. Zudem ist der Autofokus in der Regel schneller und in vielen Fällen auch genauer (z.B. beim Nachführen des Kamera Fokus auf ein sich bewegendes Motiv). Aus diesem Grund verlassen sich Sport- und Tierfotografen in der Regel stark auf den Autofokus.

Kamera Fokus Chipmunk

Nur wenn der Fokus weise platziert ist, kann ein gutes Foto entstehen. (@Richard Hamilton auf Unsplash)

Dennoch blieb der manuelle Fokus aus gutem Grund erhalten. Wenn deine Kamera Probleme mit der Scharfstellung hat, (besonders bei Dunkelheit wenn du z.B. Sterne fotografierst) kannst du mit dem manuellen Kamera Fokus alle Probleme lösen und selbst präzise Einstellungen vornehmen, die die Kamera möglicherweise selbst nicht hingekriegt hätte. Und wenn du das Objektiv auf manuellen Fokus einstellst, kannst du den Fokus für eine Reihe von aufeinanderfolgenden Fotos fixieren. Obwohl die meisten Fotografen den Autofokus öfters als den manuellen Fokus verwenden, ist es besser, wenn du mit beidem vertraut bist.

Kamera Autofokus

Präziser und schneller – gute Gründe, den Autofokus zu verwenden. (@Brandon Morgan auf Unsplash)

Hat deine Kamera einen Autofokus?

Damit du den automatischen Kamera Fokus verwenden kannst, muss entweder deine Kamera oder dein Objektiv über einen Autofokus-Motor verfügen. Das klingt selbstverständlich – aber Autofokus-Objektive haben nicht immer einen eingebauten Motor, genauso wenig wie jede Kamera einen hat. Insbesondere wenn du mit einer Nikon D3500 oder D5600 (oder einem älteren Modell der gleichen Linie) fotografierst, musst du beim Kauf von Objektiven genau hinsehen. Wenn du einen Autofokus brauchst, solltest du ein Objektiv mit der Bezeichnung AF-S oder AF-P kaufen; vermeide jedoch AF-D. Hier kannst du etwas mehr über den Autofokus-Lock (AF-L) nachlesen falls du diese Taste an deiner Kamera gesichtet hast.

Kamera Autofokus

Eine Frage der Technik: Nicht jede Kamera verfügt über einen Autofokus. (@Engin Akyurt auf Pexels)

Phasenerkennung vs. Kontrasterkennung

Wie funktioniert der Autofokus auf technischer Ebene? Du musst die Wissenschaft dahinter nicht verstehen (ausser es interessiert dich), aber du solltest trotzdem mit den beiden Haupttypen von Autofokus-Systemen vertraut sein: Phasenerkennung und Kontrasterkennung. Jede hat ihre eigenen Stärken und Schwächen.

Phasenerkennung

Die Phasenerkennung ist sehr schnell und gut bei der Verfolgung von sich bewegenden Objekten, weil sie nicht viel Rechenarbeit von der Kamera erfordert. Allerdings ist sie auch anfälliger für Fehler und interne Ausrichtungsprobleme. Bei einigen Kameras kannst du das Phasenerkennungssystem kalibrieren, um Fehler zu minimieren.

Kontrasterkennung

Bei der Kontrasterkennung muss die Kamera mehr Daten verarbeiten, deswegen dauert es im Allgemeinen länger, den Fokus zu fixieren. Folglich ist sie nicht dazu geeignet, sich bewegende Objekte zu verfolgen. Die Kontrasterkennung ist aber tendenziell präziser, da das Autofokussystem die Daten des Kamerasensors direkt misst. Das ist gut für unbewegliche Objekte, wie du sie in der Landschaftsfotografie oft hast.

Das ist alles gut zu wissen, aber wie stellt man das eine oder andere für ein bestimmtes Foto ein?

Eigentlich ist es simpel. Bei den meisten DSLR-Kameras kommt die Phasenerkennung immer dann zum Zug, wenn du den Autofokus über den Sucher betätigst. Die Kontrasterkennung hingegen erfolgt immer dann, wenn du über den LCD-Bildschirm scharfstellst oder du generell eine spiegellose Systemkamera (hier unsere top 10) verwendest. Folglich musst du also nur den Sucher oder die Live-Ansicht der Situation entsprechend einsetzen.

Denk daran, dass es immer eine „ideale Schärfe-Ebene“ in einem Foto gibt – normalerweise im Schnittpunkt mit deinem Hauptmotiv. Sowohl die Phasenerkennung als auch die Kontrasterkennung können dich zum Ziel bringen. Bei bewegten Motiven ist die Phasenerkennung schneller und führt besser nach, während die Kontrasterkennung bei statischen Motiven präziser arbeitet.

Kamera Fokustyp

Ob schnell oder langsam – für alles gibt es den richtigen Fokustyp. (@Wolfgang Hasselmann auf Unsplash)

Kontinuierlicher Autokofus vs. Single-Servo-Autofokus

Unsere Fotoausrüstung

Du fragst dich mit welcher Ausrüstung wir fotografieren? Hier findest du unser Equipment.

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Eine weitere wichtige Entscheidung im Bereich Autofokus ist die Wahl des Fokussiermodus. Die beiden wichtigsten und gebräuchlichsten Optionen sind der kontinuierliche- und der Einzel-Servo-Autofokus.

  • Serien Servo
    Der Serien-Servo (Continuous Servo) wird auch als AI-Servo (Canon) und AF-C (Nikon) bezeichnet. Im Wesentlichen bedeutet dies, dass deine Kamera die Schärfe kontinuierlich anpasst, wenn du die Schärfentaste (Fokustaste / Auslöser) gedrückt hältst. Das ist ideal, wenn du ein sich bewegendes Motiv fotografierst und seine Position verfolgen willst.
  • Single-Servo kennt man auch als One-Shot (Canon) und AF-S (Nikon). In diesem Fall stellt die Kamera scharf und korrigiert den Fokus erst wieder, wenn du die Schärfentaste loslässt und es erneut versuchst. Das funktioniert gut, wenn das Motiv und die Kamera völlig ruhig sind und du nicht von Zeit zu Zeit nachjustieren musst.
  • Auto-Servo-Autofokus
    Einige Kameras verfügen über einen dritten Modus – den Auto-Servo-Autofokus. Er analysiert das Motiv und wählt dann automatisch zwischen den beiden oben erklärten Optionen. Auch wenn deine Kamera über diesen Modus verfügt, ist es wichtig zu wissen, was die einzelnen Modi können. Es ist nämlich immer möglich, dass die Automatik einen Fehler macht.

Wenn du den Autofokus verwendest, empfehlen wir für typische Landschafts- und Architekturfotografie die Single-Servo-Funktion und für andere Bilder, wie z.B. Tier- oder Sportfotografie, die Continuous-Servo-Funktion.

Kamera Fokus Single Servo

Eine atemberaubende Landschaft, nicht? Klassische Single-Servo-Situation. (@Simon Migaj auf Pexels)

Autofokus-Bereichsmodi

Ein wichtiger Teil der Fokussierung ist die Wahl des richtigen Autofokus-Bereichsmodus. Du teilst deiner Kamera so mit, welche Art von Fokussierungsstrategie du anwenden möchtest, damit sie dann entscheiden kann, wie sie dem Motiv «folgen» soll. Wichtig ist, dass dein Autofokussystem aus Fokussierpunkten besteht, die den Bereichen entsprechen, auf die die Kamera fokussieren kann. Hier einige Beispiele von Fokusmustern, die man bei heutigen DSLRs findet:

Kamera Fokuspunkte

Verschiedene Modi für verschiedene Situationen. (Bild: Nikon USA)

In der Regel gilt: Je mehr Fokussierungspunkte, desto besser. Ebenso ist eine grössere Streuung (Gesamterfassungsbereich) besser. Es ist einfacher, ein sich bewegendes Motiv zu verfolgen, wenn deine Kamera mehrere Fokuspunkte hat, die einen grossen Teil des Bildes abdecken. Du musst der Kamera aber trotzdem sagen, wie diese Punkte verwendet werden sollen, sonst ist es nicht besonders hilfreich. An dieser Stelle kommen die Autofokus-Bereichsmodi ins Spiel:

Single-Point-Autofokus

Die Kamera verwendet einen Fokussierpunkt für den Autofokus; nämlich den Punkt, den du ausgewählt hast. Dieser Modus eignet sich gut, wenn sich Motiv und Kamera nicht bewegen und du den Fokus nicht nachführen musst. Der Modus funktioniert auch mit dem kontinuierlichen Autofokus, jedoch folgt die Kamera dann keinen sich schnell bewegenden Objekten über mehrere Fokuspunkte hinweg.

Dynamischer Autofokus

Du wählst einen einzelnen Fokussierpunkt für die Kamera aus. In diesem Fall kann sie das Motiv jedoch verfolgen, wenn es sich über die umliegenden Fokuspunkte bewegt (du kannst normalerweise festlegen, auf wie viele die Kamera achten soll). Dieser Bereichsmodus eignet sich gut für die Tierfotografie.

3D-Tracking-Autofokus

Die Kamera folgt dem Motiv, während es sich über die Fokussierpunkte bewegt. Im Gegensatz zum normalen dynamischen AF-Messfeld-Modus musst du die Kamera nicht mit dem Motiv mitbewegen, um dieses so nahe wie möglich am ursprünglich gewählten Fokuspunkt zu halten. Dieser Modus ist gut für die Tierfotografie (z.B. Vogelfotografie) geeignet, obwohl er nicht immer so schnell und genau wie der einfachere Dynamic-AF-Bereich-Modus ist.

Gruppenbereich-Autofokus

Die Kamera verwendet mehrere Autofokuspunkte gleichzeitig, normalerweise fünf. Sie gibt allen die gleiche Priorität und fokussiert auf das nächstgelegene Objekt, das sich auf einem der fünf Punkte befindet. Das ist nützlich für knifflige Autofokus-Situationen, wie z.B. bei einem sich schnell bewegenden Vogel im Flug.

Auto-Bereich-Autofokus

In diesem Fall scannt die Kamera automatisch die Szene und entscheidet über das Motiv (oft das der Kamera am nächsten gelegene Objekt oder ein Gesicht). Wir empfehlen diesen Modus nicht, da er dir weniger Kontrolle gibt.

Nicht alle Kameras verfügen über alle dieser Optionen. Einige haben möglicherweise noch zusätzliche Bereichsmodi, insbesondere für den Video-Autofokus. Die genauen Bezeichnungen können auch je nach Kamera unterschiedlich sein, aber das ist so die generelle Struktur, die du bei den meisten finden wirst.

Du wirst jedenfalls schnell merken, welche Modi dir gefallen und welche die besten Bilder produzieren. Das vollständige Beherrschen aller Modi erfordert jedoch viel Zeit und Übung, sowas lernst du nicht über Nacht.

Der AF-On Knopf

Standardmässig stellen die meisten Kameras den Autofokus ein, wenn du den Auslöser halb drückst. Das ist zwar eine nette Funktion, aber manchmal willst du vielleicht diese beiden Vorgänge – Fokussieren und Fotografieren – voneinander getrennt haben. Bei vielen Kameras kannst du das bewerkstelligen, indem du den Kamera Fokus einer anderen Taste (oft «AF-On» genannt) zuweist und so vom Auslöser trennst.

AF-On bewirkt genau dasselbe wie das halbe Drücken des Auslösers, nur eben an einer anderen Stelle. Das hört sich vielleicht nicht nach einer grossen Sache an, aber es gibt viele Situationen, in denen du nicht möchtest, dass die Kamera beim Drücken des Auslösers nachfokussiert. Es handelt sich hier also um eine entscheidende Funktion. Wir empfehlen dir, wenn möglich AF-On anstelle des Auslösers zu benutzen. Es gibt praktisch keine Nachteile und dafür einige potenzielle Vorteile.

In welchen Situationen hilft dir „AF-On“ den nun?

  1. Wenn du den Kamera Fokus über mehrere Fotos hinweg fixieren möchtest. Drück einfach die AF-On-Taste, um den Kamera Fokus zu aktivieren und drück erst wieder, wenn du die gewünschten Fotos aufgenommen hast. Das geht schneller, als wenn du für jede Bilderserie den Fokus am Objektiv auf manuell umstellen musst.
  2. Wenn du fokussieren und anschliessend die Bildkomposition verändern möchtest. Mal angenommen du wählst eine Komposition, bei der sich dein Motiv am äussersten Rand des Fotos befindet. Es ist in diesem Fall sehr unwahrscheinlich, dass deine Autofokuspunkte so weit reichen. Du stellst also einfach mit einem der vorhandenen Punkte scharf und positionierst anschliessend den Bildausschnitt neu, sodass er für dich passt. Dieser Vorgang ist mit der AF-On-Taste viel natürlicher, weil du sie nach dem Scharfstellen loslassen kannst. Ansonsten müsstest du die ganze Zeit den Auslöser halb drücken.
  3. Wenn du warten musst, bevor du das Foto schiessen kannst. Du findest dich vielleicht mal in einer Situation wieder, in der du dich konzentrieren und eine Zeit lang warten musst, bevor du abdrücken kannst. Vielleicht fotografierst du zum Beispiel einen Fuchsbau und wartest darauf, dass der Fuchs seinen Kopf rausstreckt. Mit der AF-On-Taste kannst du an der richtigen Stelle scharfstellen, warten und dann im richtigen Moment so schnell wie möglich abdrücken. Währenddessen kannst du dich trotzdem schon darauf vorbereiten, schnell neu zu fokussieren, falls nötig.

Unter anderem aus diesen Gründen empfehlen wir dir dringend, deine Kamera vom Auslöser-Fokus auf AF-On-Fokus umzustellen. Wenn du schon immer den Auslöser als Autofokus verwendet hast, kann es in den ersten Tagen nach der Umstellung etwas mühsam sein, aber du wirst es am Ende nicht bereuen. Einige Kameras haben keinen AF-On-Knopf, aber du kannst fast immer einen beliebigen Knopf für den gleichen Zweck verwenden.

Kamera Fokus AF-On

Kein Fuchs, aber mit Sicherheit ein Frechdachs. (@Vincent van Zalinge auf Unsplash)

Worauf soll ich fokussieren?

In den meisten Fällen solltest du einfach auf dein Hauptmotiv fokussieren. Wenn du eine Person fotografierst, setz den Kamera Fokus auf eines ihrer Augen. Dasselbe gilt für die Tierfotografie, die Eventfotografie und so weiter. Manchmal bleibt dir aber auch ein wenig künstlerische Freiheit beim Fokussieren. Angenommen, du fotografierst eine Blume. Fokussierst du jetzt auf das vorderste Blütenblatt oder auf die farbenfrohe Mitte? Keine der beiden Möglichkeiten ist falsch. Es kommt auf den Effekt an, den du in einem Bild vermitteln willst.

Die schärfsten Objekte auf deinem Foto fallen auf. Das kannst du zu deinem Vorteil nutzen. Wenn du möchtest, kannst du den Fokus irgendwo hinsetzen, wo ihn keiner erwartet, um die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Teil des Fotos zu lenken. Nimm beispielsweise ein „Porträt„-Foto auf, bei dem du den Fokus auf die Hände und nicht auf die Augen der Person richtest, auch wenn das Gesicht auf dem Foto sichtbar ist. Es gibt keine unumstösslichen Regeln dafür, wo der Fokus hin soll. Es ist eine kreative, künstlerische Entscheidung.

Kamera Fokus kreativ

Entscheide selbst, wo du den Fokus haben willst. Es gibt kein Richtig oder Falsch. (@Jonas Weckschmied auf Unsplash)

Fokus-Stacking (Fokusvariation)

Von dieser Technik hast du vielleicht hin und wieder mal gehört – dem Fokus-Stacking (dt. Stapelung). Bei dieser Methode nimmst du mehrere Fotos auf, die an verschiedenen Punkten scharf gestellt werden, und kombinierst dann die schärfsten Teile jedes Fotos miteinander. In einer perfekten Welt wird das Ergebnis überall da scharf sein, wo du es gerne hättest.

Das Fokus-Stacking kann nützlich sein, insbesondere bei der Makro- und Landschaftsfotografie. Gerade da kann es schwierig sein, mit einer anderen Methode ein vorne bis hinten scharfes Bild zu bekommen.

Es gibt jedoch auch einige Nachteile. Wenn sich etwas auf dem Foto bewegt, wird richtiges Fokus-Stacking nämlich fast unmöglich. Obendrauf ist es vor Ort und in der Nachbearbeitung recht zeitaufwendig, selbst unter besten Bedingungen. Aber manchmal ist es die einzige Möglichkeit, genügend Schärfentiefe in einem Foto einzufangen. Vielleicht eher ein Zeitvertrieb für einen regnerischen Tag. Hier findest du unser Tutorial und alles, was dü über Focus Stacking wissen musst.

Kamera Fokus-Stacking

Wenn wirklich alles scharf sein soll, ist Fokus-Stacking der Weg. (@Pixabay auf Pexels)

Fazit

Der Kamera Fokus ist ein sehr tiefgehendes Thema in der Fotografie und es zu verstehen ist äusserst wichtig. Wenn du deine Fotos richtig fokussierst, werden sie scharf und detailliert, was dem Betrachter einen Eindruck deines Geschicks und deiner Absicht gibt. Dies gilt für jede Art von Fotografie, von Sport bis zu Landschaften. Es ist am besten, die Dinge so früh wie möglich auf die richtige Art und Weise zu lernen. So verfällst du auf deinem Weg nicht in schlechte Gewohnheiten.

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