Bewerbung – Tipps für den besten Eindruck mit Bewerbungsfoto & Video

Seit August 2006 ist in Deutschland das Allgemeine Gleichstellungsgesetz in Kraft, das unter anderem vorschreibt, dass Bewerbungsfotos keine Pflicht mehr sind. Allerdings ist es nach wie vor empfehlenswert, einer schriftlichen Bewerbung ein Foto beizufügen. Denn wenn du auf diesem Bild einen sympathischen und seriösen Eindruck machst, hat das eine sehr gute Wirkung, die du mit reinem Text schwieriger erzeugen kannst. Wir verraten dir daher in diesem Artikel, wie du dich bei Bewerbungen optimal in Szene setzt, um den ersten Eindruck zu meistern!

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fotolia | Urheber: contrastwerkstatt

Tipps für ein gutes Bewerbungsfoto

Mit einem guten Bewerbungsfoto – auf das der Blick des Personalers schließlich als Erstes fällt – gelingt es dir, die Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. So stehen die Chancen deutlich besser, dass der Personaler deine Bewerbung gründlich studiert, deine Qualifikationen aufmerksam durchliest und dich zu einem Vorstellungsgespräch einlädt. Außerdem bleibst du dank des optischen Eindrucks viel besser im Gedächtnis. Dabei ist es wichtig, das passende Foto auszuwählen. Passbilder, Selfies oder Fotos aus dem Automaten sind tabu. Die 10 Todsünden findest du hier und erfährst auch, wie du diese vermeiden kannst! Wichtig ist nämlich unter anderem, dass die Beleuchtung stimmt, dass das Foto professionell wirkt und dass du darauf einen entspannten, professionellen und vor allem sympathischen Eindruck machst.

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Bild von pixolum Fotografin TJArtPhotography

Am besten ist es, wenn du in einen professionellen Fotografen investierst. Dieser setzt dich optimal in Szene und schlägt mehrere Posen vor, die derzeit beliebt sind. Denn selbst bei Bewerbungsfotos gibt es stets aktuelle Trends! Außerdem solltest du zuhause schon einmal ein wenig üben oder dir die Bewerbungsfotos anderer Personen anschauen, um zu sehen, welche dir am besten gefallen. Bringe nach Möglichkeit mehrere Outfits mit zum Fotoshooting, um diese auf den Hintergrund abzustimmen und auch die Meinung des Fotografen einzuholen. Hier findest du zur Inspiration eine Reihe von Bewerbungsfoto-Beispielen mit verschiedenen Posen und Bildstilen.

Bewerbungsvideo – die bessere Alternative?

Immer häufiger kommt es vor, dass du statt einem Bewerbungsfoto direkt ein Video als Antwort zu einer gestellten Aufgabe hochladen sollst. Damit machen sich die Personaler einen Eindruck von deiner Kreativität, deinen technischen Skills und deiner Fähigkeit, ein relevantes Problem zu lösen. Du musst dich also gleich auf mehreren Ebenen beweisen. Auch hier empfiehlt es sich, eine möglichst professionelle Lösung zu finden. Vielleicht kennst du jemanden, der Ahnung vom Filmen hat und das Video von dir drehen kann? So vermeidest du nämlich Wackler oder schlechte Bild- und Tonqualität.

 

Zeige dich von deiner besten Seite. Das muss nicht immer in Person sein, denn vielleicht löst du die gestellte Aufgabe auch mit einer Power-Point-Präsentation oder mit einer kleinen Animation. Aber du könntest deine Stimme einspielen und dem Video so einen persönlichen Touch geben, der dich von der Masse abhebt und die Personaler von dir überzeugt. Auch hier geht es darum, einen guten ersten Eindruck zu erzeugen und damit im Gedächtnis zu bleiben.

Beispiel Bewerbungsvideo

Eine junge Frau bewirbt sich mit einem Video für eine Position bei einem Radiosender. Sehr ansprechend gestaltet und umgesetzt – aber beurteile es doch gleich selbst. Würdest du die Dame einstellen?

 

Punkte die du unbedingt beachten solltest

Nimm dir ausreichend Zeit, um dein Bewerbungsvideo zu planen. Für den Inhalt ist es sinnvoll, ein kleines Storyboard zu verfassen, das dir dabei hilft, stets einen roten Faden zu verfolgen. Auch ein Brainstorming mit Familie und Freunden ist eine gute Idee. So gehst du nämlich sicher, dass du keine Aspekte des Themas auslässt. Du könntest mit dem Smartphone ein Probevideo drehen und verschiedenen Meinungen einholen, bevor es an den professionellen Dreh geht. Werde kreativ! Du musst nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Wichtiger ist, dass du deine verschiedenen Seiten zeigst und die Personaler voll und ganz von dir überzeugst.

Weitere Tipps für die Bewerbung

Zwar hast du keine zweite Chance für den ersten Eindruck, aber normalerweise kannst du im Bewerbungsprozess mehrere Male mit einem ersten Eindruck punkten. Wenn du es nämlich dank Foto oder Video eine Runde weiter geschafft hast, kommt das persönliche Kennenlernen an die Reihe. Das kann sowohl in Form eines Assessment Centers als auch in Form eines klassischen Gesprächs mit mehreren Mitarbeitern oder nur einer Person sein. Bereite dich so gut wie möglich inhaltlich vor und übe die Antworten auf verschiedene Fragen, um die Nervosität zu bekämpfen und innerlich ruhig in das Gespräch zu gehen.

 

Wichtig ist auch, dass du wiedererkennbar bist. Schaue dir also dein Foto oder dein Video noch einmal an und wähle einen ähnlichen Kleidungsstil oder eine ähnliche Frisur. Insgesamt solltest du sehr gepflegt und mit einer guten Haltung in das Gespräch gehen. Dafür ist es je nach Branche gar nicht notwendig, im vollen Kostüm oder Anzug zu erscheinen. Viel wichtiger ist, dass du mit einem Lächeln und deiner Professionalität und Kompetenz überzeugst.

 

Eine wichtige Rolle beim ersten Eindruck spielt zudem die Körpersprache. Übe vor dem Gespräch deinen Händedruck, setze dich gerade hin und bemühe dich, offen für Neues zu wirken. Wenn du nicht weißt, wo du dich hinsetzen sollst, oder zum Beispiel eine Frage nicht verstehst, ist es kein Problem, einfach nachzufragen. Und wenn du eher eine ruhige Persönlichkeit bist, die im Assessment Center oder in der Gruppendiskussion nicht die lauteste Rolle spielt, kannst du durch andere Fähigkeiten überzeugen. Beispielsweise könntest du dich freiwillig melden, um die Zeit zu stoppen, oder darauf achten, dass die Anderen die Aufgabenstellung nicht aus dem Blick verlieren.bewerbung tipps teil nehmen

Fazit: Authentisch und kompetent

Ob auf dem Bewerbungsbild, im Bewerbungsvideo oder beim Kennenlerngespräch, wichtig ist, dass du den ersten Eindruck von dir bewusst gestaltest. Dazu gehört viel Übung. Aber mit einem Lächeln, einer offenen Körpersprache und einer natürlichen, professionellen Art, hast du schon viel gewonnen. Bemühe dich auch, von Anfang an deine beruflich relevanten Fähigkeiten zu zeigen, und denke immer daran: Das Ziel besteht darin, positiv im Gedächtnis zu bleiben und aus der Masse hervorzustechen. Wir wünschen viel Glück bei der nächsten Bewerbung!

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