Infrarotfotografie – Die komplette Anleitung

Infrarotfotografie (oder IR-Fotografie) bietet jedem Fotografen unabhängig von seinen Fähigkeiten oder seinem Budget die Möglichkeit, die Welt des Unsichtbaren zu entdecken. Doch warum unsichtbar? Augen können Infrarotlicht nicht sehen, weil es knapp ausserhalb des für Menschen sichtbaren Spektrums liegt. Wenn wir mit Infrarotkameras fotografieren, offenbart sich uns eine völlig neue Welt, die sich stark von der gewohnten unterscheidet. In diesem kompletten Ratgeber zur Infrarotfotografie lernst du alles von der Geschichte, über Infrarotlicht, Kameras und Objektive bis zur Nachbearbeitung. Bereit?

Infrarotfotografie Person

IR-Fotografie kann regelrecht unheimlich sein, wenn du Personen fotografierst. (@Lifepixel)

Warum Infrarotbilder anders aussehen

Farben, Texturen, Blätter und Pflanzen, menschliche Haut und viele andere Objekte sehen mit der Infrarotfotografie komplett anders aus. Sie reflektieren Infrarotlicht auf eine einzigartige und interessante Weise, die mit Photoshop nicht nachgeahmt werden kann (ja, Photoshop kann vieles, aber nicht alles!). Jedoch ist auch das alles eine Frage des Geschmacks, wie jede andere Form von Fotografie oder Kunst auch. Trotzdem empfehle ich dir wärmstens, die Welt der IR-Fotografie zu erkunden. Die Zahl der mit Infrarot ausgestatteten Kameras nimmt zu und die Technologie wird stetig verbessert. Das macht es Fotografen möglich, ihre Fähigkeiten in neuen Bereichen unter Beweis zu stellen. Starten wir damit, was Infrarot überhaupt ist.

Definition von Infrarot

Der Einfachheit halber bezeichne ich das Infrarot-Lichtspektrum in diesem Artikel als „nahes Infrarot“ oder „IR“. Nahes Infrarot bezieht sich auf das Spektrum des Lichts, das knapp ausserhalb der Reichweite des menschlichen Sehvermögens liegt. Dieser Bereich liegt zwischen 700 – 1200 nm (Nanometer). In diesem Bereich, über dem nahen Infrarot, ist auch die Wärmebildtechnik angesiedelt. Sie wurde bekannt durch Filme wie „Patriot Games“ und andere Thriller, in denen Geheimdienste und Militärs damit Feinde bei Dunkelheit, nur anhand ihrer Körperwärme aufspürten. Die heute üblichen Sensoren in Digitalkameras können keine Wärmebilder erfassen, aber unter gewissen Umständen können sie ausgezeichnete IR-Aufnahmen liefern!

Die Geschichte der Infrarotfotografie

Die ersten Schritte in die Infrarotfotografie begannen zu Anfang des 20. Jahrhunderts mit speziellen Filmplatten. Während des 1. Weltkriegs erwies sich die IR-Fotografie als äusserst wertvoll, weil IR-Bilder verglichen mit normalen Fotos weniger anfällig auf atmosphärischen Dunst waren. Sie konnten markante Unterschiede zwischen Vegetation und Gebäuden besser darstellen und potenzielle feindliche Ziele, wie getarnte Munitionsfabriken und andere wichtige Orte besser identifizieren. Flüsse, Bäche, Seen und andere Wasserstrassen hatten einen sehr dunklen Farbton, was sie viel klarer erkennbar machte.

Zwischen den 1930er- und 1940er-Jahren führten die Filmhersteller eine Vielzahl von infrarotempfindlichen Filmen ein, die sowohl bei Amateurfotografen als auch bei Hollywood-Filmemachern Anklang fanden. Auch das Militär setzte vermehrt auf Infrarotfotografie und erhoffte sich dadurch Vorteile im 2. Weltkrieg. In den 1960er Jahren „konvertierten“ viele zur IR-Fotografie, die durch die psychedelischen Albumcover der damals angesagten Musiker bekannt gemacht wurde. Beispiele dafür sind Grateful Dead oder Jimmy Hendrix. Mit dem Aufkommen der Digitalkamera in den späten 90er-Jahren, sollten sich sowohl die normale als auch die IR-Fotografie grundlegend verändern. Neben Profi- und Hobbyfotografen verliessen sich nun auch Strafverfolgungsbehörden auf IR-Fotografie, um forensische Beweise sichtbar zu machen, die das blosse Auge nicht sehen konnte.

Eigenarten von Infrarotlicht

Reflektiertes Infrarot-Licht erzeugt eine faszinierende Vielfalt an surrealen Effekten. Die Vegetation erscheint weiss und Haut erhält eine sehr milchige, glatte Textur. Nahe an der Oberfläche gelegene Venen werden stark betont und nehmen eine gräuliche Farbe an. Augen erscheinen geisterhaft, wobei die Iris sehr dunkle Töne annimmt und das Weiss der Augen eher gräulich wird. Schwarze Kleidung kann je nach Stoff grau oder weiss aussehen. IR-Licht durchdringt auch Sonnenbrillen, die für das blosse Auge dunkel und spiegelblank wirken. Auch der blaue Himmel wirkt viel dramatischer.

Infrarotfotografie Baum

Moment… So sehen Bäume normalerweise nicht aus. Oder? (@Andrii Ganzevych auf Unsplash)

Ein anderer Aspekt der Infrarotfotografie ist etwas schwieriger zu beschreiben. Ich habe bei ihr einen bestimmten Kontrasttyp entdeckt, eine gewisse „knusprigkeit“, wie ich es nenne. Diesen Kontrast findet man nicht auf normalen Fotos. Schwarzweissbilder mit hohem Kontrast kommen dem noch am nächsten, aber auch sie haben einfach nicht denselben Look und fühlen sich nicht gleich an, wie echte IR-Fotos. Dieser Effekt ist genau das, was IR-Fotografie so magisch macht. Alles sieht so ungewohnt anders aus, als im normalerweise sichtbaren Lichtspektrum.

Infrarotfilm

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du mit deiner Kamera Infrarotfotos machen kannst und der Infrarotfilm ist eine davon.

35mm IR-Film gibt es noch immer und er ist günstig. Eine Rolle mit 36 Fotos gibt es schon ab ca. 10 Franken. Mit einer SLR-Kamera kannst du gut üben, ohne mit den Filmen und dem Entwickeln allzu viele Kosten zu verursachen. Über Google habe ich spontan einige Angebote für Rollei Infrarotfilm gefunden. Wenn du den Film nicht selbst entwickeln kannst, schickst du ihn einfach an ein Fotolabor – wie in der guten alten Zeit!

Filter für IR-Fotografie

Eine weitere Alternative bietet ein zirkulärer IR-Filter, der ähnlich wie ein UV- oder Polarisationsfilter vorne am Objektiv befestigt wird. Er blockiert sichtbares Licht und lässt nur IR-Licht durch. Diese Filter variieren im Preis je nach Filtergrösse und Abdeckung des IR-Spektrums. Der Hauptunterschied besteht darin, wie Farben wiedergegeben werden. Aber das ist in erster Linie Geschmackssache. Ein teurer Filter garantiert nicht unbedingt bessere Ergebnisse als ein billiger. Es kommt wirklich darauf an, was man mag.

Welche Nachteile hat ein Filter auf dem Objektiv? Das Hauptproblem ist die Bewegungsunschärfe. Deine DSLR hat einen IR-Sperrfilter, deswegen kommt normalerweise kein Infrarotlicht bis zum Sensor. Die Aufgabe des IR-Filters ist es nun, das Infrarotlicht passieren zu lassen und gleichzeitig das sichtbare Licht zu blockieren. Die Kombination aus IR-Sperrfilter und IR-Filter auf dem Objektiv führt dazu, dass du die Belichtungszeit verlängern musst. Das wiederum führt oft zu Bewegungsunschärfe oder Verwacklung. Ausserdem ist der IR-Filter so dunkel, dass du den Fokus einstellen musst, bevor du den Filter montierst.

Die Belichtungszeit hängt vom verwendeten IR-Filter, der Empfindlichkeit des Kamerasensors, den Eigenschaften des Sperrfilters und natürlich der Menge des IR-Lichts ab. 2007 habe ich zum ersten Mal mit Infrarotfotografie experimentiert. Da habe ich festgestellt, dass ich den Verschluss meiner Pentax K10D an sonnigen Tagen für 45-60 Sekunden offen lassen muss, um ein richtig belichtetes IR-Foto zu erhalten. Das mag mit unbeweglichen Objekten funktionieren, aber bei beweglichen Sachen wie Menschen, Tieren, Blumen etc. ist das aber so gut wie unmöglich. Wenn du mit minimalen Investitionen schnell in die Infrarotfotografie einsteigen willst, ist der Filter Hoya R72 ein guter Anfang. Er bietet ein sehr breites IR-Spektrum, ist verhältnismässig günstig und liefert hervorragende Bilder.

IR-Fotografie Bäume

Egal für welche Methode du dich entscheidest, das Resultat wird auf jeden Fall aussergewöhnlich sein. (@Mick De Paola auf Unsplash)

Kamera auf Infrarotfotografie umrüsten

Um deine DSLR ausschliesslich für IR-Fotografie zu nutzen, musst du den IR-Sperrfilter vom Sensor entfernen und durch einen ersetzen, der nur IR-Licht durchlässt. Diese Methode ist das Äquivalent zum Filter auf dem Objektiv. Das alles klingt kompliziert, was also sind die Vorteile dieser Methode? Vom Aufwand des Filtertauschs mal abgesehen, ist diese Variante äusserst praktisch. Die gewohnten Kameraeinstellungen bleiben nämlich die gleichen. So musst du dich nicht an spezielle Belichtungswerte oder Verschlusszeiten gewöhnen. Beim Auslesen meiner IR-Metadaten habe ich festgestellt, dass ich an einem typischen Sonnentag zwischen Mai und August bei f/8 und ISO 100, Verschlusszeiten von mindestens 1/125 oder höher erreicht habe. Keine Langzeitbelichtung, einfaches Fokussieren, kein Fummeln an IR-Filtern am Objektiv. Und am wichtigsten ist: Keine unscharfen Bilder!

Unsere Fotoausrüstung

Du fragst dich mit welcher Ausrüstung wir fotografieren? Hier findest du unser Equipment.

Ausrüstung anzeigen

Der Nachteil des Ganzen: Die Kosten. Plus, die Kamera wird unbrauchbar für alles ausser Infrarotfotografie. Zudem erlischt die Garantie, wenn du selbst daran rumbastelst (*schluck*). Wenn du es dennoch machen willst, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Schick die Kamera einem Dienstleister, der das professionell macht.
  2. Mach es selbst.

Ich empfehle dir ganz klar Variante eins, ausser du willst folgendes auf dich nehmen: Ein langes Video-Tutorial schauen, mit winzigen und empfindlichen elektronischen Komponenten hantieren (starke Koffeinkonsumenten können hier aufhören zu lesen), Demontieren der Kamera in einer ultra-reinen Umgebung, den Sperrfilter entfernen, den IR-Filter einsetzen, Zusammensetzen der Kamera, begleitet von all den trivialen Problemen wie Staub, Haaren und andere Partikeln, die dabei in deine Kamera geraten könnten. Ich selbst habe das Video geschaut und mich mit einer Reihe von Leuten ausgetauscht, die dieselbe Operation durchgeführt haben. Lass dir gesagt sein, es ist nichts für schwache Nerven!

Infrarotfotografie Wald Himmel

Ein Bild direkt aus der Hölle. Zumindest kommt es einem so vor. (@JR Korpa auf Unsplash)

Dienstleister für IR-Fotografie

Es gibt viele Unternehmen, die sich auf Infrarot-Konvertierungsdienste spezialisiert haben. Eines der bekanntesten weltweit ist Lifepixel. Ich habe Lifepixel zweimal konsultiert und habe nichts anderes als Lob für die Professionalität der Mitarbeiter und die Qualität ihrer Arbeit übrig. Lifepixel hat seinen Sitz zwar in den USA, dafür aber Kunden auf der ganzen Welt. Natürlich gibt es auch im Raum DE / CH / AT einige Spezialisten. Lifepixel hat zwei meiner Kameras umgebaut und ich muss zugeben, dass ich dabei etwas Angst hatte. Die D40X war brandneu und ich hatte nicht einmal ein einziges Foto damit gemacht, bevor ich sie in einer gut gepolsterten Box verschickte. Irgendwie fühlte es sich nicht richtig an, jemand anderem ausser Nikon eine nagelneue Kamera zur Demontage und Modifikation zu schicken. Schliesslich geht dabei die Garantie verloren!

Zuvor habe ich mich ausführlich mit Daniel, einem der Kundenbetreuer von Lifepixel, besprochen. Ich habe ihn regelrecht bombardiert mit Fragen und Ängsten. Daniel war sehr geduldig und hat sich gründlich mit meinen Bedenken beschäftigt.

In fast vier Jahren Infrarotfotografie konnte ich nicht ein einziges Problem bei meinen umgebauten DSLRs feststellen. Sei aber trotzdem vorsichtig und vergewissere dich, dass das Unternehmen deiner Wahl sein Handwerk auch beherrscht.

IR-Fotos machen

Mit einer modifizierten DSLR kannst du ganz normal fotografieren. Die ISO, die Belichtungszeit und die Blende arbeiten exakt wie bei jeder Standard-DSLR auch. Beim Fokussieren empfehle ich die Matrixmessung / Mehrfeldmessung, aber natürlich kannst du auch selbst experimentieren und schauen, was sich für deine Kamera, das Objektiv und die Lichtverhältnisse am besten eignet. Jede Kamera reagiert etwas anders auf die Modifikation.

Bei meiner D40x muss ich manchmal etwas mit dem Knopf für die Belichtungskorrektur spielen, um das gewünschte Resultat zu erreichen. Obwohl in meiner D90 derselbe IR-Filter verbaut ist, brauche ich die Belichtungskorrektur hier viel weniger. Das kommt vermutlich daher, dass diese beiden Kamera unterschiedliche Sensoren verwenden. Du wirst etwas rumtüfteln müssen, um einschätzen zu können, wie ein gutes RAW-Bild auf deinem LCD-Bildschirm aussieht. Mit der Zeit wirst du erkennen können, ob ein Bild gut ist oder ob du besser noch Anpassungen mit der Belichtungskorrektur vornimmst.

Infrarotfotografie Pink

Ein Traum in Pink. (@Andrii Ganzevych)

Objektive für Infrarotfotografie

Wir glauben automatisch, dass die besten Linsen die besten Ergebnisse liefern. Doch in der Welt der Infrarotfotografie kann das Objektiv, das im regulären Lichtspektrum am besten funktioniert, ein kompletter Blindgänger sein. Umgekehrt können preiswertere Objektive viel besser abschneiden. Die Hauptprobleme bei Objektiven mit schlechter IR-Leistung sind folgende:

Sie erzeugen einen Hotspot in der Mitte des Bildes (etwas andere Belichtung und Farben als der Rest des Bildes) und sind anfälliger für Flares (Lichtreflexe). Du kannst das in der Nachbearbeitung korrigieren, das ist jedoch recht zeitaufwendig. IR-Flares benötigen weit mehr Bearbeitungsaufwand als solche im sichtbaren Lichtspektrum, weil sie viel schwerer zu erkennen sind. Wenn du im normalen Lichtspektrum fotografierst, merkst du relativ schnell, wenn ein Lichtreflex auftritt oder demnächst auftreten könnte. Bei IR hingegen fehlt oft der sichtbare Hinweis, weil Infrarotlicht ja unsichtbar ist. Es ist daher wichtig, dass du die Fotos zwischendurch auf dem Display überprüfst, denn deinen Augen kannst du nicht trauen!

Am besten informierst du dich vorgängig, welche Objektive sich für Infrarotfotografie gut eignen. Das könnte etwas Zeit in Anspruch nehmen, weil es dazu nicht viele Beiträge gibt. Bjorn Rorslett ist ein Spezialist auf diesem Gebiet und betreibt eine Seite, auf der er Tests zu den IR-Fähigkeiten verschiedener Objektiv veröffentlicht. Das bescheidene Nikon 18-55mm ist zum Beispiel ein ausgezeichneter Performer im Vergleich zu einigen anderen Objektiven, die ein gutes Vielfaches seines Preises kosten. Ich persönlich verlasse mich seit Jahren auf mein Nikon 16-85mm VR, welches ich nur noch selten von meiner 90D nehme. Es bietet eine ausgezeichnete IR-Leistung, ist extrem scharf und deckt alle Brennweiten ab, die für mich wichtig sind. Da ich eine Menge Objektive habe und sie alle unter IR-Bedingungen getestet habe, kann ich für viele von Bjorn Rorsletts Empfehlungen bürgen.

Der Look von Infrarot Fotos

RAW-Dateien bieten die grösste Flexibilität bei der Nachbearbeitung von IR-Bildern – genau wie bei Fotos, die mit sichtbarem Licht aufgenommen wurden. Die RAW-Bilder auf deinem Kameradisplay werden dich kaum umhauen, die sehen irgendwie matt aus, haben einen Rotstich und sind praktisch kontrastfrei. RAW-Bilder von einer IR-DSLR würden vermutlich niemanden davon überzeugen, sich näher mit diesem Fotografiestil zu befassen.

Doch woher kommt dieser Rotstich? Eine Reihe von Faktoren beeinflussen das Aussehen des RAW-IR-Bildes: Der DSLR-Sensor, der modifizierte IR-Filter und Software-Algorithmen für den Weissabgleich stehen ganz oben auf der Liste. IR-Bilder haben eigentlich keine Farbe, aber der Sensor deiner Kamera muss den roten, grünen und blauen Sensoren des Bayer-Musters etwas zuordnen. Die meisten modernen DSLR-Kameras produzieren RAW-Bilder, die dem weiter unten (das rötliche) ähnlich sehen.

Infrarotbilder bearbeiten

Ich bearbeite meine IR-Bilder in Lightroom mit einer Voreinstellung, die sich gut für die Einstellung von Weissabgleich, Ton, Kontrast, Schärfe usw. eignet. Die wichtigste dieser Einstellungen ist der Weissabgleich, den ich auf eine Temperatur von 2100 und einen Farbton von -72 eingestellt habe. Unseren Artikel zum Weissabgleich solltest du unbedingt lesen. Danach sieht alles schon viel besser aus, als auf der ursprünglichen RAW-Datei. Aber Achtung: Das Verändern der Weissabgleicheinstellungen kann zu psychedelischen Erfahrungen führen!

Anschliessend importiere ich das Bild in Adobe Photoshop und vertausche Rot- und Blaukanal. Photoshop ist nicht zwingend, du kannst auch eine dieser Photoshop Alternativen verndenden. Manchmal entstehen beim Experimentieren auch sehr interessante Mischungen aus Blau und Gelb. Wie ich zu diesen Einstellungen gekommen bin? Reines Experimentieren. Wenn mir ein Look gefällt, erstelle ich dafür schnell eine Photoshop-Aktion. Manchmal verändere ich was an der Farbsättigung, dann wieder nur einen bestimmten Farbton.

Nochmal zum Mitschreiben: Infrarotfotos enthalten keine echten Farben. Die Farben die du siehst sind das Ergebnis einer Vielzahl von Faktoren, die von Kamera zu Kamera unterschiedlich sind. Aus diesem Grund produzieren meine Lightroom-Presets und die Photoshop-Aktionen auch nicht immer dieselben Resultate. Du solltest auf jeden Fall viel experimentieren, schliesslich schreibt dir niemand vor, wie Infrarotfotografie aussehen muss.

IR-Fotografie bearbeiten

Das gleiche Bild nach verschiedenen Bearbeitungsschritten (@Mick De Paola auf Unsplash)

Die Infrarotfotografie – ein Nischenmarkt

Die Infrarotfotografie hatte immer schon eine kleine Anhängerschaft. Dabei eröffnet sie dir spannende neue Welten, vor allem angesichts der Flexibilität, die IR-konvertierte DSLRs bieten. Dieser Artikel ist lediglich eine Einführung in die verschiedenen Themen und Überlegungen im Zusammenhang mit Infrarot. Dir bleibt also noch jede Menge Spielraum für eigene Experimente und kreatives Austoben!

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