Bilder verwalten – 5 Tools bringen Ordnung ins Bilderchaos

Wer viele Fotos macht, muss seine Bilder verwalten, das ist als Profi und ambitionierter Hobbyfotograf unabdingbar. Wie legt man die Fotos auf dem Rechner am besten ab, damit sie bei Bedarf schnell wieder gefunden werden? Mit der Dateiverwaltung des Betriebssystems stößt man recht schnell an seine Grenzen. Für die Kategorisierung, Verschlagwortung und Archivierung bietet sich eine Fotoverwaltungssoftware ein, die es sowohl kostenfrei als auch bis zu einer Summe von ca. 150 Euro zu kaufen gibt.

Welche Software gibt es zum Bilder verwalten?

Mac: iPhoto und Apple Fotos

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Aperture war einmal. Ab OS X Yosemite 10.10.3 kannst du die App „Fotos“ nun auch auf dem Mac verwenden. Die Mediathek von Fotos für OS X und iPhoto ist gleich aufgebaut. Mit der kostenlosen Software können die Bilder von der Kamera, Speicherkarte oder dem iCloud-Fotostream in die Mediathek importiert werden. Die Fotos werden nach Aufnahmedatum gruppiert und bieten sogar eine Gesichtserkennung. Du kannst Bilder mit relevanten Stichworten intelligenten Alben abspeichern. Auch Geokoordinaten der Fotos werden auf einer Landkarte angezeigt.

 

Bilder mit Google Fotos verwalten

bilder verwalten software fotomanager google fotosDie Bildverwaltung für Fotografen von Google ist ebenfalls kostenlos. Google Fotos hat wie alle Fotoverwaltungsprogramme zum Bilder verwalten eine Thumbnail-Voransicht aller Bilder und verfügt über eine Tag-Funktion. Gesichtserkennung ist ebenso vorhanden wie Geotagging und das Erstellen von Webalben aus RAW-Fotos. Fertig bearbeitete Fotos kannst du exportieren und in Webalben hochladen, wo sie von anderen Nutzern auch online betrachtet werden können. Die Software bietet viele Möglichkeiten zur Bildbearbeitung und -zusammenstellung und praktische Batch-Funktionen zum Bilder ordnen.

 

Bildverwaltung für Fotografen mit ACDSeebilder verwalten software fotomanager ACDSee

Für maximal 100 Euro erhältst du mit ACDSee einen performanten Fotomanager mit vielen nützlichen Werkzeugen zum Bilder verwalten, organisieren und perfektionieren. Bewertung von Fotos gehören ebenso zum Standard wie die Vergabe von hierarchischen Stichwörtern, Bildattributen etc.. Fertig bearbeitete Fotos können auf den ACDSee Online Speicher in die Cloud gesendet werden. ACDSee unterstützt wirklich alle erdenklichen Formate und überrascht in seiner neuen Version mit einem Luftbildmodus.

 

Ashampoo Photo Commanderbilder verwalten software fotomanager ashampoo commander

Mit dem neuen Ashampoo Photo Commander 15 behältst du dein umfangreiches Fotoarchiv dank zahlreicher Filter- und Gruppierungsfunktionen immer optimal im Blick und kannst Anpassungen gleich auf mehrere Fotos anwenden. Du kannst die Einstellungen dafür vollautomatisch oder manuell vornehmen. Mit der umfangreichen RAW-Unterstützung und der Optimierung mit Hilfe von Gradationskurven bist du mit dem Commander im Profibereich bestens versorgt. Kosten tuts so um die 50 Euro, es gibt aber auch eine Gratisversion.

 

Bilder verwalten mit Adobe Photoshop Lightroombilder verwalten software fotomanager adobe lightroom

Adobe Lightroom ist das führende Programm zum Bilder verwalten. Bildkorrekturen sind mit Hilfe von Schiebereglern einfach zu bewerkstelligen. Die Bilder in allen gängigen Formaten kannst du dir als Diashow, Miniaturansicht oder Präsentation anzeigen lassen. Stichworte und Favoriten-Sterne vergeben, Geotagging, Kartenfunktion, Bildersuche per Stichwort, Brennweite oder Verschlusszeit sind komfortable Features, um nur einige zu nennen. RAW Entwicklung mit vielen Optionen, Filterzuweisung und Archivierung des Bildmaterials in Katalogen. Die wichtigsten Fotowerkzeuge in der Creative Cloud inkl. Lightroom und Photoshop kosten derzeit ca. 12 Euro/Monat. Die gesamte Adobe Creative Suite inkl Lightroom und Online-Speicher kostet ca. 60 Euro/Monat und kann bei Adobe abonniert werden.

 

In 6 Schritten zur Bilderverwaltung

Wie immer wenn darum geht, Zeit in die Bilderverwaltung zu investieren, hält sich die Begeisterung des Fotografen in Grenzen. Wer aber in die Bildverwaltung ein wenig Hirnschmalz und Zeit steckt, wird auf Dauer belohnt werden. Kategorisierte Fotos sind im Nachhinein ganz leicht zu recherchieren.

 

Die Bilder sind also im Kasten, sprich auf der Karte. Und wie geht es weiter?

  1. Bevor ein Fotoverwaltungssystem zum Einsatz kommt, solltest du unbrauchbare Aufnahmen vor dem Import aussortieren. Schlechte Bilder und doppelte Motive aus Belichtungsreihen sind nur unnötiger Ballast, den man in der Bildverwaltung mitschleppt.
  2. Importiere dann die Fotos in das Fotoverwaltungssystem.
  3. Benenne die Fotos so um, dass jedes Bild einen einzigartigen Namen bekommt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Fotobenennung, z.B. Name, der sich aus Datum und fortlaufender Nummer zusammensetzt, die sich bewährt haben.
  4. Deine Fotoverwaltungssoftware ermöglicht dir, deine Bilder zu bewerten. So kannst du besonders gelungene Fotos gut bewerten und weniger gelungene schlecht bewerten, um sie dann möglicherweise in der Konsequenz zu löschen.
  5. Gib deinen Fotos passende Schlagworte. Meist kannst du Oberbegriffe und Unterbegriffe verwenden, z.B. Oberbegriff Fahrzeug, Unterbegriff Oldtimer, so dass du später bei der Suche nach Oldtimer alle mit diesem Tag versehenen Bilder wiederfindest.
  6. Sichere und archiviere deine Bilder in einem Katalog der Fotoverwaltung.

Fazit Bildverwaltung

Bilderfluten erschweren die Arbeit des Fotografen. Eine Bilddatenbank zur effizienten Suche hilft, Fotos schnell wiederzufinden. Mit einer Software zum Bilder verwalten wird die gesamte Prozesskette abgebildet: von der Bildbearbeitung bis zur Publikation und zum Teilen der Fotos in den Social Media Kanälen kann alles bequem über eine Fotoverwaltungssoftware gesteuert werden. Falls du zu wenig Platz auf deiner Festplatte hast: in diesem Artikel findest du besten kostenlosen Cloud-Speicher.

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5 Kommentare auf "Bilder verwalten – 5 Tools bringen Ordnung ins Bilderchaos"

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Martin
Gast

Dass Lightroom ungefähr 60€ im Monat kostet darf nicht so unkommentiert stehen bleiben, denn dieser Preis bezieht sich auf die komplette Creative Suite inklusive Online-Speicher. Die Creative Cloud mit Lightroom, Photoshop und weniger Online-Speicher kostet ca. 12€ im Monat.

Citadel
Gast

Eine schöne Übersicht. Ich nutze zwar auch Lightroom, empfehle aber sich andere Produkte auch mal anzusehen. Gerade günstigere die den gleichen Sinn erfüllen. Nicht jeder muss auf Adobe aufspringen. Und ohne monatliches Abo geht bei Adobe nichts mehr, oder? Als Hobbyfotograf will man eine Software kaufen und einige Jahre problemlos nutzen können.

Ole
Gast

Ich muss sagen, ich bin mittlerweile ein echt großer Fan von google Photos geworden, hier kommen bei mir alle kleinen (iPhone) und entwickelten (DSLR) Bilder rein. Die RAW-Dateien verwalte ich in Lightroom, hier führt meines Erachtens nach kein Weg dran vorbei!

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