5 Vorschläge zum Start deiner Fotografie-Marketingstrategie

Du planst eine Karriere als Fotograf oder stehst sogar schon in den Startlöchern? Um mit Deinem Hobby Deinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, brauchst Du einen festen Kundenstamm. Dafür solltest Du potenzielle Kunden auf Dich aufmerksam machen. Zwar ist es sinnvoll, die eigene Marketingstrategie individuell an Deine Ansprüche anzupassen, dennoch können ein paar gute Tipps nicht schaden. Schau Dir unsere Vorschläge an und wähle die Ideen aus, die Dein Marketing am besten unterstützen.

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Welche Marketing-Strategien helfen Dir als Fotograf?

#1 So gelingt Dir ein bildgewaltiger Internetauftritt

Als Fotograf möchte man mit seinen Fotos Aufmerksamkeit erregen. Bereits auf die Startwebsite gehören daher gute Arbeitsproben.

Zu den wichtigsten Marketingwerkzeugen, um Dich als Fotograf bekannt zu machen, gehört ein starker Internetauftritt. Du brauchst eine hochwertige Website, die potenziellen Kunden einen Überblick über Dein Können gibt. Inzwischen gibt es kostenfreie Marketing Software, mit der Du Dir Deine Internetseite nach individuellen Ansprüchen zusammenstellen kannst. Im Mittelpunkt sollten dabei Du und Deine Arbeit stehen.

Daher gestalte die Website möglichst einfach und verzichte auf aufwändige Animationen oder grafische Effekte. Besser ist es, Deine Bilder für sich sprechen zu lassen. Wähle dafür Deine besten Werke aus. Bereits beim ersten Blick auf die Startseite sollte ein professionelles Foto die Aufmerksamkeit der Seitenbesucher fesseln.

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Als Fotograf möchte man mit seinen Fotos Aufmerksamkeit erregen. Bereits auf die Startwebsite gehören daher gute Arbeitsproben. (unsplash.com © Mylene Tremoyet)

Zwar ist eine Galerie Deiner Fotos eine gute Werbung, jedoch solltest Du die „harten Fakten“ nicht vergessen. Gib auf Deiner Website darüber Auskunft, worauf Du bei Deiner Arbeit Wertlegst und was Du als Fotograf anbietest. Ebenso sollten sich potenzielle Kunden über Deine Preise informieren können.

Flexible Standorte zahlen sich aus!

Vergiss nicht zu erwähnen, wo sich Dein Studio befindet und ob Du auf Wunsch Außer-Haus-Termine realisieren kannst.

Eine Auswahl Deiner besonders gelungenen Fotos solltest Du nicht nur auf der eigenen Website, sondern auch auf Social Media präsentieren. Ein Facebook-Account kann für eine weit gefächerte Kundenansprache sinnvoll sein. Noch empfehlenswerter sind jedoch Social-Media-Dienste, die sich auf Bilder konzentrieren. Dementsprechend sollte ein gut gepflegter Instagram-Account ebenso zu Deiner Marketingstrategie gehören wie eine eigene Seite auf Pinterest.

Werbeanzeigen schalten?

Ein weiteres Standbein bei Deinem Internetauftritt können Werbeanzeigen in Suchmaschinen wie Google darstellen. Obgleich diese im Vergleich zu einem Social-Media-Account nicht kostenfrei sind, könnte sich eine Investition lohnen. Dabei ist aber Vorsicht geboten. Mache niemals bezahlte Werbung, ohne die dazugehörige Conversion messen zu können. Bezahlte Werbung lohnt sich nur, wenn Du über diesen Kanal mehr einspielst als ausgibst.

#2 Optimiere Dein Portfolio für die Westentasche

Nicht nur online, auch offline solltest Du potenziellen Kunden im Gedächtnis bleiben. Eine gute Idee stellen zu dem Zweck Visitenkarten mit einem Deiner Fotos auf der Rückseite dar. Diese sind besonders individuell. Darf sich der Kunde aus Deiner „Sammlung“ ein Bild aussuchen, steigerst Du Deinen Erinnerungswert.

Das gelingt ebenso mit kleinen Fotobüchern, die Du zu besonderen Anlässen verschenken kannst. Allerdings handelt es sich hierbei um die Luxusform der Eigenwerbung. Daher solltest Du prüfen, ob sie zu Deinem Budget passt.

Eine weitere Möglichkeit, wie Du „in die Tasche potenzieller Kunden wanderst“, sind Gutscheine. Auch auf diesen kannst Du ein tolles Foto, das beispielsweise abhängig vom Gutscheinwert variiert, verewigen. Einige Fotogutscheine verschenkst Du im Rahmen Deiner Marketingstrategie, andere kannst Du in Deinem Studio zum Kauf anbieten. Diese können zufriedene Kunden erwerben, um Dich Freunden und Bekannten zu empfehlen.

#3 Darum solltest Du mehr bieten als erwartet

Hast Du bereits die ersten Kunden gewonnen, gilt es, diese zu halten. Dafür kann es sinnvoll sein, die Kundenerwartung zu übertreffen. Zu den bestellten Bildern verschenkst Du beispielsweise einen bearbeiteten Abzug oder sogar ein gerahmtes Foto. Durch den Überraschungseffekt bleibst Du den Kunden in Erinnerung und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie Dich weiterempfehlen.

Ist mehr immer besser?

Du kannst Kunden auch an Dich binden, indem Du mehr bietest als die Konkurrenz. Beispielsweise ergänzt Du Dein Leistungsspektrum um Extras wie Bildbearbeitung. Die Kunst liegt darin, etwas mehr anzubieten, Dich aber trotzdem klar abzugrenzen. Du kannst nicht in allen Bereichen mitspielen – fokussiere dich auf 1-2 Themen und biete darin mehr Leistung an als andere.

Eine weitere Idee, die zur Kundenbindung beiträgt, sind Motto-Fototermine für Singles, Paare oder ganze Gruppen. Diese empfehlen sich als einmaliges Event oder als regelmäßiger Feiertagsspaß. Dadurch verwandelst Du den Fototermin zu einer spannenden Veranstaltung, die auch Bestandskunden nicht verpassen wollen.

#4 Kreative Initiative zeigen und in Erinnerung bleiben

Fotograf mit vielen Kameras
Eigeninitiative ist für die eigene Marketingstrategie wichtig, um sich von der Masse abzuheben. (©Ben Eaton)

Eigeninitiative ist für die eigene Marketingstrategie wichtig, um sich von der Masse abzuheben.

Neben Deiner „alltäglichen Arbeit“ als Fotograf bieten sich Projekte in Deiner Freizeit an, um Deinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Bei den freien Arbeiten lässt Du Deiner Fantasie freien Lauf. Die Fotos, die Du auf Deinen sozialen Kanälen veröffentlichst, wecken im besten Fall das Interesse neuer Kunden. Alternativ kannst Du Deine Werke in einer eigenen Ausstellung zur Schau stellen. Hier findest Du tolle kreative Fotoprojekte!

Unsere Fotoausrüstung

Du fragst dich mit welcher Ausrüstung wir fotografieren? Hier findest du unser Equipment.

Ausrüstung anzeigen

Wünschst Du Dir überregionale Bekanntheit, lohnt sich die Teilnahme an Fotowettbewerben. In diesen profitierst Du vom Vergleich mit anderen Fotografen und vielleicht neuen Lernerfahrungen. Landest Du auf einem der vorderen Plätze, erregst Du die Aufmerksamkeit privater und gewerblicher Kunden oder einer Agentur. Zusätzlich kannst Du Dein Portfolio direkt an eine Medien-Agentur senden, um den eigenen Kundenkreis zu erweitern.

Tipp

Bevor Du Deine Portfolios verschickst, solltest Du Dich bei den Agenturen telefonisch oder per E-Mail vorstellen und anfragen, ob Deine Zusendung gewünscht ist.

#5 Neukunden anlocken und Bestandskunden halten

Kundenempfehlungen sind als Marketinginstrument viel Wert. Daher solltest Du Dich nicht scheuen, positive Bewertungen auf Deiner Website zu veröffentlichen. Dabei kann es sich um Lob, das Dir zufriedene Kunden per Direktnachricht schicken, oder Bewertungen einer seriösen Plattform handeln.

Ebenso kannst Du Kundenbewertungen aktiv sammeln, indem Du nach einem Fototermin Bewertungsformulare auslegst oder E-Mails mit individuellem Bewertungssystem versendest.

Möchtest Du Dich nicht nur auf Weiterempfehlungen verlassen, veranstaltest Du beispielsweise Gewinnspiele, um neue Kunden zu generieren. Dabei sollten die Teilnahmebedingungen eine breite Zielgruppe ansprechen, aber nicht zu einfach oder zu schwierig sein. Der glückliche Gewinner erhält beispielsweise ein kostenfreies Fotoshooting.

Gelegentlich kannst Du auch Rabattaktionen anbieten, um Unentschlossene oder Schnäppchenjäger zu einem Fototermin zu bewegen.

Übertreibe es nicht mit Gratisangeboten

Allerdings solltest Du Dir genau überlegen, wann und wie oft Du solche Aktionen startest. Kommen sie zu häufig vor, wird kaum jemand Fotos zum regulären Preis schießen lassen wollen.

Viele Marketingideen sind darauf ausgelegt, neue Kunden zu gewinnen. Jedoch ist es ebenso wichtig, Bestandskunden zu halten. Ganz nach dem Motto „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ kannst Du Dich durch kleine Werbepräsente immer wieder in Erinnerung rufen.

Hierbei kann es sich um lustige Gimmicks mit Deinen schönsten Fotos oder Gutscheine handeln. Damit die Strategie zum Erfolg führt, solltest Du die Geschenke jedoch nicht unbedacht verteilen. Laut Studien sind Gratisangebote nicht für jede Kundengruppe geeignet.

pixolum Autor und Fotograf pixolum
Über den Autor

Patrick ist der Gründer von pixolum und versorgt dich seit 2012 mit spannendem Fotografie-Stoff. Neben seiner Leidenschaft für Kameras & Design unterstützt er kreative Köpfe beim Aufbau ihres Business. Er trinkt jeden Tag 7 Kaffees aus der pixolum Tasse, ist absoluter SEO Nerd und beginnt mehr, als er zu Ende bringen kann.

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