Telekonverter | Wirkung und Vor-/ Nachteile

Ein Telekonverter ist eine vergrössernde Zweitlinse, die typischerweise zwischen einem Kameragehäuse und einem vorhandenen kompatiblen Objektiv angebracht wird. Oft wird er auch als „Extender“ bezeichnet. Der Zweck eines Telekonverters (TC) besteht darin, die effektive Brennweite des Primärobjektivs zu erhöhen, was leider auf Kosten der Schärfe und der maximalen Blenden-Öffnung (aufgrund von Lichtverlust) geht. In diesem Artikel beantworten wir alle Fragen um den Telekonverter.

telekonverter titelbild

Telekonverter einfach erklärt.

Was ist ein Telekonverter?

Splittet man das Wort Telekonverter auf, so kann man den Zweck eines Tele-Konverters schon beinahe erraten, respektive ableiten:

  • „Tele“ = fern
  • „Convertere“ = wandeln

Der Telekoverter wandelt also etwas zu unsere Gunsten um, was in der Ferne liegt. Konkret heisst das, dass ein Bildausschnitt noch näher herangeholt werden kann. Quasi ein erweiterter Zoom, was einer verlängerten Brennweite gleich kommt. Ein einfaches Anwendungsbeispiel kann das Fotografieren des Mondes sein. Mit einem Telekonverter kannst du den Mond näher heran holen und damit auch besser fokussieren.

telekonverter für mond fotografieren

Einsatz eines Telekonverters für die Mondfotografie.

Ein Telekonverter allein hat keine Funktion, er muss immer mit einem bestehenden Objektiv zusammen verwendet werden. Canon nennt seine Telekonverter „Extender“, alle anderen Hersteller verwenden meist eher den Begriff Konverter.

Warum benutzt man einen Telekonverter?

Bei der Verwendung von Tele- und Makroobjektiven ist es oft wünschenswert, einen engeren oder eben näheren Bildausschnitt zu erhalten. Einer der Hauptgründe dafür ist die Vergrösserung des Motivs und die Verbesserung der Detailgenauigkeit. Ein anderer Grund könnte mit der verbesserten  Komposition durch einen speziell gewählten Bildausschnitt zu tun haben. Durch die nahe Fokussierung mit einem Telekonverter auf das Motiv ist es oft möglich, die visuelle Unordnung um das Motiv herum zu entfernen, was letztlich die Bildkomposition vereinfacht und verbessert.

telekonverter nikon

Nikon Telekonverter (@Brack)

Obwohl Fotografen oft einfach näher an ihr Motiv herantreten können, um einen engeren Rahmen zu erhalten, ist es manchmal aufgrund der Art des Motivs (z.B. beim Fotografieren von Wildtieren) oder bei Aktionen aus einer bestimmten Entfernung (z.B. beim Fotografieren von Sportaktivitäten) physisch unmöglich, dies zu tun. In solchen Situationen kann ein Telekonverter helfen.

Telekonverter können zwar unglaublich nützlich sein, haben aber auch einige ziemlich schwerwiegende Nachteile. Diese reichen von zu verstärkter Unschärfe bis hin zu Schärfeverlust. Die Vor- und Nachteile schauen wir uns etwas später noch genauer an.

Welchen Effekt hat ein Telekonverter?

Der Vergrösserungseffekt eines Telekonverters und seine Auswirkung auf die maximale Blenden-Öffnung hängt von seinem Multiplikationsfaktor ab. Dieser variiert von 1.2x bis zu 3.0x, wobei der Faktor bei den gebräuchlichsten normalerweise bei 1,4x bis 2,0x liegt. Machen wir ein Beispiel mit der Brennweite. Wenn du beispielsweise ein 300 mm f/2,8 Festbrennweite-Objektiv verwendest, verdoppelt ein 2.0x-Telekonverter die Brennweite und verringert die maximale Blendenöffnung um zwei Vollblenden. Die neue Brennweite liegt damit bei 600 mm, die maximale Blendenöffnung bei f/5,6. Ein komplett neues Objektiv mit anderen Eigenschaften.

    • Objektiv: 300mm / f2.8
    • Telekonverter: 2.0x
    • Neue Spezifikaiton: 600mm / f5.6
  • Telekonverter haben auch den gleichen Effekt auf Zoom-Objektive: Der gesamte Zoom-Bereich wird vergrössert und die maximale Blendenöffnung verringert. Zum Beispiel würde ein 1.4x TC ein 70-200 mm f/2,8 in ein 98-280 mm f/4,0 Objektiv verwandeln.

Aufbau eines Telekonverters

Ein Telekonverter besteht in der Regel aus mehreren optischen Elementen. Deren Gesamtzahl kann je nach optischem Design und Brennweitenmultiplikationsfaktor des Telekonverters variieren. Je grösser der Multiplikator, desto grösser ist in der Regel auch die physische Grösse des Telekonverters. Da die meisten Telekonverter für die Verwendung mit einer Reihe verschiedener Objektive ausgelegt sind, enthält ihr optisches Design normalerweise Standardlinsenelemente ohne optische Korrekturen, was leider zu erhöhten optischen Aberrationen, wie z.B. der chromatischen Seitenabweichung, führt.

Chromatische Aberration vermeiden und korrigieren

Den bläulich leuchtenden Rand nennt man chromatische Aberration (@Wikimedia)

In einigen Fällen versuchen die Hersteller jedoch, die Auswirkungen der optischen Aberrationen zu minimieren. Dies schaffen sie, indem sie komplexere Linsenelemente, wie z.B. asphärische Elemente, in ihr Telekonverterdesign integrieren.

Telekonverter mit geringer Dispersion

Dispersion kommt vom lateinischen und heisst übersetzt „zerstreuen“. In der Optik meint man damit die Abhängigkeit der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts von der Wellenlänge, mit welcher sich die Farbe des Lichts ändert.

Die Strahlen (Farben) treten in verschiedenen Winkeln wieder aus, was man Dispersion nennt (@vchalup -Adobe Stock)

Die Verwendung von Linsenelementen mit extra geringer Dispersion ist auch in Telekonvertern eher begrenzt. Teilweise aufgrund möglicher Kompatibilitätsprobleme mit den Primär-Objektiven. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Manchmal stellen Hersteller Telekonverter speziell für ein Objektiv her und können in solchen Fällen alle geeigneten optischen Linsenelemente als Teil einer Teleobjektivgruppe kombinieren. Ein Beispiel dafür ist das NIKKOR AF-S TC800-1.25E ED, das explizit für das exotische Nikon 800mm f/5.6E FL ED VR hergestellt wurde. Dieser Telekonverter wurde so abgestimmt, dass er nur mit dem 800mm-Objektiv funktioniert, mit dem er ausgeliefert wurde. Aus diesem Grund kann der Telekonverter TC800-1.25E ED nicht wie alle anderen normalen Telekonverter separat erworben werden.

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Häufig verwendete Telekonverter

Obwohl praktisch jeder Objektivhersteller, der an der Herstellung von Superteleobjektiven beteiligt ist, auch Telekonverter herstellt, sind die am häufigsten auf dem Markt erhältlichen in der Regel auf 1.4x und 2.0x Multiplikatoren beschränkt. Einige Hersteller stellen jedoch auch ungewöhnlichere Modelle mit anderen Faktoren her – ihre Verwendung und Wirksamkeit kann je nach Objektiv sehr unterschiedlich sein. So stellen Nikon und Hasselblad beispielsweise 1,7-fache Telekonverter her, während Zubehörhersteller wie Kinko verschiedene Telekonverter mit einem viel grösseren Multiplikationsfaktor von bis zu 3,0x herstellen können.

telekonverter vogel

Mit einem Telekonverter aufgenommen (@fer_nando, unsplash)

Unsere Fotoausrüstung

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Leider haben Telekonverter, wie oben erläutert, ziemlich drastische Auswirkungen auf die Objektivleistung. Dies sowohl in Bezug auf die Gesamtschärfe, als auch die Autofokusgeschwindigkeit, welche speziell bei spiegellosen Systemkameras oft noch beinträchtigt ist. Deshalb muss man sehr vorsichtig sein, wenn man einen Konverter mit höherem Faktor als 1.4 wählt. In einigen Fällen ist es besser, ein Bild in einer Nachbearbeitungssoftware zuzuschneiden. So kann man auch näher ans Motiv heran zoomen. Dies kann besonders dann zutreffen, wenn man versucht, mehrere Telekonverter zu stapeln. Dazu später aber mehr.

Die Objektiv-Kompatibilität

Wie bereits erwähnt, sind Telekonverter in der Regel für die Arbeit mit mehr als einem Objektiv ausgelegt. Es gibt jedoch keine auf dem Markt, die mit jedem Objektiv funktionieren. Sowohl Nikon als auch Canon haben eine ziemlich kleine Liste von Objektiven, die mit ihren Telekonvertern kompatibel sind. Welche Gründe verhindern (oder sprechen gegen) die Nutzung eines Telekonverters?

  1. Die meisten Objektive sind generell nicht für die Kopplung mit Telekonvertern ausgelegt
  2. Einige haben physikalische Einschränkungen, wie z.B. ein hinteres Element, das zu nahe an die Kameramontierung heranreicht.
  3. Andere wiederum haben optische Einschränkungen.

Da die meisten Telekonverter speziell für professionelle Superteleobjektive ausgelegt sind, sind die meisten Weitwinkel-, Standard- und Teleobjektive nicht kompatibel. Es gibt jedoch Ausnahmen. Einige Makroobjektive, wie das Nikon 105mm f/2.8G VR, funktionieren recht gut mit Nikon-Telekonvertern. Ausserdem ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass Telekonverter eines Herstellers bis auf wenige Ausnahmen nur für Objektive desselben Herstellers ausgelegt sind. Dies gilt auch, wenn das Objektivbajonett das gleiche ist.

Telekonverter mit Prime- oder Zoom-Objektiven?

Im Allgemeinen arbeiten Telekonverter mit Super-Tele-Festbrennweite-Objektiven viel besser als mit Zoom-Objektiven. Dafür gibt es mehrere Gründe.

  1. Erstens sind Zoom-Objektive – von wenigen Ausnahmen abgesehen – in der Regel langsamer als Festbrennweiten. Das bedeutet, dass sie weniger Licht erhalten, mit welchem das Autofokussystem der Kamera arbeiten kann. Daher kann sich dies sowohl auf die Gesamtautofokusgeschwindigkeit, als auch auf die Genauigkeit auswirken. In einigen Fällen können Telekonverter die maximale Blendenöffnung eines Objektivs erheblich reduzieren. Dadurch können die Autofokus-Fähigkeiten der Kamera vollständig deaktiviert werden.
  2. Zweitens ist es sehr schwierig, ein Zoom-Objektiv so zu optimieren, dass es bei allen Brennweiten gleichmässig funktioniert. Dadurch wird die Schärfe über den gesamten Zoom-Bereich ungleichmässig und uneinheitlich verteilt, wenn ein Telekonverter hinzugefügt wird.
  3. Drittens wird die Dezentrierung der Linse und andere optische Probleme noch deutlicher, wenn sich beim Zoomen mehr Linsenelemente in Gruppen bewegen. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen Telekonverter gut mit Zoomobjektiven arbeiten. Zum Beispiel arbeitet das Nikon 70-200mm f/2,8G VR II bekanntlich gut mit dem TC-14E II/III, sehr gut mit dem TC-17E II und wenn man bereit ist, bis in den f/8-Bereich abzubrechen, kann sogar das TC-20E III eine recht brauchbare Kombination sein.

Vor- und Nachteile von Telekonvertern

Reichweite und Preis

Der offensichtliche Vorteil des Einsatzes von Telekonvertern ist die grössere Reichweite bei relativ geringen Kosten. Dies gilt insbesondere dann, wenn hochwertige Hauptobjektive mit einer Vielzahl von Telekonvertern verwendet werden. Das Nikon 300mm f/2,8G VR II beispielsweise ist ein phänomenales Objektiv, das mit allen drei modernen Nikon-Telekonvertern, TC-14E III (1,4x), TC-17E II (1,7x) und TC-20E III (2,0x), gut funktioniert.

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Mit diesen Telekonvertern kann sich das 300mm f/2,8G in 420mm f/4, 510mm f/4,8 und 600mm f/5,6-Objektive verwandeln, was es zu einer sehr vielseitigen Option für Sport- und Tierfotografie macht. Die Telekonverter 1,4x und 1,7x haben nur geringe Auswirkungen auf die Leistung und Schärfe des Autofokus, da das Objektiv speziell für eine gute Kopplung mit diesen Telekonvertern optimiert wurde.

telekonverter tele vogel

(@hansvantol, unsplash)

Der 2,0x-Telekonverter verschlechtert sicherlich die AF-Leistung und insbesondere die Schärfe, aber wenn man das Objektiv um eine volle Blende abstoppt, ist es immer noch ein recht brauchbarer Aufbau. Im Wesentlichen ermöglicht dies dem 300mm-Objektiv, drei zusätzliche Brennweiten von 420mm bis 600mm abzudecken!

Kein Einfluss auf die Minimalbrennweite

Ein weiterer Vorteil von Telekonvertern besteht darin, dass sie die minimale Brennweite eines Objektivs nicht beeinflussen. Telekonverter haben keinen Einfluss auf die optischen Eigenschaften der Objektive – sie vergrössern nur den mittleren Teil des Bildes. Das heisst, dass ein Teleobjektiv mit einer kurzen Mindestfokusentfernung auch als eine ausgezeichnete Option für extreme Nahaufnahmen/Makroaufnahmen eingesetzt werden könnte. Das Nikon 300mm f/4E PF ED hat zum Beispiel eine beeindruckende minimale Scharfstellentfernung von 1,4 Metern. Der 1,7-fache Telekonverter würde seine Reichweite deutlich auf 510 mm erweitern.

telekonverter mond

(@mikepetrucci, unsplash)

Bei einem solchen Nahfokussierungsabstand wird das Abbildungsverhältnis des Objektivs um den gleichen Multiplikationsfaktor des Telekonverterobjektivs erhöht. So wird es beim 1,7-fachen Telekonverter von 0,24x auf 0,41x erhöht. Eine schöne Option für gelegentliche Makroarbeiten, mit Sicherheit! Wenn Makroobjektive mit Telekonvertern gekoppelt werden, erhöht sich auch ihr Abbildungsverhältnis. So ist sogar eine Vergrösserung von mehr als 1:1 möglich. Will man jedoch die minimale Brennweite eines Objektivs verkleinern, so ist dies nur mit Hilfe von Zwischenringen, Nahlinsen und Objektivumkehr-Tricks möglich.

Die grössten Nachteile

Auch Telekonverter haben ihre Nachteile. Abgesehen von Problemen der Objektivkompatibilität und der markenübergreifenden Kompatibilität verringern Telekonverter die Gesamtschärfe des Primärobjektivs, vergrössern seine Objektivaberrationen und reduzieren die Geschwindigkeit und Genauigkeit des Autofokus. Dies gilt insbesondere für Telekonverter mit 2,0x und länger. Lass uns einen Blick auf die Auswirkungen von Telekonvertern auf die Objektivschärfe werfen, basierend auf unseren zuvor veröffentlichten Forschungsergebnissen.

Einfluss auf Bildschärfe und Kontrast

Telekonverter haben einen ziemlich drastischen Einfluss auf die Gesamtschärfe der resultierenden Kombination. Im Fall des Nikon 70-200mm f/2,8G VR II-Objektivs konnte ich sehen, dass der Telekonverter die Schärfe um bis zu 26% beeinträchtigt, wie unten zu sehen ist:

  • TC-14E II (1,4x) – 5% Schärfeverlust
  • TC-17E II (1,7x) – 17% Schärfeverlust
  • TC-20E III (2,0x) – 26% Schärfeverlust

Die Proben sind abweichend

Und das auf einem lichtstarken Objektiv, das für die gute Zusammenarbeit mit Telekonvertern ausgelegt ist. Wenn ich dieselben Telekonverter auf langsameren, minderwertigen oder älteren Objektiven verwenden würde, wären die Auswirkungen noch verheerender gewesen. Was die Beurteilung der Leistung noch schwieriger macht, ist die Tatsache, dass die Probenabweichungen sowohl bei Telekonvertern als auch bei Objektiven Hand in Hand oder gegeneinander arbeiten können.

Deshalb schwören manche Fotografen auf eine Kombination aus einem bestimmten Telekonverter und einem für sie geeigneten Objektiv. Andere wiederum finden die Ergebnisse inakzeptabel, obwohl sie genau die gleiche Ausrüstung verwenden. Neben dem Schärfeverlust wird aber auch der Gesamtkontrast des Objektivs reduziert. Dies macht sich besonders bei der Verwendung von 2,0x-Telekonvertern bemerkbar.

Einfluss von Telekonvertern auf den Autofokus

Wie ich bereits oben erklärt habe, können Telekonverter die Autofokus-Geschwindigkeit und die Genauigkeit des Primärobjektivs beeinflussen. Dies geschieht, da das Autofokussystem der Kamera weniger Licht zum Arbeiten hat. Bei Verwendung eines Telekonverters, der länger als 1,4x ist, geht im Telekonverter ziemlich viel Licht verloren. Dies kann das Autofokussystem der Kamera verwirren, insbesondere in Situationen mit wenig Licht. Aus diesem Grund rate ich generell von der Verwendung von 1,7x- und 2,0x-Telekonvertern auf langsameren Objektiven ab, da solche Kombinationen bei Aussenaufnahmen zu einem sehr frustrierenden Erlebnis führen können.

Nachfolgend findest du ist eine kurze Zusammenfassung meiner Telekonverter und ihrer Auswirkungen auf die AF-Geschwindigkeit und Genauigkeit:

  • 1.4x Telekonverter: Minimale Auswirkungen auf die AF-Geschwindigkeit und -Genauigkeit bei den meisten Objektiven.
  • 1.7x Telekonverter: Die Auswirkungen auf die AF-Geschwindigkeit und Genauigkeit hängen vom Hauptobjektiv ab. Im Allgemeinen lassen sich langsamere Objektive mit f/4-Auflösung nicht gut mit 1,7-fachen Telekonvertern kombinieren.
  • 2,0x Telekonverter: Im Allgemeinen haben die meisten Objektive starke Auswirkungen auf die AF-Geschwindigkeit und -Genauigkeit. Nur ausgewählte Objektive mit Blende 2,0 und Blende 2,8 arbeiten gut mit 2,0x-Telekonvertern zusammen, und zwar in der Regel nur bei hellen Lichtverhältnissen.
  • 3,0x Telekonverter und Kopplung mehrerer Telekonverter: AF-Funktionen sind deaktiviert – nur bei manueller Scharfstellung verwendet.

Telekonverter vs. Zwischenring

Zwischenringe sollten nicht mit Telekonvertern verwechselt werden, da ihre Verwendung und ihr Zweck völlig unterschiedlich sind. Während Telekonverter immer aus optischen Linsenelementen zur Vergrösserung der Brennweite bestehen, sind Zwischenringe physikalische Vorsätze ohne jede Optik. Ihr einziger Zweck besteht darin, die Mindestfokussierungsentfernung für eine erhöhte Vergrösserung zu verringern. Aus diesem Grund werden Zwischenringe für Makroarbeiten verwendet, während Telekonverter dazu dienen, näher an die Action heranzukommen.

telekonverter makro

Makroaufnahme (@ferhat, unsplash)

Telekonverter vs. Zuschneiden in der Nachbearbeitung

Bei der Verwendung von langsamen Zoomobjektiven mit einem Telekonverter oder bei der Kopplung mehrerer Telekonverter zusammen kann eine sehr starke Bildverschlechterung auftreten. In diesen Fällen ist es besser, die Bilder in der Nachbearbeitung zu beschneiden. In Fällen, in denen die Autofokusfunktionen durch einen Telekonverter stark beeinträchtigt und eingeschränkt sind, ist es manchmal besser, einen kürzeren zu verwenden oder auf die Verwendung eines Telekonverters ganz zu verzichten. Was ist besser – ein vergrössertes, unscharfes Motiv oder ein scharfes Motiv mit geringerer Auflösung? Das musst du bei der Verwendung von Telekonvertern von Fall zu Fall beurteilen und bewerten.

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Sonnenfinsternis (@Drew Rae, pexels)

Ich persönlich vermeide, abgesehen von ein paar spezifischen Kombinationen, die Verwendung von 2,0x-Telekonvertern. Ich benutze regelmässig 1,4x und manchmal 1,7x Telekonverter. Jedoch finde ich, dass 2,0x bei den meisten Objektiven da draussen aufgrund der oben erwähnten AF-Probleme und des starken Verlusts an Schärfe/Kontrast ein zu grosser Kompromiss ist. Schärfe und Kontrast können im Nachhinein verbessert werden, Schärfeprobleme jedoch nicht. Es gibt jedoch immer Ausnahmen, die man beachten muss. Einige Objektive funktionieren mit 2,0x-Telekonvertern und deren Verwendung akzeptabel. Diese könnten in Zukunft dank neuerer Technologien sogar noch verbessert werden. Ein Beispiel dafür ist das Sony FE 100-400mm f/4,5-5,6 GM OSS, das selbst am längsten Ende des Zoombereichs erstaunlich gut mit dem 2,0x Sony Telekonverter funktioniert.

Telekonverter vs. Zuschneiden auf der Kamera

Da viele moderne Kameras die Aufnahme im Zuschneidemodus anbieten (z.B. die meisten Nikon FX-/Vollformatkameras erlauben die Aufnahme im 1,5x DX-Zuschneidemodus), könnte man sich fragen, ob es sinnvoll ist, einen Zuschneidemodus anstelle eines Telekonverters zu verwenden, um näher an das Objekt heranzukommen. Das Zuschneiden auf der Kamera unterscheidet sich in keiner Weise vom Zuschneiden in der Nachbearbeitung. Daher haben wir keine bessere Bildqualität zu erwarten. Wenn dies letzteren für dich kein Problem darstellt, macht ein Wechsel in einen Kamera-Zuschnittmodus selten Sinn, da du die Bilder später in der Nachbearbeitung problemlos zuschneiden kannst.

Wenn ein Motiv während der Aufnahme zu nahe an die Kamera kommt, könntest du die Aufnahmen aufgrund dieses kamerainternen Zuschneidens sogar komplett verpassen! Daher wird der kamerainterne Zuschnitt nie den gleichen Effekt haben wie die Verwendung eines Telekonverters. Telekonverter erhöhen effektiv die Brennweite, während das Zuschneiden lediglich das Sichtfeld reduziert.

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Zusammenfassung

Telekonverter sind Linsen, die zwischen das Objektiv und den Sensor der Kamera platziert werden. Sie vergrössern einerseits den Bildausschnitt, verschlechtern aber andererseits auch die Bildschärfe. Zudem führt das Verwenden eines Telekonverters zu anderen unangenehmen Nebeneffekten, wie zum Beispiel der Chromatischen Aberration.

pixolum
Über den Autor

Patrick ist der Gründer von pixolum und versorgt dich seit 2012 mit spannendem Fotografie-Stoff. Neben seiner Leidenschaft für Kameras & Design unterstützt er kreative Köpfe beim Aufbau ihres Business. Er trinkt jeden Tag 7 Kaffees aus der pixolum Tasse, ist absoluter SEO Nerd und beginnt mehr, als er zu Ende bringen kann.

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