{"id":190,"date":"2015-07-04T16:01:24","date_gmt":"2015-07-04T14:01:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/?p=190"},"modified":"2020-08-07T19:26:25","modified_gmt":"2020-08-07T17:26:25","slug":"fotografieren-in-raw-die-vor-und-nachteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/fotografie\/fotografieren-in-raw-die-vor-und-nachteile","title":{"rendered":"Fotografieren in RAW \u2013 die Vor- und Nachteile"},"content":{"rendered":"<p><strong>RAW bedeutet soviel wie \u201eroh\u201c und wird deshalb auch Rohformat genannt. Im Unterschied zu anderen Formaten bleiben\u00a0alle Bildinformationen erhalten, was die weitere Bearbeitung erleichtert. Anhand eines Beispiels wird der Unterschied zwischen JPEG und RAW sichtbar gemacht. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie ein digitales Bild entsteht und was die Vor- und Nachteile von RAW gegen\u00fcber JPEG sind.<\/strong><\/p>\n<h2>So entsteht ein digitales Foto<\/h2>\n<p>Ein digitales Bild kommt zustande wenn ein Objekt Licht reflektiert, und dieses Licht gesteuert durch die Blende des Objektivs und den Verschluss auf den Sensor geleitet wird. So entsteht eine Abbildung des Motivs auf den Sensor. Einen Sensor kann man sich wie ein riesiges Schachbrett vorstellen, wobei jedes Feld einem Pixel entspricht und eine Lichtinformation aufnehmen kann. Tats\u00e4chlich ist das gesamte Schachbrett, resp. die Sensorfl\u00e4che nur ca. 30mm\u00b2 gross. Jede Lichtinformation die auf ein Feld trifft, wird vom Sensor in einen elektrischen Impuls umgewandelt und gespeichert. <strong>Bis zu diesem Zeitpunkt wurden noch keine Farbinformationen aufgenommen<\/strong>, sondern je nach Lichtintensit\u00e4t einfach hellere oder dunklere Punkte, respektive Pixel. Das ist das <strong>RAW-Format<\/strong>. In diesem Zustand kann man noch nicht von einem entwickelten Bild sprechen, sondern nur von gesammelten Helligkeitsinformationen eines Motivs.<\/p>\n<h2>RAW und JPEG kombinieren<\/h2>\n<div class=\"pixol-adsense-mitte-beginn-artiel\" style=\"float: right;\" id=\"pixol-2393026549\"><script async type=\"text\/javascript\" src=\"\/\/cdn.carbonads.com\/carbon.js?serve=CE7IL2JM&placement=wwwpixolumcom\" id=\"_carbonads_js\"><\/script><\/div><p>Bei Kameras die RAW unterst\u00fctzen, kann man einstellen, ob nur RAW Dateien oder RAW und JPEG abgespeichert werden soll. Die Dimensionen des Bildes und damit die Anzahl Pixel unterschieden sich bei JPEG und RAW nicht. Wird aber JPEG eingestellt, so wird das Bild bereits in der Kamera mit den angegebenen Einstellungen entwickelt und komprimiert. Nicht ben\u00f6tigte Informationen werden dabei verworfen, um die Dateigr\u00f6sse zu minimieren. Bei RAW bleiben alle Informationen erhalten.<\/p><p>Gerade bei Anl\u00e4ssen wie Hochzeiten, an welchen man viele Fotos macht, ist die Einstellung<strong> \u201eRAW + JEPG\u201c sinnvoll.<\/strong> Damit muss man nicht erst 500 RAW Fotos entwickeln, sondern kann sich anhand der JPEG\u2019s erst einmal einen \u00dcberblick verschaffen und ungewollte Bilder aussortieren.<\/p>\n<h2>RAW Dateien entwickeln<\/h2>\n<p>Verschiedene Kamera-Hersteller verwenden ihre eigenen Formate und entsprechende Dateiendungen. So endet eine Datei bei Nikon mit <strong>*.nef, Canon mit *.cr2, andere mit *.raw<\/strong> und so weiter. Die Endung *.dng stammt von Adobe und wird meines Wissens nicht direkt in einer Kamera verwendet. Um aus einer RAW Datei ein Bild zu erhalten, muss dieses mit einem Programm umgewandelt oder importiert werden. Folgende Tools bieten sich an:<\/p><div class=\"pixol-inhalt_3\" style=\"margin-bottom: 30px;\" id=\"pixol-199859228\"><h4>Kennst du schon meine 52 weltbesten Spickzettel?<\/h4>\r\n<div class=\"spickteaser\">\r\n<div class=\"row\">\r\n<div class=\"col-sm-7\">\r\n\t<a href=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/downloads\/fotografie-spickzettel?utm_source=pixolum&utm_medium=blog_inarticle&utm_campaign=spk_pix_sale_30&utm_term=p79\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-8300\" src=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Fotospickzettel-pixolum-500px.jpg\" alt=\"Fotografie Spickzettel\" loading=\u201dlazy\u201d \/><\/a>\r\n\t<\/div>\r\n<div class=\"col-sm-5\">\r\n<a href=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/downloads\/fotografie-spickzettel?utm_source=pixolum&utm_medium=blog_inarticle&utm_campaign=spk_pix_sale_30&utm_term=p79\">\r\n\t<ul class=\"check_icon_list check_icon_list--spickzettel\">\r\n\t\t<li>Mein ganzes Fotowissen<\/li>\r\n\t\t<li>Bessere Fotos in 5 Minuten<\/li>\r\n\t\t<li>Referenz zum Nachschlagen<\/li>\r\n\t\t<li>Kompakt, immer dabei!<\/li>\r\n\t\t<li>Rabatt nicht verpassen!<b><span>-50%<\/span><\/b><\/li>\r\n\t<\/ul>\r\n\t<div class=\"trenner_30\"><\/div>\r\n<\/a>\r\n<a href=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/downloads\/fotografie-spickzettel?utm_source=pixolum&utm_medium=blog_inarticle&utm_campaign=spk_pix_sale_30&utm_term=p79\" class=\"btn btn-primary btn-lg btn-block\">Ou ja, zeig mal!<\/a><\/div>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<hr><\/div><ul class=\"iconlist\">\n<li>Adobe Lightroom<\/li>\n<li>Adobe Photoshop mit dem Camera RAW Modul<\/li>\n<li>Gratis: Raw Therapee<\/li>\n<li>Apple Aperture<\/li>\n<li>\u2026 oder eigene Programme der Kamera-Hersteller<\/li>\n<\/ul><p>Beim Import der RAW Datei (hier als Beispiel mit Photoshop) k\u00f6nnen verschiedenste Werte eingestellt werden, mit welchen das Bild entwickelt werden soll:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img-responsive alignnone wp-image-200 size-full\" src=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/RAW-entwickeln-photoshop.jpg\" alt=\"RAW entwickeln Photoshop\" width=\"1116\" height=\"843\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/RAW-entwickeln-photoshop.jpg 1116w, https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/RAW-entwickeln-photoshop-300x227.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1116px) 100vw, 1116px\" \/><\/p>\n<h3>Die Vorteile von RAW<\/h3>\n<ul class=\"iconlist\">\n<li>Die Bearbeitung des Bildes bleibt offen und weitgehend unabh\u00e4ngig von den Kameraeinstellungen zur Zeit der Aufnahme<\/li>\n<li>Einstellungen wie Sch\u00e4rfung, Kontrast oder Weissabgleich k\u00f6nnen nachtr\u00e4glich beim Import des Bildes eingestellt werden<\/li>\n<li>Eine RAW-Datei wird auch als <strong>\u201edigitales Negativ\u201c<\/strong> bezeichnet. Auch wenn man \u00c4nderungen an einem Bild vornimmt, kann man immer wieder auf die urspr\u00fcngliche RAW-Datei zugreifen und von neuem beginnen<\/li>\n<li>Mit einer RAW Datei lassen sich beliebig viele verschiedene Versionen eines Bildes von Grund auf anfertigen<\/li>\n<li>In einem Streitfall, wer der Urheber eines Bildes ist, kann dies mit dem Vorweisen der RAW Datei eindeutig belegt werden. Mehr zu Urheberrechten gibts im Artikel <a href=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/fotografie\/urheberecht-und-nutzungsrecht-fuer-bilder-nach-schweizer-gesetz\">&#8222;Urheberrechte f\u00fcr Bilder nach Schweizer Gesetz&#8220;<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die Nachteile vom RAW Format<\/h3>\n<ul class=\"iconlist\">\n<li>Eine RAW Datei kann ein vielfaches der Gr\u00f6sse der gleichen JPG Datei annehmen<\/li>\n<li>Grosse Bilder brauchen mehr Zeit, bis sie auf die Speicherkarte der Kamera geschrieben sind. Gerade bei <strong>Serienaufnahmen im RAW Format kann man dabei schnell an die Grenzen der Schreibgeschwindigkeit stossen<\/strong>. Die Aufnahme wird damit unterbrochen und die Serie unbrauchbar<\/li>\n<li>Grosse Bilder brauchen viel Speicherplatz auf dem MAC\/PC und der Transfer auf andere Medien braucht dann etwas Geduld<\/li>\n<li>Eine RAW Datei erfordert in jedem Fall eine Umwandlung in ein anders Format, um die Datei z.B. in den Druck zu geben oder online zu stellen<\/li>\n<li>RAW ist nicht von jedem Grafikprogramm lesbar<\/li>\n<li>F\u00fcr RAW gibt es kein einheitliches Format<\/li>\n<\/ul>\n<h2>JPEG vs. RAW anhand eines Beispiels<\/h2>\n<p>Auch das JPEG Format hat seine Nachteile. So kann die Bearbeitung eines Bildes gegen\u00fcber RAW eingeschr\u00e4nkt sein, oder nicht den gew\u00fcnschten Effekt erzielen. Nehmen wir als Beispiel ein <strong>zu hell geratenes Bild<\/strong>, welches man gerne mit Photoshop abdunkeln m\u00f6chte.<\/p><p><strong>Das originale JPEG Bild ohne Tonwertkorrektur<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img-responsive alignnone wp-image-192 size-thumbnail\" title=\"raw entwickeln\" src=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/original-jpeg-raw-800x400.jpg\" alt=\"original jpg\" width=\"800\" height=\"400\" \/><\/p>\n<p>In der Tonwertkorrektur schiebt man einfach den Regler im Histogramm, um die Helligkeit anzupassen. Zum Vergleich wendet man die <a href=\"http:\/\/www.elmar-baumann.de\/fotografie\/ebv\/grundlegend-12.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Tonwertkorrektur <\/a>erst auf der RAW-Datei an und kopiert diese Tonwertkorrektur-Ebene dann zum unkomprimierten JPEG Bild.<strong> Im direkten Vergleich<\/strong> ist klar zu erkennen, dass einige Stellen auf dem JPEG zu stark ausgeleuchtet sind und Details oder Strukturen nur schwer erkennbar sind. Das weitere Abdunkeln des JPEG ist zwar m\u00f6glich, die Farben weichen dann aber markant vom urspr\u00fcnglichen Aussehen ab. Mit RAW st\u00f6sst man in diesem Beispiel weniger schnell an die Grenzen und erh\u00e4lt ein gut erkennbares Bild.<\/p><p><strong>RAW und JPEG mit der exakt gleichen Tonwertkorrektur<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img-responsive alignnone wp-image-193 size-full\" src=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/raw-vs-jpg.jpg\" alt=\"raw-vs-jpg\" width=\"1986\" height=\"650\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/raw-vs-jpg.jpg 1986w, https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/raw-vs-jpg-300x98.jpg 300w, https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/raw-vs-jpg-1280x419.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1986px) 100vw, 1986px\" \/><\/p><p>Damit wird verdeutlicht, dass die <strong>\u00dcberg\u00e4nge zwischen schwarz und weiss viel feiner abgestuft sind bei RAW<\/strong>.<\/p><ul class=\"iconlist\">\n<li>RAW mit 12Bit = 2 hoch 12 = 4096 Helligkeitsstufen pro Kanal<\/li>\n<li>JPEG mit 8Bit = 2 hoch 8 = 256 Helligkeitsstufen pro Kanal<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die Nachteile von JPEG gegen\u00fcber RAW<\/h3><ul class=\"iconlist\">\n<li>JPEG ist von Anfang an verlustbehaftet<\/li>\n<li>Es gibt weniger Bearbeitungs-Spielraum als bei RAW<\/li>\n<li>Das Bild wird bereits in der Kamera mit den definierten Einstellungen wie <a href=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/fotografie\/weissabgleich-farbtemperatur\">Weissabgleich <\/a>erstellt und alle weiteren Informationen zum Bild verworfen<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Vorteile von JPEG gegen\u00fcber RAW<\/h3>\n<ul class=\"iconlist\">\n<li>Brauchen weniger Platz als RAW<\/li>\n<li>K\u00f6nnen von jedem Grafikprogramm angezeigt werden<\/li>\n<li>Sofort nutzbar in diversen Medien<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Nachweis der Urheberrechte mit RAW<\/h3>\n<p>Wo liegt der Zusammenhang zum <strong><a href=\"https:\/\/www.pixolum.com\/blog\/fotografie\/bilder-schuetzen-im-internet-mit-verschiedenen-methoden\">Thema Bildschutz<\/a>?<\/strong> Bevor aus RAW-Daten ein Bild entsteht und bearbeitet werden kann, m\u00fcssen die Daten konvertiert werden. RAW-Dateien bilden deshalb aber keinen Kopierschutz. Wenn aber ein Bild von Ihnen unrechtm\u00e4ssig auftaucht, k\u00f6nnen Sie <strong>anhand der RAW-Daten und den enthaltenen META Informationen nachweisen,<\/strong> dass Sie der Urheber sind. RAW-Daten gelten also als digitale Negative. Achten Sie nach M\u00f6glichkeit darauf, dass Sie bei wichtigen Werken RAW-Daten behalten (trotz hohem Speicherbedarf).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>RAW bedeutet soviel wie \u201eroh\u201c und wird deshalb auch Rohformat genannt. Im Unterschied zu anderen Formaten bleiben\u00a0alle Bildinformationen erhalten, was die weitere Bearbeitung erleichtert. Anhand eines Beispiels wird der Unterschied zwischen JPEG und RAW sichtbar gemacht. 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