11 Tierfotografie Tipps – so machst du bessere Tierfotos

Die Tierfotografie ist definitiv nicht zu unterschätzen! Bei den Profis sieht es vielleicht einfach aus, aber jeder der je versucht hat, ein so unberechenbares Wesen wie eine Katze oder einen Hund zu fotografieren, weiß, dass es das genaue Gegenteil ist. Hier findest du die besten Tipps, wie auch dir schöne Tierfotos gelingen.

tierfotografie tipps

Falls du dein Tier nicht selber fotografieren möchtest, dann haben wir hier eine grosse Auswahl der besten Tierfotografen für dich. Ansonsten viel Spass mit unseren Tipps, damit du schnell selbst zum Profi wirst!

#1 Das wichtigste bei der Tierfotografie: Entspann dich

 

Tiere sind kleine emotionale Schwämme, und wenn du gestresst oder unruhig bist, bemerken sie das und lassen sich davon anstecken. Ein gestresstes Tier schaut dich mit besorgten Augen und angelegten Ohren an, was sich auf Bildern nicht besonders gut macht. Atme tief durch und vergiss nicht, dass du Spaß haben kannst! Mache dir diesen Fakt während dem fotografieren von Tieren immer wieder bewusst! Ich denke das ist einer der wichtigsten Tipps in der Tierfotografie.

#2 Konzentriere dich auf Augen und Ausdruck

 

Die Augen sind der ausdrucksstärkste Teil eines Tiergesichts. Wenn du also wirklich interessante Tier Portraits aufnehmen willst, konzentriere dich auf die Augen und den Gesichtsausdruck. Ein gut getimtes Jaulen (von dir) kann die Aufmerksamkeit eines Welpen oder eines neugierigen Hundes leicht auf dich lenken, und bevor du auch nur „wuff“ sagen kannst, schaut dein Modell direkt in die Kamera.

tier fotografieren position

#3 Sorg zuerst für Ordnung

Bevor du die Kamera auch nur aus der Tasche nimmst, schau dich um und beseitige zuerst Unordnung und räum alles Überflüssige weg. Willst du wirklich auf dem Foto deiner Katze den leeren Starbucks-Becher auf dem Couchtisch sehen? Ist der sich durchs Gras schlängelnde Gartenschlauch auf dem Foto von deinem Hund wirklich ästhetisch ansprechend? Dieser Tipp gilt natürlich nicht nur für die Tierfotografie, sondern für alle Bereiche der Fotografie.

 

Wenn ein Hintergrundelement dein Bild nicht irgendwie verbessert, räum es weg oder stell es um. Eine aufgeräumte Umgebung ergibt mehr schöne Bilder und verringert den Aufwand der Nachbearbeitung. Niemand braucht Tierfotos zu sehen, auf denen man im Hintergrund den überquellenden Mülleimer erkennt.

#4 Mach die Aufnahmen in ihrer Welt

Einige Schnappschüsse deines Tieres von oben aus dem Stehen sind sicher süß – um jedoch wirklich mitreißende Tier Portraits wie die Profis zu schießen, musst du dich allerdings auf ihre Höhe begeben, „in ihre Welt“.  Versuche verschiedenes aus, hier haben wir 8 Kamera Perspektiven zusammengestellt, welche dir auch beim Tiere fotografieren helfen.

 

  • Bei einer Deutschen Dogge bedeutet das für dich Hüfthöhe;
  • bei einem Chihuahua kann es die Höhe deiner Knöchel bedeuten.
  • Bei einer Katze auf einem Kratzbaum musst du vielleicht auf etwas steigen, um auf dem gleichen Level zu sein.

tierfotografie tipps hunde belohnen

Lerne Tiere „aus der Hüfte“ zu fotografieren, um die Kamera in ihre Welt zu bekommen, ohne dich selbst hinknien oder -hocken zu müssen, wenn sie auf dem Boden sind.

#5 Sei flexibel und beweglich

Wenn du jemals einen Profifotograf in Aktion erlebt hast, ist dir sicher aufgefallen, dass er sich dreht und streckt und verbiegt und kniet und krabbelt. Was immer nötig ist, um ein gutes Bild zu bekommen – er wird es tun. In der Tierfotografie musst du bereit sein für etwas Körpereinsatz, um die perfekte Komposition festzuhalten. Manchmal reicht es für einen Hund schon, wenn du aus dem Sitzen aufstehst, um seine „Sitz und Bleib“-Position zu brechen. Es ist besser, die Arme zu strecken oder sich nach vorn zu lehnen als eine große Bewegung zu machen, die das Tier während dem Fotografieren möglicherweise aus seiner perfekten Pose reißt.

#6 Geh dahin, wo das Licht am Besten ist

Gutes Licht macht in der Fotografie alles aus, und ganz besonders in der Tierfotografie, wo das Licht in den Augen der Tiere reflektiert werden muss (der helle, spiegelnde Lichtfleck auf ihren Pupillen). Vermeide Tierfotos in dunklen Räumen oder an stark bewölkten Tagen. Unter hellem, aber ungerichtetem Licht lassen sich die besten Tier-Portraits schießen. Also schau dich in deiner Umgebung um und entscheide, wo das beste Licht scheint, bevor du dein Tier dorthin lockst und mit den Aufnahmen anfängst.

tierfotografie tipps bewegung

#7 Belohne dein Modell

Jedes Tier braucht irgendeine Art von Motivation, um für längere Zeit aufmerksam zu bleiben; anderenfalls werden sie weggehen und sich nicht länger für dich interessieren. Finde heraus, was sie motiviert (d.h. ihre Belohnung), und versorge sie regelmäßíg während dem Tier Fotoshooting damit. Für Hunde sind das vielleicht Leckerlis, Spielzeuge oder einfach Liebe und Aufmerksamkeit. Bei Katzen sind das ein Federspielzeug, eine Papiertüte, Thunfisch, Katzenminze oder auch ihre Lieblingsdecke. Für Pferde wählst du am Besten ihr Lieblingsessen, wie zum Beispiel Möhren oder Äpfel.

tierfotografie tipps spielzeug fotostudio

Der größte „Trick“ bei der Tierfotografie ist, das Tier glauben zu lassen, dass es selbst die Entscheidungen trifft, während du es tatsächlich dazu bringst genau das zu tun was du von ihm willst, ohne es ihm direkt zu befehlen. Dieses System funktioniert durch Belohnungen. Sei kreativ, wenn es um die Belohnung deiner Tier Modelle geht, und sie werden sich bei dir mit tollen Aufnahmen und ihrer Kooperation revanchieren. Außerdem macht das Tier Fotoshooting so mehr Spaß, und das sollte bei Tierfotografie auch so sein!

#8 Überleg dir im Voraus ein Tierfotografie Konzept und Motive

Die interessantesten Tierbilder zeigen die Modelle im Kontext:

 

  • Das kann eine Katze sein, die zu ihrem Besitzer hochschaut, während der eine Tüte Essen aufmacht (Konzept: Begierde).
  • Ein Hund, der erwartungsvoll auf die Vordertür schaut und auf sein Herrchen wartet (Sehnsucht).
  • Oder ein Pferdebesitzer, der den Nacken seines Tieres umarmt (Verbundenheit).

 

Wenn du mit deinen Bildern etwas ausdrückst, erzeugen sie beim Betrachter viel mehr Emotionen.

#9 Bleibe ruhig

Durch nichts ist ein Hund schneller verwirrt oder dreht eine Katze schneller durch als durch ständig wiederholte Kommandos während dem Tier Shooting. Katzen ziehen sich dann zurück oder verlassen den Raum, und Hunde sind verwirrt und nervös.

Kommuniziere mit deinen Tieren möglichst so, wie sie es untereinander tun – nämlich nonverbal. Benutze Handzeichen oder zeige auf einen Ort, um sie dorthin zu leiten. Benutz das Handzeichen für „Sitz“ bei Hunden, die es verstehen. Wenn du „Sitz“ sagen musst, dann tue es leise und ruhig und höchstens ein- oder zweimal. Vermeide es, den Namen deines Tieres zu sagen, denn je öfter sie ihn während einer Fotosession hören, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie dich ignorieren.

tierfotografie tipps fotografieren lernen

Meiner Meinung nach gibt es nichts Schlimmeres als einen Tierfotografen (und einen Besitzer), die ständig um den Hund herumschwirren und Dinge sagen wie: „Sitz, Charlie, …. nein – SITZ. Ich sagte: Charlie, sitz. Sitz. Runter! Sitz, Charlie. Charlie – sitz. Siiiiiitz. SITZ.“ Armer Charlie! Kein Wunder, dass er verwirrt ist. Je weniger du redest und „kommandierst“, desto besser werden die Aufnahmen laufen, und desto aufmerksamer wird Charlie sein und „zuhören“.

#10 Bewege dich langsam

Wenn du nicht gerade besonders geschickt in dokumentarischen Tierfotos aus der Bewegung heraus bist, dann ist es umso wichtiger in der Tierfotografie dass du lernst, dich langsam zu bewegen. Auch wenn das Tier keinen Moment stillhält und du den perfekten Moment und die richtige Position versuchst zu erwischen (während es läuft, schnüffelt, springt, jagt, etc.)… bewege dich langsam! Das ist bei Katzen besonders wichtig, die häufig ihren Gesichtsausdruck (und die Stellung ihrer Ohren) schon bei der kleinsten Bewegung radikal verändern oder sogar die Szene komplett verlassen. Das stimmt auch für Hunde, die sitzen oder liegen sollen.

tierfotografie tipps draussen fotografieren

Wenn du dich bewegst, denken sie, du brichst zu einem neuen Abenteuer auf und wollen dir folgen. Wenn du dich unbedingt bewegen musst und nicht willst, dass dein Modell das Gleiche tut, bewege dich sehr langsam und ohne Blickkontakt herzustellen. Denke außerdem an deinen Körpereinsatz. Dann hast du nicht nur eine lustige Fotosession mit deinen Tieren, sondern treibst gleich noch ein bisschen Sport!

#11 Nutze Accessoires und Körbe

Genau wie in der Babyfotografie oder bei einem Neugeborenenshooting lassen sich Tiere herzig in Körbchen oder Kuscheldecken packen. Falls du also noch mehr „jöö-Effekt“ haben möchtest in deinen Tierbildern, dann bereite die notwendigen Accessoires schon vor dem Tier Shooting vor.

tierfotografie tipps accessoires

 

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "11 Tierfotografie Tipps – so machst du bessere Tierfotos"

avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Alex
Gast

Ich fotografiere viel in Tierparks, da sind die Faktoren Zeit und Geduld auch noch sehr wichtig. Diese dadurch entstehende Routine hat mir auch bei unseren Haustieren sehr geholfen. Ansonsten setze ich die Tips nahezu alle auch um, ich finde sie für ausdrucksvolle Bilder sogar unerlässlich.

wpDiscuz
Du magst diesen Beitrag?
Bewerte diesen Artikel
(24) Abstimmungen
Blog abonnieren

Wir informieren Dich über neue Beiträge in unserem Fotoblog.


Das könnte dich auch interessieren: